Actionknaller über die Jagd einer Kopfgeld-Armada auf einen professionellen Falschspieler.

Kinostart: 01.03.2007

Ben Affleck

Ben Affleck
als Jack Dupree

Andy Garcia

Andy Garcia
als Stanley Locke

Alicia Keys

Alicia Keys
als Georgia Sykes

Ray Liotta
als Agent Donald Carruthers

Jeremy Piven
als Buddy "Aces" Israel

Ryan Reynolds
als Agent Richard Messner

Peter Berg
als "Pistol" Pete Deeks

Taraji P. Henson
als Sharice Watters

Chris Pine
als Darwin Tremor

Martin Henderson
als Hollis Elmore

Jason Bateman
als Rupert "Rip" Reed

Common
als Sir Ivy

Nestor Carbonell
als Pasqual Acosta

Die Handlung von Smokin' Aces

Buddy "Aces" Israel (Jeremy Piven) kennt alle Tricks. Als professioneller Falschspieler, schmieriger Kartenmagier und Kleinmafioso in Las Vegas ist er vom Fach. Nun hat er gegen seinen Boss Primo Sparazza (Joseph Ruskin) ausgesagt und wird im Zeugenschutzprogramm von den FBI-Agenten Carruthers (Ray Liotta) und Messner (Ryan Reynolds) bewacht. Doch der wütende Sparazza hat eine ganze Armee Killer losgeschickt, die ihm Israels Herz bringen sollen. Eine wilde Verfolgungsjagd mit allen Schikanen nimmt ihren Lauf.

Ironische, wendungsreiche und bleihaltige Gangster-Actionkomödie, in der "Narc"-Regisseur Joe Carnahan um keine Überraschung verlegen ist und mit seiner namhaften Besetzung von Ben Affleck bis Ausnahmepopstar Alicia Keys einige Asse aus dem Ärmel schüttelt.

Eine ganze Armada blutlüsterner Hitmen will sich die Kopfgeld-Million verdienen, die Primo Sparazza ausgelobt hat, um Buddy "Aces" Israel das Lebenslicht ausblasen zu lassen. Genau gesagt soll ihm das Herz bei lebendigem Leib herausgeschnitten werden für den Verrat am erbosten Mafiaboss. Buddy, professioneller Falschspieler und Kartenhai, hat sich derweil ins High-Tech-Penthouse eines schicken Hotels zurückgezogen, bewacht vom FBI, das versprochen hat, ihn in ihr Zeugenschutzprogramm aufzunehmen.

Einst war Buddy Israel ein Bühnenclown in Vegas, doch dann fiel wohlwollend das Auge des Mafiaboss Sparazza auf ihn, und Buddy schlug eine Laufbahn als Gangster ein. Jetzt steht Buddy vor einer dritten Karriere als Kronzeuge beim FBI, und weil das seinem alten Mentor wenig gefällt, lobt der im Sterben liegende Pate eine Million Dollar aus für jeden, der ihm das Herz von Buddy bringt. Das lockt von überall die besten Killer herbei und bedeutet Überstunden für zwei ohnehin gestresste Agenten des FBI.

Die Auslobung eines hohen Kopfgeldes auf einen abtrünnigen Mafioso führt zu einem Wettrennen und internen Ausscheidungstöten unter den besten Profikillern der Welt. Hochkarätig besetzte schwarze Kriminalkomödie.

Kritik zu Smokin' Aces

Quentin Tarantinos "Reservoir Dogs" treffen auf Rob Zombies Psychos in dieser hippen Gangland-Freakshow, die letztendlich nur Verlierer kennt.

Ein Film wie ein Schlag auf den Solarplexus - anschließendes Übelkeitsgefühl inklusive. Oliver Stones "Natural Born Killers" sind im Vergleich zu Joe Carnahans ("Narc") Waffenfetischisten rurale Weicheier, feige Bettnässer mit übergroßen Windeln. Eine ganze Armada dieser blutlüsternen Hitmen wollen sich die Kopfgeld-Million verdienen, die Mafiaboss Primo Sparazza ausgelobt hat, um Buddy "Aces" Israel das Lebenslicht ausblasen zu lassen. Genau gesagt soll ihm das Herz bei lebendigem Leib herausgeschnitten werden für den Verrat am capo di tutti capi. Hoch oben ins High-Tech-Penthouse des Nomad Hotels, idyllisch gelegen am Lake Tahoe - "Der Pate" lässt grüßen -, hat sich der professionelle Falschspieler und Kartenhai zurückgezogen. Umgeben von dauerbedröhnten Luxus-Callgirls nebst tumbem Leibwächter, bewacht vom FBI, das versprochen hat, ihn in ihr Zeugenschutzprogramm aufzunehmen. Freilich erst wenn "Aces" seine Aussage gemacht hat.

Soweit in groben Zügen die altbekannte "Brannigan"-Story, die Autor Carnahan geschickt variiert und um zahlreiche (augenzwinkernde) Pointen ergänzt - wobei es ihm wahrscheinlich sogar reichlich egal ist, ob sich der Plot letztendlich wasserdicht schließt. Sein Augenmerk liegt auf dem Stil, wie er erzählt, was er zeigt und wen er was tun lässt. So schickt er ein rundes Dutzend (Haupt-)Darsteller auf Kriegspfad, darunter den gegen den Strich besetzten Ray Liotta und funny man Ryan Reynolds als Bundesagenten, Popstar Alicia Keys als lesbische Scharfschützin und "Big Ben" Affleck als ausgelaugten Kopfgeldjäger - nicht zu vergessen das Quartett mörderischer "Mad Max"-Hillbillies, dem man zutrauen würde, im Alleingang den Irak zu befrieden. Nach einer etwas umständlichen, unnötig langen Exposition - Liotta und Reynolds belauschen ein wichtiges Telefonat Sparazzas - legt der Regisseur den Action-Gang ein und steigert bis zum furiosen Finale kontinuierlich das Tempo.

"Smokin' Aces" ist ein sichtlich von MTV und Rock-Clips beeinflusster (ironischer?) Bildersturm (Kamera: Mauro Fiore), in dem die Gangster mit ihren Waffen so behände umgehen wie Schlagzeuger mit ihren Stöcken. Der Maschinengewehrschnitt Robert Frazens korrespondiert mit Clint Mansells ("The Fountain") pulsierendem Score, während in hoher Taktfrequenz neue Kampfmaschinen das Schlachtfeld besiedeln. Ob gut oder böse, ist dabei schwer zu entscheiden und freilich auch nebensächlich, denn zu guter Letzt liegen (fast) alle im eigenen Blut und das Nomad muss wohl wegen Renovierungsarbeiten bis zur nächsten Saison schließen. geh.

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Info

Plakat des Films: Smokin' Aces
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 01.03.2007

USA 2006

Länge: 1 h 48 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Smokin' Aces

Regie: Joe Carnahan

Drehbuch: Joe Carnahan

Musik: Clint Mansell

Produktion: Tim Bevan, Eric Fellner

Kostüme: Mary Zophres

Kamera: Mauro Fiore

Schnitt: Robert Frazen

Ausstattung: Martin Whist

Website: http://www.smokin-aces.de