Mitreißende Musik-Dokumentation von Chris Hegedus und D. A. Pennebaker über die Soul-Legenden der 50er und 60er Jahre.

Kinostart: 07.10.2004

Die Handlung von Only the Strong Survive

Als in den 50er und 60er Jahren der Rhythm 'n' Blues die Konzertsäle Amerikas eroberte, standen die Musiker wie Otis Redding, Wilson Picket, The Surpremes, The Chi Lites, Isaac Hayes oder Rufus Thomas an vorderster Front. Vierzig Jahre später gibt's ein cineastisches Wiedersehen und -hören mit der schwarzen Pop-Revolution, wenn Amerikas profilierteste Dokumentarfilmer diesseits von Michael Moore den lebenden und toten Helden ihre Aufwartung machen.

Von 1999 bis 2001 waren Chris Hegedus und Donn Alan Pennebaker zwischen Memphis und Chicago unterwegs, um beeindruckende O-Töne zu sammeln und lebenden Legenden im Alltag über die Schulter zu schauen.

Chris Hegedus und Donn Alan Pennebaker begeben sich im Sommer 1999 auf Spurensuche nach den Stars des Rhythm'n'Blues der 50er und 60er Jahre und zeigen Bilder, Interviews und Konzertmitschnitte der noch immer aktiven Legenden Isaac Hayes, Rufus und Carla Thomas, Wilson Picket, Ann Peebles, Mary Wilson, Sam Moore und anderen.

Jerry Butlers legendärer Song "Only the Strong Survive" ist titelgebend für diese musikalische Spurensuche, auf die sich das renommierte Filmemacher-Paar Chris Hegedus und D.A. Pennebaker ("Dont Look Back", "Keine Zeit") begeben hat. Im Blickpunkt stehen Soul- bzw. Rhythm'n'Blues-Größen der 50er und 60er Jahre, Legenden wie Wilson Pickett, Sam Moore, Mary Wilson oder Isaac Hayes, die Musikgeschichte geschrieben haben und zum Teil heute noch auf der Bühne stehen.

Kritik zu Only the Strong Survive

Im glorreichen Cannes-Jahr 2002 fast übersehen, ist "Only the Strong Survive" eine kraftvolle, energische und dank der Soul- und Rhythm-and-Blues-Musik von den späten 50ern bis zu den frühen 70er Jahren, die hier zu hören ist, mitreißende Huldigung an die im Wortsinn am härtesten arbeitenden Künstler im Showbusiness. Rund 25 Jahre nachdem die Hitfabrik Motown von der Disco-Welle überflutet wurde, Hip Hop und Rap das Erbe aufnahmen und Stars wie Marvin Gaye, Sam Cooke, Jackie Wilson und Otis Redding starben, spürt das Dokumentarteam D.A. Pennebaker und Chris Hegedus ("Don't Look Back", der Oscar-gekrönte "The War Room") die Sänger auf, die nie aufhörten zu arbeiten und in Clubs, kleinen Konzertsälen und -hallen unverdrossen weitermachen. Ganz im Sinn des Titelsongs, für den der in die Politik gegangene Jerry Butler zum Mikro greift.

Es scheint fast unglaublich, dass Namen wie Wilson Pickett ("In the Midnight Hour"), Mary Wilson (von den originalen Supremes, "Love Child") , Isaac Hayes ("Shaft") und der im Dezember 2001 gestorbene Rufus Thomas ("Walking the Dog"), dem der Film gewidmet ist, seit ihren Glanzzeiten weitgehend filmisch ignoriert wurden. So ist dank der Vitalität der Veteranen "Strong" ein einfach traumhafter Musikfilm geworden, in dem außer den genannten Titeln das Wonneschauer erzeugende Duett "Night Time is the Right Time" zwischen Rufus Thomas und seiner Tochter Carla zu hören ist, in dem die Chi-Lites "Have You Seen Her?" schmeicheln und Sam Moore (von Sam & Dave) "Soul Man", "Hold On, I'm Coming" und "When Something is Wrong With My Baby" präsentiert.

Das Projekt kam durch den Soulkenner und Musikjournalisten Roger Friedman zu Stande, der feststellte, dass praktisch kein Filmmaterial existiert, das jünger als 25 Jahre ist, und der die Produzenten Harvey und Bob Weinstein von Miramax gewann, die vor ihrer Filmzeit in Buffalo Rock'n'Roll-Acts buchten und nur auf ihrem Lieblingsperformer Wilson Pickett bestanden, der sowieso auf der Liste stand. Er schmettert mit unverminderter Power "Land of 1000 Dances" und "Soul Survivor", Carla Thomas jammt entspannt "Gee Whiz" und "B-A-B-Y Baby" und Ann Peebles stöhnt "Breaking Up Somebody's Home". Witzige Passagen gehen auf das Konto von Rufus, der als DJ seiner wöchentlichen Radioshow in Memphis eine Art "King" vor Elvis war. Keiner der Künstler ist verbittert über Verträge, die ihnen Millionen nahmen, alle sind dankbar, dass sie am Soul-Phänomen mitwirken konnten, die Egos prallen bei der Begegnung nicht aufeinander, es geht zu wie auf einem Klassentreffen mit Anekdotenaustausch. Samt Dokumentaraufnahmen aus der Glanzzeit eine Musik-Konzert-Doku, die einen von den Füßen reißt. ger.

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Info

Plakat des Films: Only the Strong Survive
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 07.10.2004

USA 2002

Länge: 1 h 36 min

Genre: Doku

Originaltitel: Only the Strong Survive

Regie: Chris Hegedus, D. A. Pennebaker

Produktion: Frazer Pennebaker, Roger Friedman

Kamera: Chris Hegedus, D. A. Pennebaker, Erez Laufer, James Desmond, Jehane Noujaim

Schnitt: Chris Hegedus, D. A. Pennebaker

Ton: Chris Hegedus

Website: http://www.arsenalfilm.de/only-the-strong/index.html