Drama von David O. Russell, das die Erfolgsgeschichte von Joy Mangano erzählt, die als alleinerziehende Mutter zu einer der erfolgreichsten Unternehmerinnen der USA wird.

Kinostart: 31.12.2015

Szenenbild aus Joy - Alles außer gewöhnlich mit Jennifer LawrenceJennifer Lawrence

Jennifer Lawrence
als Joy

Robert De Niro

Robert De Niro
als Rudy

Édgar Ramírez

Édgar Ramírez
als Tony Miranne

Isabella Rossellini
als Trudy

Diane Ladd
als Mimi

Virginia Madsen
als Terry

Bradley Cooper
als Neil Walker

Elisabeth Röhm
als Peggy

Handlung

Joy ist Teil einer normalen amerikanischen Familie, deren vier Generationen gemeinsam unter einem Dach wohnen. Bislang ist die junge Frau nicht sonderlich aufgefallen. Das ändert sich, als sie eine geniale Idee hat: den Miracle Mop, den sie patentieren lässt und der sie über Nacht zur Millionärin macht. Das führt aber auch zu Spannungen in der Familie und zu Problemen mit Mitbewerbern, die sich die Butter nicht einfach vom Brot nehmen lassen wollen. Joy muss ihr bislang unbekannte Muskeln spielen lassen, um sich zu behaupten.

Kritik

Warmherzige Tragikomödie um eine Hausfrau, die zur Teleshopping-Queen aufsteigt mit einer zu Höchstform auflaufenden Jennifer Lawrence in der Titelrolle.

Dass ausgerechnet ein Wischmop zum Mittel weiblicher Selbstverwirklichung wird, mutet an wie ein schlechter Witz. Doch "Joy" basiert auf einer wahren Geschichte und es war tatsächlich jenes schnöde Putzgerät, mit dem die New Yorkerin Joy Mangano in den Neunzigerjahren zur erfolgreichen Geschäftsfrau avancierte. Sie erfand einen Wischmop mit ausgeklügelter Auswringtechnik, den sie persönlich auf einem Homeshopping-Kanal vermarktete.

David O. Russell erzählt eine klassische amerikanische Erfolgsgeschichte vom Aufstieg einer aus einfachen Verhältnissen stammenden Frau, die sich mit Mut und Willenskraft zur Selfmade-Geschäfsfrau mausert. Der Regisseur interessiert sich dabei besonders für die Beziehungen seiner Heldin zu ihrer äußerst fordernden Familie, mit der sie unter einem Dach wohnt: Joys Mutter sieht sich rund um die Uhr Seifenopern im Fernsehen an, ihr Ex-Mann probt im Keller seine Auftritte als Nachtclub-Sänger und auch Joys Vater zieht eines Tages wieder ein.

Wie schon in "Silver Linings" und "The Fighter" porträtiert Russell Underdogs, die darum kämpfen, ihr Stück vom Kuchen abzubekommen. Mit Anfang 30 beschließt Joy, dass es mehr im Leben geben muss als Familie und Gelegenheitsjobs und besinnt sich auf den kreativen Erfindergeist, der sie schon als Kind beseelte. Auf dem Homeshopping-Kanal überzeugt sie die Zuschauer mit ihrer bodenständigen und ehrlichen Art.

Russell beweist sich einmal mehr als begnadeter Actor's Director mit großer Liebe zu seinen Figuren. Bereits zum dritten Mal hat er mit Jennifer Lawrence zusammengearbeitet, die die energiegeladene und eigensinnige Joy perfekt verkörpert - und erneut eine heiße Anwärterin für eine Oscarnominierung sein dürfte. Wieder mit von der Partie sind auch Robert De Niro und Bradley Cooper in der Rolle von Joys Vater und des Sender-Programmchefs. Im durch die Bank überzeugenden Ensemble stechen außerdem Edgar Ramirez (als Joys Exmann) und Isabella Rossellini (als neue Freundin ihres Vaters) besonders hervor.

"Joy" ist mehr Drama als Komödie und weniger ironisch als Russells letzte Filme. Urkomisch sind die grotesken Soap-Opera-Szenen, in denen sich Joy in märchenhaften Traumsequenzen bisweilen selbst wiederfindet. Der Film gewährt interessante Einblicke hinter die Kulissen des Teleshoppings in einer Zeit als in den USA ausrangierte Serienstars Waren feilboten und Quereinsteiger wie Joy Karriere machten. Auch im Zeitalter des Online-Konsums erfreuen sich Homeshopping-Kanäle weiterhin erstaunlich großer Beliebtheit. Vermutlich weil es nirgendwo so schön menschelt wie dort. zim.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 31.12.2015

USA 2015

Länge: 2 h 5 min

Genre: Drama

Originaltitel: Joy

Regie: David O. Russell

Drehbuch: David O. Russell, Annie Mumolo

Musik: West Dylan Thordson, David R. Campbell

Produktion: David O. Russell, Annie Mumolo, John Davis, Megan Ellison, Jonathan Gordon, Ken Mok

Kostüme: Michael Wilkinson

Kamera: Linus Sandgren

Schnitt: Christopher Tellefsen, Tom Cross, Alan Baumgarten, Jay Cassidy

Ausstattung: Judy Becker

Auszeichnungen

1 Golden Globe:

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