Sequel zum französischen Komödienhit "L'Auberge Espagnole" um das Wiedersehen einer internationalen Wohngemeinschaft.

Kinostart: 03.11.2005

Die Handlung von L' auberge espagnole - Wiedersehen in St. Petersburg

Fünf Jahre sind vergangen, seit Möchtegernschriftsteller Xavier (Romain Duris) in einer gemischteuropäischen WG in Barcelona lebte und dabei unter anderem auch die charmante Britin Wendy (Kelly Reilly) kennen lernte. Als dem Luftikus nun nach längerer beruflicher Durststrecke ein lukrativer Drehbuchjob winkt, bei dem er auch noch mit Engländern zusammen arbeiten soll, kommt ihm unweigerlich Wendy in den Sinn. Wendys Bruder William (Kevin Bishop) folgt unterdessen blind verliebt der Balletttänzerin Natacha (Evguenya Obraztsova) nach St. Petersburg.

Ironisches Spiel mit Klischees und natürliche, glaubhaft agierende Charaktere vereinen sich in Cédric Klapischs Sequel zum eigenen Programmkino-Blockbuster.

Xavier und seine multikulturellen Freunde sind fünf Jahre nach ihrem fröhlichen Studentenalltag in einer WG in Barcelona im Berufsalltag angekommen. Mehr schlecht als recht schlägt sich Xavier in Paris als Autor durch, bis sein alter Kumpel William wieder in seinem Leben auftaucht - und dessen Schwester Wendy. Bei Williams Hochzeit in Sankt Petersburg feiern alle ein folgenreiches Wiedersehen.

Fünf Jahre, nachdem er in einer Multikulti-WG in Barcelona seine vielleicht schönste Zeit verlebt hat, ist Xavier im Berufsleben angekommen. Doch leider klappt es bei dem Franzosen mit seiner Karriere als Drehbuchautor ebenso wenig wie mit den Frauen. Da taucht sein alter Kumpel William in Paris auf, und mit ihm dessen Schwester Wendy, die Xavier auf Anhieb fasziniert. Bei Williams feucht-fröhlicher Hochzeit mit einer Russin in St. Petersburg kommt es schließlich zum folgenreichen Wiedersehen mit der ganzen Euro-Meute von Barcelona.

Kritik zu L' auberge espagnole - Wiedersehen in St. Petersburg

Für die Studenten von Cédric Klapischs bunt gemischter Barcelona-WG beginnt fünf Jahre später privat und im Berufsalltag der Ernst des Lebens, suchen sie ihren Weg

zwischen Karriere und Liebe.

Besonders der angehende Schriftsteller Xavier denkt nostalgisch an die unbeschwerte Zeit zurück, während er mit Magenschmerzen seichte TV-Soaps mit kitschigen Sonnenuntergängen und schmalzigen Dialogen schreibt, um sein Baguette zu verdienen. Noch aufreibender als der Job sind die Frauen, immer die falschen pflastern seinen Weg. Nach einigen Beziehungs-Crashs funkt es in London bei Wendy aus der alten Barcelona-WG, die ihm als Koautorin zur Seite stehen soll (Globalisierung: der französische Sender ist vom englischen Medien-Mogul aufgekauft). Doch warum sich nur für eine entscheiden und Treue üben? Bei einem Treffen aller Ex-WG-Bewohner in St. Petersburg anlässlich der Hochzeit eines Freundes kommt es nach Liebeskummer zum rasanten Gefühls-Countdown. Herz, Schmerz, Tränen und Glück - die Fortsetzung von "L'auberge espagnole - Barcelona für ein Jahr" hat es in sich, auch wenn es nicht mehr so locker zugeht und leichte Melancholie mitschwingt. Cédric Klapisch lotet alle Möglichkeiten der Suche nach Mr. und Mrs. Right aus. Da haust die männliche Hauptfigur in einer Lesben-WG, zofft sich mit seiner Ex-Freundin herum, verscherzt es sich bei einer Dessous-Verkäuferin und betrügt seine neue Gefährtin mit einem egozentrischen Model, sprintet zwischen den Betten in Paris und London hin und her. Dazu jede Menge amüsanter Szenen, wenn sich die Damen morgens im wahrsten Sinne des Wortes die Klinke in die Hans geben. Xaviers Stimme aus dem Off leitet durch das Geschehen. Die Handlung hätte auch nur in Paris und London spielen können, St. Petersburg bildet mehr das exotische I-Tüpfelchen. Für Klapisch gibt es zwei Lebenseinstellungen: träumen und aufhören zu träumen. Seine romantischen Helden träumen, ohne den Sinn für Pragmatismus zu verlieren, beißen die Zähne zusammen und schlagen sich durch, fürchten die großen Liebe und ersehnen sie, auch wenn sie im Innersten deren Unmöglichkeit ahnen. Das Leben ist eben eine abschüssige Bahn. Der Mann, der die Frauen liebt, laviert sich durch ein permanentes Auf und Ab - Chaos als Programm. Das Personal aus Barcelona wird angeführt vom umwerfend sexy Romain Duris als sich in amourösen Fallstricken verheddernder Beau, über Audrey Tautou, Kelly Reilly, Cécile de France bis hin zu Kevin Bishop. In Frankreich begeisterte das ausgeklügelte Bäumchen-Wechsel-Dich-Spiel drei Mio Besucher und sollte auch bei uns die Twenty- und Thirty-Somethings treffen. mk.

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Info

Plakat des Films: L' auberge espagnole - Wiedersehen in St. Petersburg
  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 03.11.2005

Frankreich 2005

Länge: 2 h 9 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Les poupées russes

Regie: Cédric Klapisch

Drehbuch: Cédric Klapisch

Musik: Loïc Dury, Laurent Levesque

Produktion: Bruno Levy

Kostüme: Anne Schotte

Kamera: Dominique Colin

Schnitt: Francine Sandberg