Autobiografisch inspiriertes, charmantes romantisches Märchen über eine Bandgründung und junge Liebe im Dublin der Achtzigerjahre.

Kinostart: 26.05.2016

Jack Reynor
als Brendan

Lucy Boynton
als Raphina

Kelly Thornton
als Ann

Ben Carolan
als Darren

Mark McKenna
als Eamon

Percy Chamburuka
als Ngig

Connor Hamilton
als Larry

Karl Rice
als Garry

Ian Kenny
als Barry

Don Wycherley
als Bruder Baxter

Lydia McGuinness
als Mrs. Dunne

Handlung

Dublin in den Achtzigerjahren. Während das Geld knapp ist und die Eltern permanent streiten, muss Conor von der privaten in die öffentliche Schule wechseln. Dass den 15-Jährigen katholische Zucht und bedrohliche Schulschläger nicht belasten, verdankt er der etwas älteren Raphina. Sie träumt von einer Modelkarriere, lässt sich so von Conors Lüge, er habe eine Band, in deren Clips sie auftreten könne, einfangen. Damit die Blase nicht sofort platzt, gründet Conor eine Schülerband und erlebt musikalisch und romantisch Unglaubliches.

Kritik

John Carneys dritter Musikfilm in Folge versprüht die Frische des irischen Frühlings.

"The Commitments" feiert den Soul der Sixties, "Sing Street" New Wave und Pop der Eighties. Über den gemeinsamen Schauplatz Dublin hinaus, kreisen beide Filme um eine Bandgründung - wobei "Sing Street" den Zuschauer mit jüngeren Protagonisten und einer Lovestory einfängt, die nicht unbedingt originell, aber zuverlässig zauberhaft und animierend ist.

"Can a Girl Save Your Life?" möchte man in Anlehnung an Carneys 2014 gestartetes musikalisches New-York-Märchen fragen - und kann man es für den Protagonisten Conor (Filmdebüt von Ferdia Walsh-Peelo) mit Nachdruck bejahen. Wie seine irische, von Rezession gelähmte Heimat steckt der 15-Jährige in der Krise, leidet unter dem Dauerstreit seiner Eltern und durchschreitet nach dem Zwangswechsel von einer privaten zu einer öffentlichen Schule das Minenfeld von streng katholischer Ordnung und bedrohlichen Pubertierern mit Schlägervisagen, verdichtet in einem Schultyrannen, der ihn bereits am ersten Tag in die Realitäten seines Reviers einführt. Wie gut, dass es unmittelbare Ablenkung durch die hübsche, etwas ältere Raphina (Lucy Boynton) gibt, die von einer Modelkarriere träumt, gegenüber der Schule promeniert und auf Anhieb Conor Gehör schenkt. Seine verführerische Behauptung, eine eigene Band zu haben, in deren Musikvideos sie Hauptrollen spielen könnte, ist eine dreiste Notlüge, aber Impulsgeber für die Entwicklung einer süßen Lovestory und einer Schülerband, die vom dilettantischen Einstand bis zum gefeierten Erstauftritt alle Stationen durchmacht.

Selbstredend schreibt Carneys autobiografisch gefärbtes Drehbuch alle erwartete Noten, die man für eine glücklich machende Partitur braucht. Aber natürliche Darsteller, darunter einige Laien, das Plädoyer für Songschreiben als emotionales Ausdrucksmittel und eine parallel laufende Liebeserklärung an ältere Brüder, die einem das Leben erklären, lassen alles Manipulative mühelos vergessen. Dieser charmante Gute-Laune-Film geht ins Herz - und mit Hits der 1980er Jahre sowie Neukompositionen auch ins Ohr. kob.

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Info

  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 26.05.2016

Irland/USA/Großbritannien 2016

Länge: 1 h 46 min

Genre: Drama

Originaltitel: Sing Street

Regie: John Carney

Drehbuch: John Carney

Musik: Gary Clark

Produktion: Christian Grass, Kevin Scott Frakes, Kevin Scott Frakes, Paul Trijbits, Anthony Bregman, Raj Brinder Singh, Christian Grass, Paul Trijbits, Martina Niland, Raj Brinder Singh

Kostüme: Tiziana Corvisieri

Kamera: Yaron Orbach

Schnitt: Andrew Marcus

Ausstattung: Alan Macdonald

Website: http://www.singstreet.de