Eine Gruppe von Rebellen um Felicity Jones stürzt sich in einen wahren "Krieg der Sterne", um an die Pläne des Todessterns zu kommen.

Kinostart: 15.12.2016

Felicity Jones

Felicity Jones
als Jyn Erso

Diego Luna

Diego Luna
als Cassian Andor

Ben Mendelsohn

Ben Mendelsohn
als Orson Krennic

Forest Whitaker
als Saw Gerrera

Riz Ahmed
als Bodhi Rook

Donnie Yen
als Chirrut Imwe

Mads Mikkelsen
als Galen Erso

Jiang Wen
als Baze Malbus

Alan Tudyk
als K-2SO

Genevieve O'Reilly
als Mon Mothma

Jimmy Smits
als Bail Organa

Valene Kane
als Lyra Erso

Guy Henry
als Tarkin

Peter Cushing
als Tarkin

Ingvild Deila
als Leia

Carrie Fisher
als Leia

Handlung

Die Rebellion beginnt – und damit auch die heiß erwarteten Spin-offs. Gleich mehrere, in sich geschlossene Filme abseits der großen Trilogien bereichern das Star Wars-Universum im Kino durch neue Perspektiven. Den spektakulären Anfang macht jetzt „Rogue One: A Star Wars Story“.

Das galaktische Imperium ist noch jung, doch schon regt sich der erste Widerstand gegen die dunklen Mächte. Die Kämpfer für das Gute sind aber keine alten Bekannten, sondern neue Gesichter.

Die Einzelgängerin Jyn Erso (Felicity Jones) findet eine neue Berufung, indem sie Cassian Andor (Diego Luna) und seinen Mitstreitern der Rebellen-Allianz hilft.

Ihr Ziel: Die Baupläne für den Todesstern stehlen. Director Orson Krennic (Ben Mendelsohn), der den Bau der zerstörerischen Waffe beaufsichtigt, will das mit aller Macht verhindern.

Zeitlich nach den Prequels aber noch vor den Ereignissen der Originaltrilogie angesiedelt, führt Regisseur Gareth Edwards („Godzilla“) einen Cast neuer Charaktere ins Feld.

Echte Star Wars-Experten werden aber den Rebellenveteran Saw Gerrera (Forest Whitaker) aus der TV-Serie „Star Wars: The Clone Wars“ wiedererkennen.

Experte muss man aber nicht unbedingt sein. „Rogue One: A Star Wars Story“ überzeugt als fantastischer Sci-Fi-Megablockbuster, auch wenn man nicht auswendig weiß, welche Farben die Lichtschwerter von Yoda und Darth Vader haben. Das ist Star Wars für Liebhaber und Einsteiger.

Kritik

Erstes Spin-off der "Star Wars"-Saga, in dem die Geschichte des Himmelfahrtskommandos erzählt wird, wie die Rebellen in den Besitz der Pläne zum Todesstern kamen.

Das Imperium legt nach. Das Disney-Imperium, wohlgemerkt, und sein neues Kronjuwel Lucasfilms. Ein Jahr nach dem siebten Film der regulären "Star Wars"-Saga, "Das Erwachen der Macht", der den Grundstein legte für alles Kommende und mit 2,3 Mrd. Dollar zum weltweit zweiterfolgreichsten Kinotitel aller Zeiten avancierte, folgt nun der erste der Spin-off-Filme, die fortan stets in den Zwischenjahren ohne neue reguläre "Krieg der Sterne"-Episoden gestartet werden sollen (ein Film über den jungen Han Solo ist für 2018 bereits in Arbeit). Wie J.J. Abrams' Reboot des Franchise im vergangenen Jahr fällt "Rogue One" also eine wichtige Rolle in der Erzähl- und vor allem Auswertungsstrategie der wertvollsten Filmmarke aller Zeiten zu: Er muss die Grundidee der Spin-offs etablieren und dabei einerseits kompatibel mit den Pfeilern der Saga sein, andererseits sich aber auch abheben von dem, was man bereits kennt und was die gewaltige Fangemeinde auf der ganzen Welt längst verinnerlicht hat, als sei es so wichtig zum Leben wie Luft und Wasser.

In dieser Hinsicht muss man sagen: Mission accomplished. Es ist ein Film für die Fangemeinde, die genau das bekommt, was sie sich seit "Das Imperium schlägt zurück" immer gewünscht hat: ein atemloses, düsteres und in Erzählung und Auflösung konsequentes Combat-Movie, einen echten "Krieg der Sterne", der vor allem aus Schlachten besteht und auf den restlichen Quatsch, der Filme meistens ausmacht, freizügig verzichtet. Mehr Handlung, als wie man sie sich bereits anhand der Trailer zusammenreimen konnte, gibt es nicht in diesem B-Movie, das grob der Blaupause von "Das dreckige Dutzend" folgt: Es werden Figuren vorgestellt, zusammengebracht und dann auf ein Himmelfahrtskommando geschickt, 135 Minuten lang. Fertig. Was man sieht, ist das, was man bekommt: Keine überflüssige Figurenzeichnung, keine lästigen Nebenhandlungen, keine umständlichen Themen, Subtexte oder Motive, die die Aufmerksamkeit von den unablässigen Gefechten ablenken könnten.

Besagtes Himmelfahrtskommando ist freilich ein heiliger Gral für die Fangemeinde, ein ebenso simpel wie clever konzipiertes Prequel zu "Eine neue Hoffnung", das nur ein Nebensatz in der Genealogie des Sternenkriegs sein könnte, jetzt aber ein ganzer Film geworden ist: Wie kamen die Rebellen in den Besitz der Pläne zum Todesstern, die Prinzessin Leia zu Beginn von "Episode IV" in den kleinen R2D2 einspeist? Es ist die tragische Geschichte der einsamen Einzelkämpferin Jyn Erso, Tochter von Galen Erso, Architekt des Todessterns, die eine Gruppe von Halsabschneidern, Renegaten und Freiheitskämpfern um sich schart, um entgegen des ausdrücklichen Befehls des Rebellenkonzils in einem gekaperten Raumschiff, das sie "Rogue One" taufen, losziehen, um als Erste dem Imperium mit Taten die Stirn zu bieten - und damit letztlich alles auszulösen, was ab "Eine neue Hoffnung" Filmgeschichte geschrieben hat.

Regisseur Gareth Edwards ("Godzilla") fühlt sich sichtlich wohl, was die Geek-Aspekte des Films betrifft: Er suhlt sich in Designs, Szenenbild und Gadgets. Er kann es nicht erwarten, seine Figuren in den Kampf zu schicken, auch wenn diese Kämpfe auch aus Altersfreigabegründen an Intensität und virtuoser Inszenierung nie an das heranreichen, was Spielberg, Scott und Gibson längst zum Standard gemacht haben. Weniger erfolgreich ist Edwards bei der Arbeit mit den Schauspielern. Obwohl mit Chris Weitz und Tony Gilroy zwei Vollprofis für das Drehbuch verantwortlich zeichnen, wirken Felicity Jones als Jyn und Diego Luna als Auftragskiller mit Gewissen etwas verloren im Zentrum der Handlung, wie ein entferntes Echo von Leia und Han Solo aus dem ersten Film, während die Nebenfiguren um sie herum die besten Momente bekommen und namhaftes Personal wie Mads Mikkelsen, Forest Whitaker oder Jimmy Smits am Rand verheizt wird. Was der Grund ist, warum in der letzten halben (und besten halben) Stunde des Films große Emotion nicht von den Ereignissen im Zentrum erzeugt wird, sondern von den Momenten der Wiedererkennung, wenn sich "Rogue One" nahtlos an "Episode IV" zu fügen beginnt. Der Clou ist dabei nicht, dass es ein Wiedersehen mit Darth Vader gibt, was in den Trailern bereits angekündigt wurde, sondern mit verblüffender Hilfe aus dem Computer auch mit anderen Figuren, die seit fast 40 Jahren zum Kanon der Filmgeschichte zählen. Dass sie ausdrucksvoller und eindringlicher spielen als die Schauspieler aus Fleisch und Blut ist eine bittere Ironie von "Rogue One". Sie wird allerdings übertönt vom Schlachtenlärm. Und wegen dem werden die Filmfans kommen. In Scharen. ts.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 15.12.2016

USA 2016

Länge: 2 h 14 min

Genre: Action

Originaltitel: Rogue One: A Star Wars Story

Regie: Gareth Edwards

Drehbuch: Chris Weitz, Tony Gilroy

Musik: Michael Giacchino

Produktion: Simon Emanuel, Simon Emanuel, Tony To, Kathleen Kennedy, Allison Shearmur

Kostüme: David Crossman, Glyn Dillon

Kamera: Greig Fraser

Schnitt: John Gilroy, Colin Goudie, Jabez Olssen

Ausstattung: Doug Chiang, Neil Lamont

Website: http://de.starwars.com/filme/rogue-one

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