Dritter und bislang aufwändigster Auftrag des Agententeams um Ethan Hunt aka Tom Cruise.

Kinostart: 04.05.2006

Tom Cruise

Tom Cruise
als Ethan Hunt

Philip Seymour Hoffman

Philip Seymour Hoffman
als Owen Davian

Ving Rhames
als Luther Stickell

Billy Crudup
als John Musgrave

Michelle Monaghan
als Julia

Jonathan Rhys Meyers
als Declan

Keri Russell
als Lindsey

Laurence Fishburne
als John Brassel

Simon Pegg
als Benji Dunn

Maggie Q
als Zhen

Michael Berry
als Kimbrough

Carla Gallo
als Beth

José Zúñiga
als Agent Pete

Rose Rollins
als Ellie

Handlung

Dieses mal wird's persönlich: Owen Davian (Philip Seymour Hoffman), ein Psychopath reinsten Wassers und erbitterter Erzfeind von Agent Ethan Hunt (Tom Cruise), beantwortet seine Verhaftung mit einem spektakulären Rachefeldzug. Nicht nur muss Hunt persönlich sterben, er soll zuvor noch der Vernichtung von Freunden, Kollegen und seiner großen Liebe ins Auge blicken.

Nach langen Turbulenzen hinter der Kamera endlich am Start: Das dritte und teuerste Abenteuer aus der Big-Budget-Actionserie mit Amerikas Antwort auf James Bond. Jeffrey Abrams, Mastermind hinter "Lost" und "Alias", inszenierte.

Eigentlich hat sich Ethan Hunt aus der aufreibenden Existenz eines IMF-Agenten zurückgezogen und arbeitet nur noch sporadisch als Ausbilder - der Liebe wegen, zur Krankenschwester Julia, die nichts von Ethans Aktivitäten weiß. Dabei bleibt es natürlich nicht: Weil sich seine einst beste Schülerin in Lebensgefahr befindet, nimmt Ethan mit neuem Team eine neue Mission in Berlin an. Sie schlägt fehl und Hunt nimmt den internationalen Waffenhehler Owen Davian ins Visier.

Ethan Hunt hat sich zur Ruhe gesetzt und möchte mit der süßen Julia eine Familie gründen. Doch dann ruft man ihn zu einer allerletzten Mission. Hunts Kollegin Lindsey ist in die Fänge des gemeingefährlichen Psychopathen Owen Davian geraten. Die folgende interkontinentale Hatz führt den Superagenten über Berlin und den Vatikan bis ins fernöstliche Schanghai, wo es zum Showdown kommt. Dort muss Hunt seine inzwischen von Davian entführte Julia befreien und eine Zeitbombe, die unter seiner Schädeldecke tickt, deaktivieren.

Kritik

Action bis zum Herzstillstand: Unverkennbar ist der dritte unmögliche Auftrag, den Tom Cruise als Ethan Hunt zu absolvieren hat, das Werk von "Alias"-Schöpfer J.J. Abrams, der mit dem Big-Budget-Agentenfilm sein Kinodebüt gibt - und der dem seit 2000 pausierenden Franchise zu neuem Leben verhilft: mit einer wilde Haken schlagenden Story, einem ausgezeichneten Bösewicht, der von Oscar-Gewinner Philip Seymour Hoffman beängstigend und schnörkellos gespielt wird, und einer Actionchoreographie, die ihresgleichen sucht.

Labyrinthartige Plots sind von Anbeginn das Markenzeichen der "Mission: Impossible"-Franchise. Brian De Palma nutzte sein vertracktes Storykonstrukt im ersten Film für eine elegante, in sich ruhende Fingerübung, John Woo errichtete in der Fortsetzung auf seinem Vertrauter-Feind-Szenario eine bis zum Äußersten stilisierte Action-Oper. Wie beim Erfinder der komplexen Agentenserie "Alias" nicht anders zu erwarten, ist im Re-Boot der Serie nicht so sehr die visuelle Umsetzung, sondern der spielerische Umgang mit der Handlung selbst die raison d'être: Schon die erste Szene, in der man Ethan Hunt in einem Moment höchster Anspannung von Angesicht zu Angesicht mit seinem Gegenspieler, dem enigmatischen Owen Davian erlebt, und als Zuschauer völlig unvorbereitet mit einem Szenario auf Leben und Tod konfrontiert wird, ist J.J. Abrams pur - wie natürlich auch der erlösende und radikale Cut zu einer Mega-Rückblende, die in den nächsten 100 Minuten illuminiert, wie es zur buchstäblichen Höllenfahrt von Ethan Hunt kommen konnte.

Denn ganz zu Anfang hat er sich eigentlich zurückgezogen aus der aufreibenden Existenz eines IMF-Agenten und arbeitet nur noch sporadisch als Ausbilder - der Liebe wegen, zu der hinreißenden Krankenschwester Julia (Michelle Monaghan, die Entdeckung aus "Kiss Kiss Bang Bang"), die nichts von Ethans Aktivitäten weiß. Dabei bleibt es natürlich nicht: Weil sich seine einst beste Schülerin in Lebensgefahr befindet, nimmt Ethan mit neuem Team - neben dem aus den ersten beiden Filmen bekannten Ving Rhames als Luther Stickell erhöhen Jonathan Rhys Myers und Maggie Q den Sexy-Quotienten beträchtlich - eine neue Mission in Berlin an (gedreht ausschließlich in Kalifornien). Sie schlägt fehl, mit tragischen Konsequenzen, was die Triebfeder für Hunt ist, den internationalen Waffenhehler Owen Davian ins Visier zu nehmen, und dem Film Anlass gibt, nach Rom und Schanghai zu reisen und nebenher drei fulminante Actionsequenzen aus dem Ärmel zu schütteln. Vor allem die Befreiung von Davian aus IMF-Gewahrsam auf einer Brücke in Virginia lässt nichts zu wünschen übrig: So würde Michael Bay gerne Action inszenieren.

Wenn "M:I:III" schließlich wieder da ankommt, wo er begonnen hat, zahlt sich aus, dass Abrams zwei Handlungsfäden parallel laufen ließ: An dieser Stelle lässt der Regisseur Hunts Liebesgeschichte erstmals mit der Jagd auf Davian zusammenlaufen und erzielt damit eine Emotionalität, die den anschließenden Showdown des Films zu einem Actionballett auf Liebe und Tod machen. Bis zum Herzstillstand. Dazu gibt es Überraschungen, Finten, verdeckte Identitäten, ungeahnte Allianzen, wie sie seit "Alias" und "24" unerlässlich sind im Agentengenre. Dabei bleibt der Film immer in Bewegung, gönnt sich keinen Moment Auszeit, ist trotz seines üppigen Personals immer ganz klar und ökonomisch und doch wunderbar unübersichtlich. Wenn Abrams im schönsten Moment Tom Cruise ungeschnitten einfach nur einen Fluss in Schanghai entlang laufen lässt, dann stellt sich eine ungeahnte Ruhe ein - eine Ruhe vor dem Sturm, der zugleich fulminantes Regiedebüt, clever arrangiertes Starvehikel und ganz einfach ein toller "Mission: Impossible"-Film ist. ts.

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Info

Plakat des Films: Mission: Impossible III
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 04.05.2006

USA 2006

Länge: 2 h 6 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Mission: Impossible III

Regie: J.J. Abrams

Drehbuch: J.J. Abrams, Alex Kurtzman, Roberto Orci

Musik: Michael Giacchino, Lalo Schifrin

Produktion: Tom Cruise, Paula Wagner

Kostüme: Colleen Atwood

Kamera: Dan Mindel

Schnitt: Mary Jo Markey, Marianne Brandon

Ausstattung: Scott Chambliss

Website: http://www.mission-impossible3.de, http://movies.uip.de/mi3

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