Die Geschichte einer jungen mexikanischen Frau, die Schönheitskönigin werden will und in den Drogenkrieg gerät.

Kinostart: 18.10.2012

Stephanie Sigman

Stephanie Sigman
als Laura Guerrero

Noé Hernández
als Lino Valdez

James Russo

James Russo
als Jimmy

José Yenque
als Kike Cam

Juan Carlos Galván
als Arturo Guerrero

Irene Azuela
als Jessica Berlanga

Javier Zaragoza
als Ram

Lakshmi Picazo
als Azucena „Suzu“ Ramos

Miguel Couturier
als General Salom

Handlung

Die 23-jährige Laura ist in bescheidenen Verhältnissen in der mexikanischen Grenzstadt Tijuana aufgewachsen und hofft, durch den Gewinn des lokalen Schönheitswettbewerbs "Miss Baja California" ihrer Familie ein würdigeres Leben ermöglichen zu können. Als sie bei einem Discobesuch Zeuge eines Massakers des Drogenkartells an der Polizei wird und sie anschließend ihre verschwundene Freundin sucht, gerät sie in die Fänge des Bandenführers Lino, der sie erpresst, für ihn als Drogenkurier zu arbeiten.

Die 23-jährige Laura ist in bescheidenen Verhältnissen in der mexikanischen Grenzstadt Tijuana aufgewachsen und hofft, durch den Gewinn des lokalen Schönheitswettbewerbs "Miss Baja California" ihrer Familie ein würdigeres Leben ermöglichen zu können. Als sie bei einem Discobesuch Zeuge eines Massakers des Drogenkartells an der Polizei wird und anschließend ihre verschwundene Freundin sucht, gerät sie in die Fänge des Bandenführers Lino, der sie erpresst, für ihn als Drogenkurier zu arbeiten.

Eine junge mexikanische Frau will Schönheitskönigin werden und gerät in die Mühlen des Drogenkriegs. Mexikanischer Oscar-Vorschlag, der mit den Mitteln des Thrillers eines harte, wahre Geschichte erzählt.

Kritik

Eindringlicher Arthouse-Thriller über eine junge Mexikanerin, die - wie ihr ganzes Land - in den Würgegriff des Drogenkriegs gerät.

Ein beklemmendes Lehrstück über die Ausweg- und Gnadenlosigkeit, mit der die Zivilbevölkerung zu Zehntausenden Opfer des seit 2006 tobenden Drogenkriegs in Nordmexiko wird, hat Gerardo Naranjo ("I'm Gonna Explode") mit seinem stilistisch meisterhaften Arthouse-Thrillerdrama erschaffen, das Mexiko zur Nominierung für einen Oscar einreichte. Die parabelhafte Studie um eine Unschuldige, die zwischen die Fronten von Drogenbanden und Militär gerät, ist eine Mischung aus dem erschreckenden Realismus von "Gomorrha" und der Leidensgeschichte "Maria voll der Gnade", versehen mit Anleihen bei "Traffic" und so atemberaubend stilstark inszeniert wie P.T. Andersons "There Will Be Blood".

Die Titelheldin heißt Laura Guerrero (grandios: Stephanie Sigman) und ihr Schicksal basiert auf dem der als "Miss Narco" bekannt gewordenen Schönheitskönigin Laura Zúñiga. Die hübsche 23-jährige lebt in bescheidenen Verhältnissen in der berüchtigten Gewalthochburg Tijuana. Als sie sich in der Hoffnung auf ein besseres Leben zur "Miss Baja California" bewirbt, wird sie Zeugin eines Massakers von Kartellkillern an DEA-Agenten. Verängstigt sucht Laura nach ihrer dabei verschwundenen Freundin und wird von der korrupten Polizei prompt ans Kartell ausgeliefert, deren Anführer Lino (Noe Hernandez) sie zu Handlangerdiensten zwingt.

Damit ist sie in den Fängen der Krake namens organisiertes Verbrechen - sie ist einen Pakt mit dem Teufel eingegangen. Wie lapidar Naranjo die Unausweichlichkeit ihrer Lage schildert, in engen Kadragen, ohne jede Erklärungen, zeigt bravourös, wie sehr die bestens vernetzten Gangster alles kontrollieren und sich jeder fügen muss. Lauras späterer Sieg bei der Miss Baja-Wahl wird gekauft - ihr Traum verwandelt sich in einen Alptraum, dient sie doch als Lockvogel in einem Attentat, dessen Durchführung sie nicht verhindern kann und überdies dafür büßen muss.

Traurig, stumm und mit gesenktem Kopf trottet Sigman als Laura durch den in blasse Farben gehaltenen, bewusst unterbelichteten Film und erträgt Gewalt, Erniedrigung, Missbrauch, duckt sich im Dauerfeuer der automatischen Waffen im Kriegsgebiet ihrer Heimatstadt. Dass sich ihr permanenter Angstzustand in ein vor Anspannung vibrierendes Indie-Drama fern aller Mexiko-Klischees überträgt, ist auch der Verdienst der faszinierenden Kameraarbeit, die dokumentarisch nüchtern über die Sterbenden blickt - aber das so stilstreng wie europäisches Kunstkino. Im Kontrast zwischen naiver Scheinwelt des Schönheitswettbewerbs und grauenvoller Wirklichkeit entfaltet sich die ganze Tragödie Mexikos. tk.

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Info

  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 18.10.2012

Mexiko 2011

Länge: 1 h 54 min

Genre: Drama

Originaltitel: Miss Bala

Regie: Gerardo Naranjo

Drehbuch: Mauricio Katz, Gerardo Naranjo

Musik: Emilio Kauderer

Produktion: Pablo Cruz

Kostüme: Anna Terrazas

Kamera: Matyas Erdély

Schnitt: Gerardo Naranjo

Ausstattung: Ivonne Fuentes

Website: http://www.fox.de/cinema/miss_bala