Rosa Roth muss gegen einen alten Freund ermitteln...

Kinostart: nicht bekannt

Iris Berben

Iris Berben
als Rosa Roth

Carmen-Maja Antoni

Carmen-Maja Antoni
als Karin von Lomanski

Gunter Schoß

Gunter Schoß
als G

Ole Puppe
als Jochen Barach

Peter Kurth
als Henning von der Osten

Lars Rudolph
als Hansi Wagner

Inga Busch
als Tina Barach

Thomas Arnold
als Stefan Rieke

Elke Winkens
als Paula de Vries

Max Goppelt
als Wernie

Robert Schupp
als Nico M

Sergej Moya
als Sascha Bremer

Jockel Tschiersch
als Charly Kubik

Joseph Bundschuh
als Simon Barach

Martin Kiefer
als Robert Barach

Max Hegewald
als Benny

Die Handlung von Rosa Roth: Der Fall des Jochen B.

Nach vielen Jahren trifft Rosa Roth eine alte Liebe wieder. Der Kollege arbeitet heute bei der Sitte. Kurz drauf wird er Opfer eines Komplotts: Ein Strichjunge ist erschossen worden, Zeugen wollen ihn am Tatort gesehen haben. Parallel sucht die Kommissarin nach dem Kopf einer besonders widerwärtigen Organisation, die Kinder aus Osteuropa verschleppt und in Berlin zum Missbrauch freigibt. Doch Rosa kommt nicht weiter; bis sie entdeckt, dass beide Fälle zusammen gehören.

Kritik zu Rosa Roth: Der Fall des Jochen B.

Auf der Sonnenseite des Lebens tummelt sich Rosa Roth nur selten. Das Berlin, in dem sie ermittelt, hat nichts zu tun mit der strahlenden Metropole aus anderen Fernsehfilmen. Schon die Jubiläums-Trilogie "Der Tag wird kommen" gehörte zum Düstersten, was das ZDF bislang als Samstagskrimi gezeigt hat. Im jüngsten Film setzt das Team rund um Hauptdarstellerin Iris Berben, dem Produzenten Oliver Berben (ihrem Sohn) und Regisseur Carlo Rola diese Linie fort.

"Der Fall des Jochen B." ist ein Krimi von der Kehrseite der Wohlstandsgesellschaft und erzählt von widerlichen Verbrechen an osteuropäischen Jungs, die keine Angehörigen haben: Gangster verschleppen sie nach Berlin, wo sie systematisch missbraucht werden; mit den Filmaufnahmen der Vergewaltigungen wird dann auch noch Handel getrieben. Haben die Kinder ihre Schuldigkeit getan, werden wie weggeworfen wie kaputtes Spielzeug.

Aber das ist nur die eine Seite dieser finsteren Geschichte. Die andere erzählt vom Schicksal der Titelfigur, eines Ermittlers aus der Abteilung "Sitte". Einst Rosa Roths große Liebe, hat sich Jochen Barach (Ole Puppe) mittlerweile in einen Strichjungen verliebt. Als der junge Mann erschossen wird, steht Barach plötzlich als Mörder da. Es gibt belastende Zeugenaussagen, angeblich soll er außerdem korrupt gewesen sein, und dann wird auch noch die Tatwaffe in seinem Auto gefunden. Rosa Roth, seit "Der Tag wird kommen" fast völlig auf sich allein gestellt, glaubt nicht an die Schuld ihres früheren Geliebten, kann ihn aber auch nicht entlasten; bis sie entdeckt, dass beide Fälle zusammengehören.

Das Drehbuch zu diesem Film stammt von Eckhard Theophil ("Männerpension"), der sich selbst eine Weile auf der anderen Seite des Gesetzes rumgetrieben hat. Er hat dem Film das Motto "Die Hölle, das sind die anderen" vorangestellt, Sartres Erkenntnis aus dem zutiefst pessimistischen Stück "Geschlossene Gesellschaft". Auch in Theophils Geschichte entkommt niemand seinem Schicksal, weder der skrupellose Drahtzieher des organisierten Missbrauchs (Peter Kurth) noch Rosa Roths Kollege, dem im Gefängnis übel mitgespielt wird. Der finstere Krimi, von Kameramann Frank Küpper betont freudlos gestaltet, hat nur einen kleinen Fehler: Iris Berben ist fast zwanzig Jahre älter als Ole Puppe (Jahrgang 1969). Selbst wenn Rosa Roth anders als ihre Darstellerin noch nicht Ende fünfzig sein sollte: Es fällt ein wenig schwer zu glauben, dass die Kommissarin und ihr Kollege, der zwei fast erwachsene Söhne hat, vor langer Zeit ein Paar waren. tpg.

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Info

Plakat des Films: Rosa Roth: Der Fall des Jochen B.

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2008

Genre: Thriller

Originaltitel: Rosa Roth: Der Fall des Jochen B.

Regie: Carlo Rola

Drehbuch: Eckhard Theophil

Musik: Nikolaus Glowna, Georg Kleinebreil

Produktion: Oliver Berben

Kamera: Frank Küpper