Drittes CGI-Abenteuer um den grünen Oger, der seinen Sumpf verlassen soll, um den erkrankten König des Märchenlandes zu vertreten.

Kinostart: 21.06.2007

Die Handlung von Shrek der Dritte

Als Shrek Fiona ehelichte, hatte er nicht bedacht, dass er damit der zukünftige König von Weit Weit Weg sein würde. Nun ist sein Schwiegervater, König Harold, ernsthaft erkrankt und Shrek hat alle Hände voll zu tun, einen Thronfolger zu finden, wenn er seinen heißgeliebten Sumpf nicht für immer aufgeben will. Dafür rekrutiert er den quasselnden Esel und den gestiefelten Kater, um nach Fionas aufmüpfigem Cousin Arthus zu suchen. Seine Abwesenheit nutzt Prinz Charming, um den Thron mit einer Armee Märchenbösewichte umgehend einzunehmen.

Dreamworks' Hitserie um den tollkühnen grünen Oger geht in die dritte, nicht minder erfolgreiche Runde. Wieder ist kein Mythos vor dem hinreißend wirkenden Helden sicher, kein Märchen heilig. Das pointierte Witzfeuerwerk garantiert abenteuerliches Entertainment royal.

Als King Harold schwer erkrankt, wird ausgerechnet sein Schwiegersohn Shrek auserkoren, die Führung des Märchenlandes zu übernehmen. Das stößt beim Oger auf wenig Begeisterung: Eigentlich hat er keine Lust, seinem geliebten Sumpf den Rücken zu kehren. Mithilfe des Esels und des Gestiefelten Katers versucht er, den rebellischen Artie als König zu installieren. Prinzessin Fiona hat indes mit ihren Freundinnen alle Hände voll zu tun, Prinz Charming daran zu hindern, sich den Thron zu schnappen.

Nach dem Dahinscheiden des Froschkönigs wird Schwiegersohn Shrek auserkoren, die Führung von Weit Weit Weg zu übernehmen. Aber der Oger hat keine Lust, seinem geliebten Sumpf den Rücken zu kehren. Es gibt nur einen Ausweg: Mithilfe des Esels und des Gestiefelten Katers will er den nächsten Verwandten, Artie, finden und für das Königsamt begeistern. Der erweist sich allerdings als klappriger Hochschüler, der in einem Crashkurs auf Spur gebracht werden muss. Die Zeit drängt, weil Prince Charming seinen Angriff aufs Königreich plant.

Kritik zu Shrek der Dritte

Ein Königreich für einen Oger: Der Boxoffice-Schreck aus dem Hause Dreamworks setzt sich selbst die Krone auf und bietet Entertainment royal im Nachfolgekampf um den Thron des wie Hollywood wirkenden "Weit weit weg".

Neue Wege müssen nicht mehr beschritten werden, das grüne Monster hat es sich im eigenen Bogey-vergoldeten Sumpf häuslich eingerichtet und vollführt seinen dritten Parodietanz kreuz und quer durch die Popkultur, was auch ohne die Magie des Erstlings funktioniert. Statt wie bisher Andrew Adamson führt "Madagascar"-Storykünstler Chris Miller mit dem Animateur des ersten Parts, Raman Hui, das Zepter, setzt auf bekannte Charaktere und familienkompatiblen Feel-Good-Slapstick. Dazu geht die Sprecherbelegung munter in die Promi-Offensive und bietet ein beeindruckendes Line-up, das in der Originalversion auch die Ex-Monty-Pythons John Cleese und Eric Idle sowie Popstar Justin Timberlake umfasst.

Den Beginn leitet Prinz Charmings fadenscheinige Inszenierung von Heldenmut ein - das Showbiz läuft schlecht für ihn, er sitzt längst in der Gosse, heckt aber einen cunning plan aus, um zurück zur Macht zu gelangen: Als durchtriebener Rächer der enterbten Antagonisten von Captain Hook bis zur bösen Stiefmutter, die wie er ein kümmerliches Dasein fristen, stellt er eine Armee zusammen, um "Weit weit weg" im Handstreich zu übernehmen. Nichts davon ahnen Shrek und seine Gemahlin Fiona, die sich mit der Etikette beim Hofzeremoniell herumschlagen und ganze Ballsäle verwüsten. Als Fionas Vater, Froschkönig Harold, nach dem bemitleidenswerten vierten Versuch sein Leben aushaucht und Schwiegersohn Shrek ihm am Sterbebett das Versprechen geben muss, sein Thronfolger zu werden, bereut er dies schon beim Begräbnis zum "Live and Let Die"-Frosch-Choral. So viel staatstragenden Aufgaben fühlt sich der Oger nicht gewachsen, sehnt er sich doch nach seinem Sumpf zurück. Auch den Kinderwunsch Fionas quittiert er mit wüsten Alpträumen, bei denen unter anderem "Rosemarys Baby" Pate stand.

Er flüchtet, Ziel seiner Expedition ist Fionas aufmüpfiger Cousin Artie, der es an einer mittelalterlichen College-Stadt zum beliebten Mobbingopfer gebracht hat und bei der Aussicht auf Regierungsgeschäfte lieber die Flucht vor Shrek, dem Esel und dem gestiefelten Kater antritt. Derweil reißt Prinz Charming mit einer Besenbrigade die Macht durch Verrat an sich, verwüstet die Straßen und wartet mit der gefangenen Fiona auf Shreks Rückkehr, der nach einem Schiffbruch beim altersgebeugten Esoterik-Freak Merlin landet und dem dünnhäutigen Artie Selbstbewusstsein einflößen muss.

Mag der Oger auch domestiziert und gutmütiger denn je erscheinen und die Handlung zunehmend disneyfiziert worden sein, bietet die kurzweilige Abenteuerkomödie mehr als genug Spaß für alle Altersklassen. Wenn die Schneewittchen bis Rapunzel umfassende Zickenclique plötzlich auf Frauenpower umstellt, Kater und Esel ein Bodyswitch widerfährt oder eine durchgedrehte "Bambi"-Persiflage loslegt, werden alle Comedy-Wünsche erfüllt. Und obendrein gibt es allerhand Nachwuchsspaß für Babyboomer.

tk.

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Info

Plakat des Films: Shrek der Dritte

Kinostart: 21.06.2007

USA 2007

Länge: 1 h 33 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Shrek the Third

Website: http://www.shrek-der-dritte.de