Ned (Paul Rudd) ist ein liebenswerter Kerl, aber mit Mitte 30 immer noch sehr naiv. Doch genau mit dieser Unbekümmertheit schafft er es, das Leben seiner drei Schwestern nachhaltig zu verändern.

Kinostart: 26.04.2012

Paul Rudd

Paul Rudd
als Ned

Szenenbild aus Our Idiot Brother mit Elizabeth BanksElizabeth Banks

Elizabeth Banks
als Miranda

Zooey Deschanel

Zooey Deschanel
als Natalie

Emily Mortimer
als Liz

Steve Coogan
als Dylan

Hugh Dancy
als Christian

Kathryn Hahn
als Janet

Rashida Jones
als Cindy

Shirley Knight
als Ilene

Adam Scott
als Jeremy

T.J. Miller
als Billy

Janet Montgomery
als Lady Arabella

Die Handlung von Our Idiot Brother

Ned ist liebenswert, grundanständig, aber als Mittdreißiger, ohne richtigen Job und Verantwortung, ein Kind geblieben. Unbeirrt glaubt er an das Gute und die Leichtigkeit des Lebens, selbst dann noch, als er wegen Marihuanaverkaufs ein paar Monate in den Knast wandert. Nach seiner Entlassung wohnt er bei jeder seiner drei Schwestern, die ihn zwar lieben, aber nicht wirklich respektieren. Bis er durch seine Art, die höchste Toleranz erfordert, erst ihr Leben kompliziert, dann aber nachhaltig verändert und verbessert.

Ned ist liebenswert, anständig, und als Mittdreißiger ohne echten Job oder Verantwortung irgendwie ein Kind geblieben. Unbeirrt glaubt er an das Gute im Menschen und die Leichtigkeit des Seins, selbst dann noch, als er wegen Marihuanaverkaufs in den Knast wandert und ihn die falschen Freunde derweil um Braut und Hund prellen. Fortan wohnt er abwechselnd bei seinen drei Schwestern, die ihn zwar lieben, aber weder verstehen noch respektieren. Doch bleibt seine Anwesenheit nicht ohne heilsame Folgen für das Leben der drei.

Ned (Paul Rudd) ist ein netter, naiver Tagträumer, der seinen drei Schwestern mächtig auf den Wecker fällt. Reizende, glänzend beobachtete Tragikomödie über einen heiligen Narren, der es einfach nur allen recht machen will.

Kritik zu Our Idiot Brother

Zurückgenommen und charmant zeigt Jesse Peretz' Komödie, wie das Leben von drei Schwestern durch ihren naiven Bruder remixed und auf neuen Kurs gebracht wird.

Tschechow light trifft doof, aber liebenswert, wäre ein viel zu hartes Resümee für den neuen Film von Jesse Peretz ("Dein Ex, mein Alptraum"), auch wenn einerseits die Geschwisterkonstellation, andererseits die oberflächliche Betrachtung des Titelhelden stimmt. "Our Idiot Brother" ist ein Plädoyer für naive, aber reine Seelen, die als schwachsinnig missgedeutet werden. Um diesen Grad der Erleuchtung in der Beurteilung erreichen zu können, braucht man auf und vor der Leinwand allerdings Toleranz in buddhistischen Größenordnungen. Denn Ned (Paul Rudd) stiftet Chaos, bringt sich und andere oft in große Schwierigkeiten, weil er immer die Wahrheit sagt, an das Gute im Menschen glaubt und damit auch problematische Situationen nie korrekt einschätzt. Einen richtigen Job hatte er nie, seine Hippie-Freundin nutzt ihn aus und ersetzt ihn kurzerhand durch einen Kiffer vergleichbar gutmütiger Bauart, als Ned, der einem Cop arglos Marihuana verkaufte, in den Knast wandert. Nach seiner Entlassung wird der grundanständige Held kurzfristig in das Leben seiner Schwestern eintauchen und es nachhaltig beeinflussen.

Problembereiche wie Karrierismus, pazifistisch-esoterische Pädagogik, Schwangerschaft und Seitensprung kommentierend, wird er unbeabsichtigt Auslöser für Veränderungen, ohne je, wie etwa in Hal Ashbys "Willkommen, Mr. Chance", ein als Messias missverstandener Schwachkopf zu sein. Als Komödie ist dieses Familienunternehmen, dessen Drehbuch Peretz' Schwester und Schwager schrieben, nur bedingt massentauglich. Von Oberflächenreizen, wie sie etwa "Dumm und Dümmer" servierte, ist "Our Idiot Brother" weit entfernt, darüber hinaus, korrespondierend mit seinem Helden, manchmal zu verhalten und brav. Trotzdem gefällt der in den Schwesterrollen prominent besetzte Film durch sein konsequentes Desinteresse, platte Pointen landen zu wollen, durch seine leise Komik, die sporadisch ins Absurde abdriftet, und seine Figuren, die ihrem Wesen stets treu bleiben. Rudds Szenen mit seinem Bewährungshelfer, den er als "Gratis-Therapeuten" begrüßt, sind ein Highlight wie auch jene mit dem neuen Lover seiner Ex, der sich über die meditative Qualität des Kerzenrecyclings ähnlich begeistern kann wie er. Dem Titel zum Trotz ist also Bruderliebe dank solcher Vorzüge durchaus denkbar. kob.

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Info

Kinostart: 26.04.2012

USA 2011

Länge: 1 h 30 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Our Idiot Brother

Regie: Jesse Peretz

Drehbuch: David Schisgall, Evgenia Peretz

Musik: Nathan Larson, Eric D. Johnson

Produktion: Anthony Bregman, Jesse Peretz, Peter Saraf, Marc Turtletaub

Kostüme: Christopher Peterson

Kamera: Yaron Orbach

Schnitt: Andrew Mondshein, Jacob Craycroft

Ausstattung: Inbal Weinberg

Website: http://www.ouridiotbrother.senator.de/