Ben Affleck muss sich in der romantischen Komödie von Kultregisseur Kevin Smith als allein erziehender Vater durchboxen.

Kinostart: 06.01.2005

Ben Affleck

Ben Affleck
als Ollie Trinke

Liv Tyler

Liv Tyler
als Maya

George Carlin
als Bart Trinke

Stephen Root
als Greenie

Mike Starr
als Block

Jennifer Lopez
als Gertrude Trinke

Raquel Castro
als Gertie Trinke

Jason Biggs
als Arthur Brickman

Jason Lee
als PR Exec. No.1

Matt Damon
als PR Exec No.2

Jennifer Schwalbach
als Susan

Will Smith
als Will Smith

Charley Scalies
als Townie

Die Handlung von Jersey Girl

Auf dem Höhepunkt des privaten und beruflichen Glücks trifft den erfolgreichen New Yorker Presseagenten Oliver (Ben Affleck) ein schwerer Schicksalsschlag: Seine Ehefrau stirbt bei der Geburt der gemeinsamen Tochter. Oliver, der den Verlust nicht verwindet, wird bald darauf gefeuert und zieht mittellos zurück in die Provinz ins Haus seines Vaters, wo er sich die Zeit mit Gemeindearbeiten vertreibt und irgendwann sogar den Papi in sich selbst entdeckt. Nur mit Frauen fängt er nichts an - bis die junge Videothekarin Maya (Liv Tyler) in sein Leben tritt.

Jennifer Lopez

Ollie ist der beste Presseagent von New York, führt ein perfektes Leben mit seiner wunderschönen Ehefrau, und steht kurz davor, Vater zu werden. Doch dann kommt alles anders: Ollies Frau stirbt, seine Tochter muss er alleine erziehen, er verliert seinen Job, und muss zu allem Übel auch noch - mittellos - wieder bei seinem Vater einziehen. Bis er Jahre später die Videotheken-Angestellte Maya kennenlernt, die sein Leben ebenso durcheinander wirbelt wie seine mittlerweile siebenjährige Gertie.

Jahre nach dem Tod seiner Frau und dem Verlust des Prestige-Jobs lebt Oliver Trinke mit der siebenjährigen Tochter in einfachen Verhältnissen - weit entfernt davon, wieder in New York Karriere zu machen. Als er die patente Studentin Maya kennen und lieben lernt, beginnt er sich endlich mit seinen Lebensumständen abzufinden. Doch dann bekommt er eine zweite Chance. Ein Ex-Kollege arrangiert ein Vorstellungs-Gespräch bei einer Top-Firma im Big Apple. Und plötzlich steht Oliver vor der wichtigsten Entscheidung seines Lebens.

Kritik zu Jersey Girl

Indie-Regisseur und Drehbuchautor Kevin Smith ist generell für seine unverblümten Slacker-Komödien wie "Chasing Amy", "Dogma" und "Jay und Silent Bob schlagen zurück" bekannt. Kein Wunder also, dass viele seiner eingefleischten Fans Ausverkauf witterten, als sie von seiner rührenden Vater-Tochter-Dramedy "Jersey Girl" Wind bekamen. Einige negative Publicity im Vorfeld entstand zudem durch den Umstand, dass es sich nach dem verlachten Flop "Gigli" um den zweiten gemeinsamen Film des notorischen "Bennifer"-Gespanns Ben Affleck und Jennifer Lopez handelte. Doch allen Unkenrufen zum Trotz gelang eine wenn auch recht konventionelle, so doch ausgesprochen charmante Familienkomödie.

"'Jersey Girl' ist einer meiner Filme, auf die ich mit am meisten stolz bin", ließ Hauptdarsteller Affleck jüngst in einem Interview verlauten. Und tatsächlich wartet er in seiner Rolle als verwitweter Vater einer kleinen Tochter, der gezwungen wird seine Identität neu zu definieren, mit einer beachtlichen schauspielerischen Leistung auf. Er spielt den erfolgreichen PR-Manager Oliver Trinke in Manhattan, die Nummer eins in seinem Fach ist. In einer Rückblende wird erzählt, wie er diesen Traumjob verliert, als ihm kurz nach dem Kindergeburtstod seiner Frau (Lopez' Mitwirkung wurde auf einen Minipart gestutzt) bei einer Pressekonferenz die Nerven durchgehen und er lautstark über seinen Klienten und Journalisten im allgemeinen herzieht. Angeknüpft wird im Jahr 2001. Seine Tochter Gertie (die niedlich-natürliche Newcomerin Raquel Castro) ist mittlerweile sieben Jahre alt und Ollie wohnt jetzt mit ihr bei seinem Vater (George Carlin) im suburbanen Jersey City. Wie sein Vater arbeitet der einstige Hotshot als Straßenfeger, ohne allerdings seinen Traum aufzugeben, in seinen alten Beruf und in den pulsierenden Big Apple zurückzukehren. Doch dann lernt er die Studentin und Videoladenangestellte Maya (Liv Tyler) kennen, die ihn für ihre Diplomarbeit ungeniert nach seinen Porno- und Masturbationsgewohnheiten ausfragt. Aus anfänglicher Freundschaft wird langsam mehr. Unerwarteterweise beschafft ihm ein alter Kollege ("American Pie"-Lover Jason Biggs) ein wichtiges Jobinterview, das ihm mit großer Wahrscheinlichkeit seinen Traum erfüllen wird. Doch Gertie hat am gleichen Tag ihre Schulmusicalaufführung und will ohnehin nicht nach New York umziehen. Ollie muss nun eine der wichtigsten Entscheidungen seines Lebens treffen.

Affleck spielt zunächst seine Paraderolle des arroganten Schnösels, der aufgrund seiner Trauer keine emotionale Verbindung zur kleinen Gertie aufbaut und alle Aufgaben seinem Vater zuschiebt. Erst als er seinen Job verliert und außerhalb seiner professionellen Identität zu sich selbst finden muss, übernimmt er Verantwortung für sie und entwickelt sich zum aufopfernden Mustervater. Dabei hat Affleck einen wunderbaren Rapport mit der süßen Raquel Castro und versteht es, sich insgesamt als sympathische und realistische Figur zu präsentieren. Auch seine Chemie mit Tyler ist locker-natürlich. Trotz des vorherrschenden sentimentalen Untertons (der Film ist bezeichnenderweise Smiths verstorbenen Vater gewidmet), hat der Regisseur nicht sein Ohr für lebensnahe witzige Dialoge verloren. Diverse Gags wie die "Sweeney Todd"-Broadwaymusical-Einlage treffen absolut ins Schwarze. Unterhaltsam sind auch fabelhafte Cameoauftritte von Jason Lee und Matt Damon als PR-Bosse und Will Smith als sich selbst. Darüberhinaus ist dies die mit Abstand visuell qualitätsvollste Produktion von Smith, was offenkundig auf Kameramann Vilmos Zsigmond zurückzuführen ist. Alles Anzeichen also, dass man in der Zukunft zunehmend ambitioniertere von diesem eigenwilligen Filmemacher erwarten darf. ara.

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Info

Plakat des Films: Jersey Girl

Kinostart: 06.01.2005

USA 2004

Länge: 1 h 43 min

Genre: Drama

Originaltitel: Jersey Girl

Regie: Kevin Smith

Drehbuch: Kevin Smith

Musik: James L. Venable

Produktion: Scott Mosier

Kostüme: Juliet Polcsa

Kamera: Vilmos Zsigmond

Schnitt: Scott Mosier, Kevin Smith

Ausstattung: Robert Holtzman, Elise Viola

Website: http://www.movie.de