Comedydrama um das Beziehungschaos in L.A., das mit einem beachtlichen Ensemble und einer ansprechenden Optik aufwartet, von der Story her jedoch eher oberflächlich ist.

Kinostart: nicht bekannt

Gillian Anderson

Gillian Anderson
als Meredith

Angelina Jolie

Angelina Jolie
als Joan

Madeleine Stowe

Madeleine Stowe
als Gracie

Anthony Edwards
als Roger

Ryan Phillippe
als Keenan

Gena Rowlands
als Hannah

Sean Connery
als Paul

Dennis Quaid
als Hugh

Ellen Burstyn
als Mildred

Jay Mohr
als Mark

Jon Stewart
als Trent

Nastassja Kinski
als Melanie

Patricia Clarkson
als Allison

Die Handlung von Leben und Lieben in L.A.

Hannah und Paul stecken nach 40 Jahren Ehe in einer Krise. Roger und Gracie machen sich in ihrer rein sexuellen Beziehung gegenseitig etwas vor, während Gracies Mann Hugh seinen abendlichen Barbekanntschaften herzerweichende Storys auftischt. Auf episodenhafte Weise erzählt der Film von elf Menschen in Los Angeles und ihrer Suche nach Liebe und persönlichem Glück.

Elf Menschen, jeder auf der Suche nach seiner persönlichen Vorstellung von Liebe und Glück. Sechs Beziehungen, jede auf ihre Art und Weise verworren. Acht Tage und Nächte wird die schillernde Metropole Los Angeles zum Schauplatz für Beziehungsängste, Ehekrisen, sexuelle Verwirrspiele, Lebenslügen und die Suche nach dem Traumpartner. Unterschiedliche Generationen und Lebensstile, verschiedene Schicksale - aber dennoch wird letztendlich jede einzelne Geschichte auf wundersame Weise doch wieder Teil eines großen Ganzen.

Elf Menschen auf der Suche nach der persönlichen Vorstellung von Liebe und Glück, sechs Beziehungen, von denen jede auf ihre Art und Weise verworren ist: Ensemble-Drama, das in "Short Cuts"-Manier um das Thema Liebe kreist und mit Hollywood-Starbesetzung aufwarten kann.

Kritik zu Leben und Lieben in L.A.

Ursprünglich sollte Willard Carrols Ensemblefilm "Dancing About Architecture" heißen, was von Protagonistin Angelina Jolie in der Eröffnungssequenz als Umschreibung dafür erklärt wird, daß "über Liebe zu reden, tanzen über Architektur gleichkäme". Bezeichnenderweise tänzelt der Regisseur und Drehbuchautor in seiner mosaikhaft strukturierten Zelluloid-Konstruktion manchmal ein wenig geziert, wenn auch optisch formvollendet um die Kernthemen von Liebe und Vertrauen. Die episodenhafte Erzählweise des Comedydramas, das sechs lose miteinander verwobene Beziehungskonstellationen betrachtet, erinnert an "Short Cuts" - und wie dessen Regisseur Robert Altman hat auch Carroll das Privileg, mit einer stargespickten Besetzung arbeiten zu können.

Das beachtliche Ensemble umfaßt immerhin Sean Connery und Gena Rowlands als seit 40 Jahren verheiratetes Ehepaar, das sich wegen seines Gehirntumors und einer lange zurückliegenden Affäre in einer schweren Krise befindet. "Akte X"-Agentin Gillian Anderson ist als beziehungsphobische Theaterregissseurin zu sehen, die von einem Zu-gut-um-wahr-zu-sein-Architekten in Gestalt von Jon Stewart umworben wird. Angelina Jolie porträtiert einen selbstsicheren Nachtfalter, der sich zunächst am introvertierten Clubkid Ryan Phillippe die Zähne ausbeißt. Madleine Stowe vergnügt sich mit ihrem Lover (Anthony Edwards), während ihr Gatte Dennis Quaid jeden Abend Barbekanntschaften (darunter Nastassja Kinski) eine neue herzerweichende Story auftischt. Ellen Burstyn und Jay Mohr (trotz mitleidserregendem Totenbett-Makeup wirkt er eher hohl als herzzerreißend) spielen Mutter und Sohn, die erstmals kurz vor seinem bevorstehenden Aids-Tod wirklich intime Gespräche miteinander führen. Zwischen den einzelnen Paaren wird in relativ kurzen Szenen hin- und hergependelt, wobei häufig Tag/Nacht-Überblendungen von der Los-Angeles-Skyline die Überbrückung bilden. Die Dialoge wirken gerade in ihrer präzisen Geschliffenheit ein wenig artifiziell und affektiert. Inbrünstig erklärte "I love you"-s zwischen Partnern, die sich kaum kennen, wollen in ihrer emotionalen Dringlichkeit nicht immer so recht mitreißen. Dank stilvoller Kameraarbeit und einem eleganten Produktionsdesign ist die visuelle Umsetzung dieses Gefühlskaleidoskops ansprechend, und auch der relativ unaufdringliche Score geht gut ins Ohr. Zum Schluß werden die Verbindungen zwischen den einzelnen Beteiligten offenbart, auch wenn mit sonderlich unerwarteten Überraschungen kaum aufgewartet wird. Insgesamt sind die Vignetten allesamt amüsant und anrührend genug, um das Publikum auf seinem Beziehungs-Parcours kurzweilig zu unterhalten. ara.

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Info

Plakat des Films: Leben und Lieben in L.A.
  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: nicht bekannt

USA 1998

Länge: 2 h 1 min

Genre: Drama

Originaltitel: Playing by Heart

Regie: Willard Carroll

Musik: John Barry

Produktion: Meg Liberman, Thomas L. Wilhite

Kostüme: April Ferry

Kamera: Vilmos Zsigmond

Schnitt: Pietro Scalia

Ausstattung: Melissa Stewart, Charlie Daboub