Zweite Leinwandadaption nach Andreas Steinhöfels Büchern um die Abenteuer und die Freundschaft der Berliner Jungs Rico und Oskar.

Kinostart: 05.06.2015

Anton Petzold
als Rico

Juri Winkler
als Oskar

Karoline Herfurth

Karoline Herfurth
als Tanja Doretti

Ronald Zehrfeld
als der Bühl

Moritz Bleibtreu
als Boris

Ursela Monn
als Frau Dahling

Katharina Thalbach
als Ellie Wandbeck

Henry Hübchen
als Herr van Scherten

Milan Peschel
als Fitzke

Annette Frier
als Kellnerin

Barbara Meier
als Champagner Tussi

Tobias "Checker Tobi" Krell

Ben Blümel

Handlung

Der tiefbegabte, furchtlose Rico und der clevere, aber etwas übervorsichtige Oskar sind inzwischen dicke Freunde. Auf ihren Streifzügen durch Berlin sind sie immer wieder für neue Abenteuer zu haben. Diesmal ist leider Ricos Mutter betroffen. Die hat sich beim Bingo in illegale Machenschaften verstricken lassen. Jetzt ist nicht nur die Polizei, sondern auch der fiese Boris hinter ihr her. Klar, dass die Jungs alles versuchen, um Mama aus der Bredouille zu helfen. Unterstützung erhalten sie dabei auch vom alten Lebenskünstler Van Scherten.

Kritik

Komisch und kriminalistisch, lehrreich und lebensfroh - auch der zweite Film nach Andreas Steinhöfels Buchreihe macht Kindern und Erwachsenen gleichermaßen Spaß.

Ganz im Geiste von Neele Leana Vollmar, die nach dem ersten auch den dritten Teil der preisgekrönten Kinderbuchreihe von Andreas Steinhöfel inszenieren wird, hat sich Wolfgang Groos nun dem zweiten Abenteuer der beiden Berliner Jungs Rico und Oskar gewidmet. Der ausgewiesene Experte für Kinder- und Familienfilm, der nach der TV-Serie "Rennschwein Rudi Rüssel" und "Vorstadtkrokodile 3" zuletzt mit den beiden "Vampirschwestern" im Kino reüssieren konnte, hält sich denn in "Rico, Oskar und das Herzgebreche" nicht lange auf mit dem Etablieren der inzwischen bekannten Figuren und geht gleich in die Vollen. Dieses Mal haben der ebenso tiefbegabte wie furchtlose Rico und der clevere, aber etwas übervorsichtige Oskar, mittlerweile unzertrennliche Freunde, einen besonders kniffligen Kriminalfall zu lösen, ist doch dummerweise auch Ricos Mama (Karoline Herfurth wieder als kesse Großstadtpflanze mit viel Sex-Appeal) darin verstrickt. Spannend ist dieser Kinderfilm deshalb nicht unbedingt. Das muss er aber auch nicht sein. Denn Groos legt viel mehr Wert auf den komödiantisch-skurrilen Effekt seiner Geschichte und Charaktere. Viel Spaß machen auf dieser Ebene zwei Neuzugänge: Henry Hübchen als alternder Lebenskünstler, der die Jungs mit seinem klapprigen Benz durch Berlin chauffiert, und Moritz Bleibtreu als stotternder Bösewicht, der unter der Fuchtel seiner gestrengen Mama (Katharina Thalbach erneut als zwielichtige Bingo-Dame) steht und der deshalb eher Mitleid als Furcht erregt. Des Weiteren gefallen die pfiffigen, lebensechten Dialoge, der frische Soundtrack mit lässigen deutschen Songtexten und originelle animierte Einschübe, in denen entweder Ereignisse aus der Vergangenheit (wie Ricos Papa beim Angeln ertrank) oder auch komplizierte Fremdwörter auf spielerische Art erklärt werden. Schade ist für manche, dass Groos zur Halbzeit des Films seine eigentlichen Protagonisten - Anton Petzold und Juri Winkler machen ihre Arbeit wieder hervorragend - etwas aus den Augen verliert und sich zu sehr den erwachsenen Darstellern widmet. Das Finale im Nachtclub ist mangels zündender Ideen ein wenig langatmig geraten. Dafür wird zum Schluss ordentlich mit dem Herzgebreche - wie Rico Liebeskummer in seiner Sprache nennt - aufgeräumt, jeder Topf bekommt seinen Deckel und alle (inklusive der Kinozuschauer) gehen glücklich und beschwingt nach Hause und freuen sich schon auf "Rico, Oskar und der Diebstahlstein". Schließlich können auch Erwachsene aus diesem im besten Sinne pädagogisch wertvollen Abenteuerspaß, der in vielen Momenten an die großen Erich-Kästner-Verfilmungen erinnert, durchaus etwas Gehaltvolles mit auf den Heimweg nehmen. lasso.

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Info

Kinostart: 05.06.2015

Deutschland 2015

Länge: 1 h 35 min

Genre: Action

Originaltitel: Rico, Oskar und das Herzgebreche

Regie: Wolfgang Groos

Drehbuch: Martin Gypkens

Musik: Robert Matt

Produktion: Philipp Budweg, Robert Marciniak

Kostüme: Monika Gebauer

Kamera: Stefan Biebl

Schnitt: Marco Pav D'Auria

Ausstattung: Matthias Müsse

Website: http://www.fox.de/rico-oskar-und-das-herzgebreche