Nordirlanddrama von James Marsh über eine Mutter, die sich zwischen Loyalität und ihrer Familie entscheiden muss.

Kinostart: 05.09.2013

Andrea Riseborough

Andrea Riseborough
als Colette McVeigh

Clive Owen

Clive Owen
als Mac

Brid Brennan
als Ma

Aidan Gillen
als Gerry

Domhnall Gleeson
als Connor

Martin McCann
als Brendan

David Wilmot
als Kevin Mulville

Gillian Anderson
als Kate Fletcher

Barry Barnes
als Gerry, sen

Maria Laird
als Collette, jung

Ben Smyth
als Sean

Jamie Scott
als Gerry, jung

Bradley Burke
als Connor, jung

Daniel Tatarsky
als W

Tom Bennett
als W

Nia Gwynne
als W

Jason Salkey
als Agent 1

Nicholas Asbury
als Agent 2

Morgan Watkins
als MI5 Officer

Cathal Maguire
als Marc

Ian Patterson
als Reporter

Michael McElhatton
als Liam Hughes

Gary Lydon
als Geoff

Stuart Graham
als Ian Gilmore

Die Handlung von Shadow Dancer

Seitdem ihr kleiner Bruder einst von britischen Sicherheitskräften getötet wurde, weiß Colette um die Schrecken des Nordirlandkonflikts. Inzwischen ist Colette selbst Mutter und hat den Kampf gegen die ungeliebten Besatzer noch immer nicht aufgegeben. Bei dem Versuch, eine Bombe in einem Londoner U-Bahnhof zu platzieren, wird Colette verhaftet. Ein britischer Geheimdienstoffizier stellt sie vor die Wahl: Entweder die Familie ausspionieren und ihren kleinen Sohn wiedersehen oder schweigen und lebenslang ins Gefängnis wandern.

Seitdem ihr kleiner Bruder einst von britischen Sicherheitskräften getötet wurde, weiß Colette um die Schrecken des Nordirlandkonflikts. Inzwischen ist sie selbst Mutter und hat den Kampf gegen die ungeliebten Besatzer noch immer nicht aufgegeben. Bei dem Versuch, eine Bombe in einem Londoner U-Bahnhof zu platzieren, wird Colette verhaftet. Ein britischer Geheimdienstoffizier stellt sie vor die Wahl: Entweder die Familie ausspionieren und ihren kleinen Sohn wiedersehen oder schweigen und lebenslang ins Gefängnis wandern.

Eine junge Mutter in Nordirland muss sich zwischen Loyalität und ihrer Familie entscheiden. Nordirlanddthriller von James Marsh, der seine Stars Clive Owen und Andrea Riseborough zu Hochform auflaufen lässt.

Kritik zu Shadow Dancer

Intensives Drama um eine IRA-Aktivistin, die sich nach einem missglückten Attentat entscheiden muss zwischen Verrat oder einem Leben in Freiheit mit ihrem Sohn.

Fast nur noch Straßenschlachten bei den traditionellen Oraniermärschen erinnern jährlich an den blutigen Bürgerkrieg in Nordirland. Erst 2007 legte die IRA offiziell die Waffen nieder. Renommierte Filmemacher wie Jim Sheridan ("Im Namen des Vaters", "Der Boxer"), Neil Jordan ("The Crying Game", "Michael Collins") oder "Ken Loach ("The Wind that Shakes the Barley") thematisierten nicht nur die Vorgeschichte des Jahrzehnte dauernden Konflikts, sondern auch die Hochzeit des Terrors vor allem in den 1970er Jahren, oder - wie Oliver Hirschbiegels "Five Minutes of Heaven" - das individuelle Spannungsfeld zwischen Versöhnung und Rache 30 Jahre später.

Sehr persönlich aus der Perspektive einer jungen Frau ist die Herangehensweise von James Marsh, der den Bogen zieht von 1973, wo das Kind erlebt, wie ihr Bruder von einem britischen Soldaten tödlich getroffen wird, bis zum Jahre 1993. Colette McVeigh ist inzwischen Mitte 20 und gehört zu den wenigen IRA-Aktivisten, die trotz Friedensverhandlungen nicht aufgeben. Nach der Platzierung einer Bombe in der Londoner U-Bahn wird sie festgenommen. Ein Mitarbeiter des britischen Geheimdienstes MI5 stellt sie vor die Wahl, entweder im Gefängnis zu landen und ihren kleinen Sohn nicht aufwachsen zu sehen, oder als Informantin zu arbeiten. Verzweifelt geht sie auf den Deal ein und bringt nicht nur sich in große Gefahr.

In tristen Grautönen (Kamera: Rob Hardy), die das Seelenleben der Protagonisten spiegeln und die Stimmung in Nordirland, zeichnet Marsh die Hoffnungslosigkeit der Menschen im Teufelskreis der Gewalt, die Verselbständigung eines sinnlosen Kampfes. "Shadow Dancer" zieht seine Kraft aus den überragenden Darstellern: Andrea Riseborough spielt die spröde IRA-Attentäterin in großer Ambivalenz, als Täterin und Opfer zugleich hat sie gelernt, ihre Gefühle zu kontrollieren, ihre traurige Augen verfolgen den Zuschauer noch nach Ende des Films. Clive Owen als ihr MI5-Gegenpart darf da schon mehr Emotionen zeigen. Der Dokumentarfilm-Oscarpreisträger ("Man on a Wire"), der schon in der "Red Riding"-Trilogie Stilsicherheit bewies, verlangt zwar einige Vorkenntnisse in diesem visuell beeindruckenden und psychologisch spannenden Thriller, ist aber in seiner Fragestellung nach Ursache und Folge von Gewalt universell und mehr als aktuell. mk.

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Info

Plakat des Films: Shadow Dancer
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 05.09.2013

Großbritannien/Irland 2012

Länge: 1 h 41 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Shadow Dancer

Regie: James Marsh

Drehbuch: Tom Bradby

Buchvorlage: Tom Bradby

Musik: Dickon Hinchliffe

Produktion: Ed Guiney, Ed Guiney, Tom Bradby, Andrew Lowe, Andrew Lowe, Chris Coen

Kostüme: Lorna Marie Mugan

Kamera: Rob Hardy

Schnitt: Jinx Godfrey

Ausstattung: Jon Henson

Website: http://www.fugu-films.de/site_german/german_filme_shadow_dancer.html