Big-Budget-Actionkomödie mit dem Traumpaar Brad Pitt und Angelina Jolie als Ehekrieger und Auftragskiller.

Kinostart: 21.07.2005

Brad Pitt

Brad Pitt
als John Smith

Angelina Jolie

Angelina Jolie
als Jane Smith

Adam Brody

Adam Brody
als Benjamin Danz

Die Handlung von Mr. & Mrs. Smith

Nach außen sind Mr. John (Brad Pitt) und Mrs. Jane Smith (Angelina Jolie) ein ganz normales Ehepaar mit Häuschen in einer typischen amerikanischen Vorstadt - und augenscheinlich eher langweiligem Leben. Aber der Schein trügt, denn beide haben ein Geheimnis, das sie sogar voreinander verbergen: Es handelt sich bei ihnen tatsächlich um die zwei gefährlichsten Auftragskiller der Welt, die für konkurrierende Organisationen arbeiten. Eines Tages werden sie beide aufeinander angesetzt.

Doug Liman

Nach 6 Jahren Ehe ist die anfangs heiße Beziehung von John und Jane Smith vereist. Man redet und lebt nicht miteinander, sondern in rätselhafter Distanz. Der Grund ist der voreinander verschwiegene Beruf. Als John und Jane erfahren, dass beide als Auftragskiller ihre Zukunft sichern, setzen sie ihre Bosse aufeinander an. Von nun an tobt ein Ehekrieg, der wirklich mit allen Waffen ausgetragen wird.

Bereits nach ein paar Jahren zeigt die Hochglanz-Ehe von Jane und John Smith Ermüdungserscheinungen. Tagsüber vorgeblich als hochbezahlte Manager tätig, abends entweder in der Designerküche oder auf öden Partys zugange, pflegen die beiden ohne Wissen das jeweils anderen ein Doppelleben als Auftragskiller. Als Jane und John eines Tages auf die selbe Zielperson angesetzt werden, fliegt ihre Tarnung auf. Es entbrennt eine heiße Katz-und-Maus-Jagd, bei der sich Mr. und Mrs. Smith wieder merklich näher kommen.

Kritik zu Mr. & Mrs. Smith

Die Volksmoral hält es für fragwürdig, bei einer Eheschließung nur ans Geld zu denken. Ökonomisch vertretbar ist es aber nicht nur in Seniorenbetreuungsbeziehungen. Den besten Beweis dafür liefern die Produzenten von "Mr. & Mrs. Smith", die für ihre Big Budget-Hochzeit von Beziehungskomödie und Actionabenteuer zwei Superstars verkuppelten und damit an den amerikanischen Kinokassen einen 50 Millionen-Dollar-Blitz-Triumph verzeichneten. Ähnliche Starteuphorie ist auch bei uns zu erwarten, denn diese Traumpaarung ist ein magnetischer Köder und als Attraktion ein Versprechen, das diese Unterhaltungsmaschine auch einlöst.

Der Film zur Schlagzeile, zur vermeintlichen Romanze von Brad Pitt und Angelina Jolie, vermischt die Kern-Konstellation von John Hustons schwarzer Mafiakomödie "Die Ehre der Prizzis" mit dem parodistischen Actionzirkus von "3 Engel für Charlie". Von Beginn an auffällig ist der unterschiedliche Ansatz in der Inszenierung von Mensch und Material. Die Stars zeigen nuanciertes Understatement, erzeugen Komik im kleinen Detail, mit ungläubigem Blick oder einer dramatisch eingesetzten Augenbraue. Die Actionszenen sind überlebensgroße Angriffs- und Zerstörungsarrangements mit Übertreibung als Stilmittel. Diese Kombination generiert gerade in der ersten Hälfte witzige, selbstironische Sequenzen, während in den letzten Akten die Abstimmung etwas verloren geht und der Film im Actionanspruch die Zuschauersynapsen nicht mehr stimuliert, sondern planiert. Im Unterschied zu "Die Ehre der Prizzis" ist die Handlung in einem völlig realitätsfreien Raum angesiedelt, lässt Fragen zu Hinter- und Beweggründen unbeantwortet. Wer Glaubwürdigkeit im Eventfilm für verzichtbar hält, wird bei diesem Ehekrieg von Doug Liman ("Die Bourne Verschwörung") seinen Spaß haben.

Mit einem Kurzrückblick führt das Drehbuch zu den Anfängen der Smith & Smith-Allianz zurück. Sechs Jahre später gibt es nicht nur erotisch keine Berührungspunkte mehr. Im keimfreien Luxusambiente hat nicht einmal Restleidenschaft zum Streiten überdauert, obwohl John die neuen Vorhänge und ihre Kochkünste, Jane sein allgemeines Desinteresse an ihr hasst. Ein cooler, lässiger Ton liegt über diesen witzigen Sequenzen der Vereisung, humoristisch unterstützt von kleinen visuellen Kabinettstückchen, die auf das große Geheimnis dieser Ehe verweisen (Jolies zirkusreifer Balanceakt auf dem Stuhl). Ohne es zu wissen, sind beide Partner Profikiller mit nebulösen Auftraggebern. Pitt tendiert dabei zum Neandertaler, wirkt grober in Technik und Methodik, arbeitet mit seinem Kumpel (Komikgarantie: Vince Vaughn) im Billig-Büro. Jolie dagegen verkörpert Eleganz und steife Aristokratie, erledigt ihre Jobs konzentriert und mit Hi-Tech-Hilfe einer Todesagentur, für die nur Amazonen arbeiten. Als beide auf die gleiche Person angesetzt werden, fliegt ihre Tarnung auf, wollen die Bosse die sofortige Terminierung des Konkurrenten. Das erste Dinner nach dieser Enthüllung steht unter dem Vorzeichen massiver Paranoia und endet mit Jolies Flucht, weil Pitt sich partout mit der Knarre in der Hand erklären will. Von nun an herrscht Krieg, attackiert man sich auf der Straße, im Restaurant, im Büro und - in der martialischsten Sequenz- auch zu Hause, bis das opulent aufgeführte S & M-Vorspiel keusch im Off in Erfüllung gipfelt. Danach koalieren die Kräfte, flieht das Paar vor den Verfolgern, diskutiert im Bleihagel Eheinternas. In einer Mall kommt es schließlich zum Finale Grande, löst sich das Drehbuch im Actiongewitter auf, während die Opferbilanz steigt.

Moralisch ist "Mr. & Mrs. Smith" nur beim Sex, nicht bei der Gewalt. Ausgeteilt wird von beiden Seiten, wobei Jolie getreu ihrem Image als dangerous woman noch härter und kompromissloser wirkt. Am Ende spiegelt der Film mitunter den Verlauf der gezeigten Ehe, wird aber dank des Charismas der Stars und der beim Publikum beliebten Kombination aus Action und Komödie Kinowelt wieder in den Millionärsclub zurückführen. kob.

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Info

Plakat des Films: Mr. & Mrs. Smith
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 21.07.2005

USA 2005

Länge: 2 h 0 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Mr. & Mrs. Smith

Regie: Doug Liman

Drehbuch: Simon Kinberg

Musik: John Powell

Produktion: Arnon Milchan, Simon Kinberg, Akiva Goldsman, Lucas Foster, Patrick Wachsberger, Eric McLeod

Kostüme: Michael Kaplan

Kamera: Bojan Bazelli

Schnitt: Michael Tronick

Ausstattung: Jeff Mann, David Sandefur, Keith Neely

Website: http://www.smith-derfilm.de