Beziehungs- und Schicksalsreigen mit hochkarätiger deutscher Besetzung.

Kinostart: 04.09.2014

Katja Riemann

Katja Riemann
als Rosa Hansen

Charly Hübner

Charly Hübner
als Marcel Schlesinger

Helen Woigk

Helen Woigk
als Motte

Arne Gottschling
als Neo

Meral Perin
als Layla

Sarah Horváth
als Mitra

Bijan Zamani
als Navid

Julia Kelz
als Sonja

Ingo Raabe
als Maxim

Martin Aselmann
als Philipp

Rolf Hoppe
als Hans

Anna Böger
als Schwester Astrid

Ulrike Barthruff
als Klientin

Stephanie Schönfeld
als Katrin Schm

Marian Meder
als Dr. Zeidler

Jürgen Kärcher
als Willi

Dorothea Arnold
als Sie

Attila Borlan
als Er

Lara Beckmann
als Freundin

Stefanie Friedrich
als Freundin

Handlung

Die Hebamme Rosa ist unheilbar an Krebs erkrankt, kann aber damit besser umgehen als ihr mitleidender Ehemann Marcel. Auf der Krankenstation läuft ihr zufällig die blutjunge Herumtreiberin Motte über den Weg. Diese hat sich von ihrem Freund Neo schwängern lassen, obwohl der noch nicht einmal sicher ist, ob er Frauen oder Männer liebt. Und dann ist da noch Layla, die bei Rosa und Marcel als Putzfrau arbeitet. Sie ist von ihrem wesentlich jüngeren Liebhaber verlassen worden und hofft immer noch, dass er zu ihr zurückkehrt.

Kritik

In seinem prominent besetzen Drama verwebt Regiedebütant Alexandre Poweltz drei Handlungsstränge miteinander und thematisiert darin die Liebe, das Leben und den Tod.

Auf den Spuren von Altmeister Robert Altman wandelt Alexandre Poweltz, Absolvent der Internationalen Filmschule Köln, mit seinem Spielfilmdebüt, zu dem er auch gemeinsam mit Alexandra Umminger das Drehbuch verfasst hat. "Ohne Dich" ähnelt der Struktur von "Short Cuts" und erzählt parallel drei Geschichten, die im Lauf der Handlung miteinander verwoben werden. Da ist zum einen die Hebamme Rosa, die unheilbar an Krebs erkrankt ist, damit aber weit besser umgehen kann als ihr Mann Marcel. Da gibt es zum anderen die blutjunge Herumtreiberin Motte, die sich von ihrem Freund Neo schwängern lässt, obwohl dieser noch nicht einmal sicher ist, ob er Männer oder Frauen liebt. Und schließlich ist da noch die Putzfrau Layla, die die Trennung von ihrem wesentlich jüngeren Lover einfach nicht verkraften kann.

Während die ersten beiden Plots vor allem durch gute schauspielerische Leistungen von Katja Riemann und Charly Hübner sowie Nachwuchstalent Helen Woigk ("Das Leben ist nichts für Feiglinge") als kesse Lolita ein ähnliches Niveau erreichen, wirkt die dritte Story weniger glaubwürdig. Dennoch wird das Drama universellen Themen wie die Sehnsucht des Menschen nach Liebe und Geborgenheit gerecht und vermittelt außerdem, wie sehr wir an unserem bisschen Leben hängen. "Ohne Dich" ist deshalb auch ein Film der großen Emotionen - da werden im Affekt Teller geworfen, entlädt sich der ganze Frust in unkoordinierten Schreianfällen und werden gar Pistolen zum Einsatz gebracht, um seiner Eifersucht Ausdruck zu verleihen.

Dass der Seelenstriptease der Protagonisten auch auf der Leinwand sichtbar wird, dafür sorgt die Schweizer Kamerafrau Eeva Fleig ("Nichts als Gespenster", "Westwind"), die viel mit Reflektionen in Glas und Spiegeln arbeitet und auch den Spielort Stuttgart geschickt in die Handlung integriert. Spaß in einem Film, der sich ansonsten etwas zu ernst nimmt, macht der Auftritt von Ralf Hoppe als Riemanns senilem Vater. Die Dialoge klingen modern und authentisch und die Zeichnung der Charaktere besitzt Konturen und Schärfe. lasso.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 04.09.2014

Deutschland 2014

Länge: 1 h 30 min

Genre: Drama

Originaltitel: Ohne Dich

Regie: Alexandre Powelz

Drehbuch: Alexandra Umminger, Alexandre Powelz

Produktion: Stephan Wagner, Gloria Burkert, Günter Moritz, Monika Agler, Andreas Born

Kostüme: Bettina Marx, Meral Sezgin

Kamera: Eeva Fleig

Schnitt: Karin Jacobs, Annemarie Bremer

Ausstattung: Benedikt Herré

Website: http://www.ohnedich-film.de

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