Hitchcock-Hommage, bei der Sandra Bullock als Polizistin zwei Teenage-Killer zu überführen versucht.

Kinostart: nicht bekannt

Sandra Bullock

Sandra Bullock
als Cassie Mayweather

Ben Chaplin
als Sam Kennedy

Ryan Gosling

Ryan Gosling
als Richard Haywood

Michael Pitt
als Justin Pendleton

Agnes Bruckner
als Lisa Mills

Chris Penn
als Ray

Ralph Seymour

R.D. Call
als Captain Rod Cody

Nick Offerman

Tom Verica
als Al Swanson

Janni Brenn
als Ms. Elder

John Vickery
als Restaurantmanager

Michael Canavan
als Mr. Chechi

Krista Carpenter
als Olivia Lake

Nancy Osborne
als Richards Mutter

Christine Healy
als Justins Mutter

Sharon Madden
als Krankenschwester

John Doolittle

Adilah Barnes

Dennis Cockrum

Eric Saiet

Die Handlung von Mord nach Plan

Die hartgesottene Polizistin Cassie Mayweather (Sandra Bullock) wird mit der Untersuchung des Mordes an einer jungen Frau beauftragt. Ihr zur Seite steht ihr neuer Kollege Sam (Ben Chaplin). Erste Spuren führen zum priviligierten Highschoolschüler Richard Haywood (Ryan Gosling), der jedoch ein Alibi vorweisen kann. Als sich die Ermittlungen auf Ray (Chris Penn), den Hausmeister von Richards Schule, konzentrieren, flüchtet dieser und begeht offenbar Selbstmord. Für Sam ist der Fall damit abgeschlossen, während Cassie - die selbst ein dunkles Geheimnis birgt - davon überzeugt bleibt, dass Richard und sein Mitschüler Justin (Michael Pitt) die wahren Täter sind.

Auf Hochglanz polierter Kriminalthriller, für den sich Barbet Schroeder ("Desperate Measures") deutliche Anleihen bei Altmeister Hitchcock ("Cocktail für eine Leiche") nimmt.

Als eine junge Frau ermordet aufgefunden wird, führt die Spur zum priviligierten Highschoolschüler Richard Haywood. Doch er hat ein Alibi und die Indizien deuten auf den Hausmeister, der flüchtet und scheinbar Selbstmord begeht. Doch die taffe Polizistin Cassie Mayweather ist davon überzeugt, dass Richard und sein Mitschüler Justin Pendleton die wahren Täter sind.

Gemeinsam mit ihrem neuen Partner Sam Kennedy wird die erfahrene Indizienexpertin Cassie Mayweather mit der Aufklärung eines Mordfalls betraut. Zunächst deutet alles darauf hin, dass die Tote, eine junge Frau, Opfer einer sinnlosen Gewalttat wurde. Doch Cassie, an ihre eigene, lange verdrängte Vergangenheit erinnert, spürt intuitiv, dass etwas nicht stimmt. Allmählich entwickelt sie eine unglaubliche Theorie: Die Frau musste nur deshalb sterben, weil der Killer den perfekten Mord begehen wollte. Bei ihren Recherchen stößt Cassie auf zwei Verdächtige...

Die erfahrene Indizienexpertin Cassie Mayweather wird mit der Aufklärung eines Mordfalls betraut. Allmählich entwickelt sie eine unglaubliche Theorie: Das Opfer musste nur deshalb sterben, weil der Killer den perfekten Mord begehen wollte. Hitchcock-Hommage unter der routinierten Regie von Barbet Schroeder mit Sandra Bullock als anziehender Gesetzeshüterin.

Kritik zu Mord nach Plan

Nach der Darstellung einer ungehobelten FBI-Agentin in "Miss Undercover" schlüpft Sandra Bullock erneut in die Rolle einer taffen Gesetzeshüterin. Doch diesmal handelt es sich nicht um eine charmante romantische Komödie, sondern um einen auf optischen Hochglanz polierten Kriminalthriller. Dabei steht die zudem als ausführende Produzentin fungierende Hauptdarstellerin nicht allein im Scheinwerferlicht. Ebenbürtig von Interesse in dieser routinierten Hitchcock-Hommage Barbet Schroeders sind die beiden charismatischen Nachwuchstalente Ryan Gosling ("The Believer") und Michael Pitt ("Hedwig and the Angry Inch") als kaltblütig mordende Teenager, die aus purer Langeweile versuchen, den "perfekten Mord" zu begehen.

Wie bei des Suspense-Großmeisters "Ein Cocktail für ein Leiche" dienen die beiden jugendlichen Killer Richard Loeb und Nathan Leopold als Vorlage, die 1924 in Chicago ein beliebig ausgesuchtes Opfer umbrachten, um ihre philosophisch begründete Überlegenheit zu demonstrieren. Abgesehen von einer gewissen Modernisierung ändert Drehbuchautor Tony Gayton, der auch den Drogenfreak-Thriller "Salton Sea" mit Val Kilmer verfasste, kaum etwas an der Prämisse, bestenfalls fügt er noch das Porträt einer von ihren eigenen Dämonen gebeutelten Polizistin hinzu. Die Charakterisierung dieser abgebrühten Einzelgängerin wird von Barbet Schroeder ("Die Affäre der Sunny von B.") mit einiger Detailgenauigkeit versehen, widmete er sich doch bereits in dem Psychothriller "Weiblich, ledig, jung sucht..." den seelischen Abgründen einer weiblichen Protagonistin.

Die kompetente Kommissarin des Morddezernats, Cassie Mayweather (Bullock), wird von ihren Kollegen "die Hyäne" genannt. Sie lebt allein auf einem Hausboot, trinkt wie ein Matrose und behandelt ihren neuesten (Sex)Partner Sam Kennedy (Ben Chaplin, der zuletzt von Nicole Kidman in "Birthday Girl" herumkommandiert wurde) mit machohafter Herablassung. Gemeinsam bearbeiten sie den Fall einer jungen ermordeten Frau. Schon nach kurzer Zeit führt ein Schuhabdruck am Tatort zu dem priviligierten Schüler Richard Haywood (Gosling). Der Junge hat scheinbar alles: gutes Aussehen, Geld, Intellekt und ein Alibi. Doch Cassie kann sich des Gefühls nicht erwehren, das etwas nicht mit ihm stimmt. Eine Reihe von Indizien deuten auf den Hausmeister der Highschool (Chris Penn), der flüchtet und kurze Zeit darauf scheinbar Selbstmord begeht. Aber Cassie ist nach wie vor davon überzeugt, dass der selbstsichere Richard und sein begabter, schüchterner Mitschüler Justin Pendleton (Pitt) die wahren Täter sind. Ein spannendes Katz- und Mausspiel beginnt.

Mit dem Einstreuen von kleinen Indizien werden Verweise auf das traumatische Geheimnis in Det. Mayweathers Vergangenheit gegeben, die es Miss Bullock erlauben, in ihrer Rolle als seelisch sowie körperlich vernarbte Frau zu glänzen. Parallel dazu wird die homoerotisch nuancierte Beziehung zwischen den beiden Jungen ausgerollt. Mit zwei weniger talentierten Schauspielern hätten ihre Absinth geschwängerten Treffen in einem leerstehenden "Rebecca"-Küstenhaus, bei denen sie über Verbrechen und Freiheit sinnieren, womöglich unfreiwillig komisch gewirkt, doch Gosling und Pitt bieten faszinierende Facetten ihrer Figuren an. Ein wenig kurz kommt hingegen das eigentliche Krimielement, das der stets an psychologische Zusammenhänge interessierte Schroeder beliebig abhakt. Für das "Vertigo"-inspirierte Finale wird dann jedoch noch kräftig der Suspense angezogen. Solide Zahlen dürften dank Bullocks breiter Fangemeinde vorprogrammiert sein. ara.

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Info

Plakat des Films: Mord nach Plan
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: nicht bekannt

USA 2002

Länge: 2 h 0 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Murder by Numbers

Regie: Barbet Schroeder

Drehbuch: Tony Gayton

Musik: Clint Mansell

Produktion: Richard Crystal, Barbet Schroeder, Susan Hoffman

Kostüme: Carol Oditz

Kamera: Luciano Tovoli

Schnitt: Lee Percy

Ausstattung: Stuart Wurtzel, Tom Valentine