Zwischen Politdrama und Thriller angesiedelte Geschichte einer Lügendetektorspezialistin, die unter Mordverdacht gerät.

Kinostart: 04.07.2013

Rayna Campbell
als Layla Fourie

August Diehl

August Diehl
als Eugen Pienaar

Rapule Hendricks
als Kane

Terry Norton
als Constanza Viljoen

Rapulana Seiphemo
als Sipho Khumalo

Jeroen Kranenburg
als Gerrit Viljoen

David Mello
als Petrus

Gérard Rudolf
als Van Niekerk

Yuho Yamashita
als Suzy

Jeanne Balibar

Die Handlung von Layla Fourie

Auf dem Weg zu ihrer ersten Arbeitsstelle, wo sie Job-Kandidaten eines Casinos am Lügendetektor testen soll, fährt die alleinerziehende Schwarzafrikanerin Layla Fourie mit ihrem kleinen Jungen auf dem Beifahrersitz einen Weißen tot und begeht Fahrerflucht. Ausgerechnet der Sohn des Opfers ist der erste Proband an der Maschine. Obgleich von Schuldgefühlen geplagt, kann sie aus Verantwortung für ihr Kind die Tat nicht gestehen und sie verstrickt sich immer mehr in ein Lügennetz.

Kritik zu Layla Fourie

Pia Marais' dritter Film spielt in ihrem Geburtsland Südafrika und erzählt von einer Frau zwischen Lüge und Wahrheit.

Sinnvollerweise muss "Layla Fourie" einen Test am Lügendetektor machen, bevor sie selbst an diesem Gerät arbeiten und Bewerber in einem Casino auf ihre Tauglichkeit testen darf. Dass ausgerechnet sie in eine Zwickmühle zwischen Wahrheit und Lüge gerät, hätte sich die alleinerziehende Schwarzafrikanerin wohl nicht gedacht. Auf dem Weg zu ihrer neuen Arbeitsstelle läuft ihr ein Weißer nachts vors Auto und sie begeht Fahrerflucht, entsorgt die Leiche auf einer Müllkippe, alles unter den Augen ihres Kindes auf dem Beifahrersitz. Dass ausgerechnet der Sohn des Opfers ihr erster Proband an der Maschine ist, gehört zu den Zufällen, die es nur auf der Leinwand gibt. Obgleich von Schuldgefühlen verfolgt, kann sie sich nicht zur Tat bekennen, weil sie sich um ihren Jungen kümmern muss. Hauptdarstellerin Rayna Campbell überzeugt durch Kontrolliertheit in diesem ziemlich verwirrenden Mix aus Thriller und Polit-Story. Der wirkt allerdings ziemlich konstruiert, nicht nur wegen der seltsamen Schicksalsfügungen, sondern auch wegen der plötzlich ausbrechenden sexuellen Anziehung zwischen Campbells Figur und August Diehls Proband, der den nicht ganz durchschaubaren jungen Mann aus einst privilegierter Weißen-Familie spielt, der im ANC-Südafrika um einen Job betteln muss. Neben der Hauptgeschichte, ein mit philosophischen Vorzeichen veredeltes Katz-und-Maus-Spiel, zeichnet Pia Marais mit ihrem Drehbuchautor Horst Markgraf ein Südafrika, in dem weder Schwarz noch Weiß ihren Platz gefunden haben, Verunsicherung herrscht, Gewalt an der Tagesordnung ist und Vertrauen eher eine Ausnahme: eine widersprüchliche und zerrissene Gesellschaft. Die Ambivalenz von Wahrheit und Lügen überschattet das Geschehen, in dem vor allem der junge Rapule Hendricks als Lalyas Sohn zwischen Naivität und Komplizenschaft Emotionen weckt. Kameramann André Chemetoff fokussiert sich auf das Gesicht der Protagonistin, ist ihr immer ganz nah und sorgt für Intensität. mk.

Filmvorschläge

Wertung Questions?

FilmRanking: 37228 -14649

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 04.07.2013

Deutschland/Frankreich/Niederlande/Südafrika 2012

Länge: 1 h 52 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Layla Fourie

Regie: Pia Marais

Drehbuch: Horst Markgraf, Pia Marais

Musik: Bachar Khalifé

Produktion: Claudia Steffen, Christoph Friedel

Kostüme: Maleen Nokel

Kamera: André Chémétoff

Schnitt: Mona Bräuer, Chris Teerink

Ausstattung: Petra Barchi

Website: http://www.realfictionfilme.de/filme/layla-fourie/index.php