Anarchische Komödie über entlassene Fabrikarbeiterinnen, die einen Hitman auf ihren Ex-Boss ansetzen.

Kinostart: 24.09.2009

Yolande Moreau
als Louise

Bouli Lanners
als Michel

Sylvie Hiel
als Sylvie

Mathieu Kassovitz
als Landwirt

Benoît Poelvoorde
als Ingenieur

Jacqueline Knuysen
als Jackie

Pierette Broodthaers
als Pierette

Handlung

Die Arbeiterinnen in einer Fabrik in der Picardie sind perplex. Da haben sie auf Urlaub verzichtet und kostenlose Überstunden geleistet, um ihre Arbeitsplätze zu sichern, und dann stehen sie eines Morgens in der über Nacht leer geräumten Halle. Der Chef hat sich aus dem Staub gemacht. Eine Gruppe von zehn Frauen überlegt, wie sie etwas Neues auf die Beine stellen könnten. Louises Vorschlag, einen Hitman zu engagieren und ihn auf den verschwundenen Boss an zu setzen, gefällt allen. Louise treibt Michel auf, der eigentlich keiner Fliege etwas zuleide tun kann.

Die Arbeiterinnen in einer Fabrik in der Picardie sind perplex. Sie haben auf Urlaub verzichtet, um ihre Arbeitsplätze zu sichern, und dann stehen sie eines Morgens in der über Nacht leer geräumten Halle. Der Chef hat sich aus dem Staub gemacht. Eine Gruppe von zehn Frauen überlegt, wie sie etwas Neues auf die Beine stellen könnten. Louises Vorschlag, einen Hitman zu engagieren und ihn auf den verschwundenen Boss anzusetzen, gefällt allen. Louise treibt Michel auf, der eigentlich keiner Fliege etwas zu Leide tun kann.

Kritik

Anarchische und politisch unkorrekte Komödie über die skurrile Rache entlassener Fabrikarbeiterinnen, die einen Hitman auf ihren Ex-Boss ansetzen.

Der passende Film zum Turbo-Kapitalismus: Nicht das erste Mal wird in Europa eine Fabrik geschlossen, um woanders billiger zu produzieren oder auch nur, um die Bosse zu bereichern. Die Arbeiterinnen in der Picardie sind perplex. Da haben sie auf mehr Lohn und den gesetzlichen Urlaub verzichtet, kostenlose Überstunden geleistet, um ihre Arbeitsplätze zu sichern und dann stehen sie eines Morgens in der über Nacht leer geräumten Halle. Der Chef hat sich aus dem Staub gemacht, obwohl er ihnen noch einen Tag vorher hellblaue Kittel mit eingesticktem Namen schenkte als Zeichen der Konsolidierung, wie sie glaubten. Eine Gruppe von zehn Frauen überlegt, die Abfindung von 2000 Euro pro Kopf für jahrelange Schufterei zusammenzuwerfen und etwas Neues auf die Beine zu stellen. Nach einigen obsoleten Geschäftsvorschlägen meldet sich die sonst sehr schweigsame und nicht als besonders helle geltende Louise zu Wort. Warum nicht einen Hitman bezahlen und den verschwundenen Boss umbringen? Die Idee gefällt und Louise treibt den Berufskiller Michel auf, der eigentlich keiner Fliege etwas zuleide und noch nicht mal einen Hund erschießen kann. Das Projekt entpuppt sich durch die verzweigte Konzernstruktur als schwierig. Gemeinsam machen sich die Zwei auf die Suche und bald pflastern Leichen ihren Weg (auch wenn "nur" Michels krebskranker Cousin am Abzug zieht und schon mal der falsche Mann ins Gras beisst).

Von Amien über Brüssel bis ins Steuerparadies der Insel Jersey geht der schwarzhumorige Trip in Tradition eines Aki Kaurismäki ohne Rücksicht auf Moral, Ethik oder gesellschaftlichen Konsens. Die Verrücktheit unterstreichen schiefe Kamera- und extreme Weitwinkel. Das Werk ist auch eine augenzwinkernde Verneigung vor der historischen Louise Michel, der Sozial-Revolutionärin und populärsten Wortführerin eines anarchischen Sozialismus aus der Zeit der Pariser Commune von 1871. In Benoît Delépines und Gustave Kerverns mit giftigen One-Linern gespickten "Sozialwestern" stehen sich zwei Parteien gegenüber - ganz normale arbeitende Leute, die gegen das Gesetz verstoßen und plötzlich zu den Bösen zählen, und die wirklich Bösen, die unbehelligt vom Staat keine Gesetze kennen und sich in Wohlstandsnischen zurückziehen. Schwärzer geht's nicht. mk.

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Info

  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 24.09.2009

Frankreich 2008

Länge: 1 h 35 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Louise-Michel

Regie: Gustave Kervern, Benoît Delépine

Drehbuch: Gustave Kervern, Benoît Delépine

Musik: Gaëtan Roussel

Produktion: Mathieu Kassovitz, Benoit Jaubert

Kamera: Hugues Poulain

Schnitt: Stéphane Elmadjian

Ausstattung: Paul Chapelle

Website: http://www.louisehiresacontractkiller.de/