Kinostart: 12.08.1999

Annette Bening

Annette Bening
als Claire Cooper

Aidan Quinn

Aidan Quinn
als Paul Cooper

Robert Downey Jr.

Robert Downey Jr.
als Vivian Thompson

Paul Guilfoyle
als Detektiv Jack Kay

Dennis Boutsikaris
als Dr. Stevens

Stephen Rea
als Dr. Silverman

Margo Martindale
als Schwester Floyd

Prudence Wright Holmes
als Mary

Katie Sagona
als Rebecca Cooper

Krystal Benn
als Ruby

Pamela Payton-Wright
als Ethel

Die Handlung von Jenseits der Träume

Die Kinderbuch-Illustratorin Claire Cooper wird von verstörenden Visionen heimgesucht. Im Geiste übermittelt ihr ein Serienkiller schreckliche Momente aus Vergangenheit und Zukunft. Darunter leidet vor allem ihre Ehe mit dem Piloten Paul. Als eines Tages die gemeinsame Tochter tot aufgefunden wird, bedeutet dies für Claire die Einweisung in eine geschlossene Anstalt. Mit den Nerven am Ende beschließt die Zeichnerin, sich dem Serienkiller zu stellen und macht sich zu dessen mysteriöser Behausung auf...

Kinderbuch-Illustratorin Claire Cooper wird von den verstörenden Visionen eines Serienkillers heimgesucht. Nach dem Tod ihrer Tochter und der Einweisung in eine Anstalt stellt sich Claire dem Killer. Mit symbolträchtigen Bildern beladener Psycho-Thriller von Neil Jordan, der Themen wie Parapsychologie, Verlustangst, Serienmord und psychische Verwirrung einbringt.

Kritik zu Jenseits der Träume

Regisseur Neil Jordans ("Interview mit einem Vampir") Psychoschocker "In Dreams" gleicht einem intensivem Fiebertraum: mit symbolträchtigen und opulenten Bildern oftmals visuell faszinierend, doch gleichzeitig auch häufig unzusammenhängend und an den Haaren herbeigezogen. Das Drehbuch von Bruce Robinson basiert auf dem Roman "Doll's Eyes" von Bari Wood und setzt sich mit paranormalen Themen wie Hellsehen und Gedankenübertragung sowie konventionelleren Plotpunkten wie Serienmord, Verlust, Verzweiflung und psychischer Verwirrung auseinander. Dabei werden die Grenzen zwischen Realität und Fantasie immer wieder verwischt. Das Resultat ist ein verschlüsseltes, wenig zugängliches Erwachsenenmärchen.

Annette Bening mimt die Kinderbuch-Illustratorin Claire Cooper, die von verstörenden Visionen heimgesucht wird. Sie sieht Momente aus der Vergangenheit und der Zukunft, die ihr von dem Serienkiller Vivian (Robert Downey Jr., der erst im letzten Drittels des Films erscheint) übermittelt werden. Sie erfährt von einer versunkenen Geisterstadt im See, einer unheimlichen Apfelplantage, einem hilflosen kleinen Jungen und einem vermißten kleinen Mädchen. Claires Ehe zu dem Piloten Paul (Aidin Quinn) wird von ihren hysterischen Anfällen strapaziert, und als ihre eigene Tochter ermordet aufgefunden wird, landet sie in einer heruntergekommenen Irrenanstalt. Von dort aus begibt sie sich schließlich in die "Das Schweigen der Lämmer"-artige Behausung Vivians (der sich in bester "Crying Game"-Manier als Crossdresser erweist), wo schließlich das finale Gefecht zwischen Gut und Böse ausgefochten wird.

Bening ist in fast jeder Einstellung präsent und muß für ihre Performance fast ausschließlich zwischen Paranoia, Hysterie und medikamentenbedingter Sediertheit pendeln, was es ihr verständlicherweise unmöglich macht, eine sympathische Identifikationsfigur abzugeben: Erleichtert wird dem Zuschauer der Zugang zu dem ohnehin stark abstrakten Material durch diesen Umstand nicht gerade. Dafür bieten sich mit jeder Handlungswendung neue Interpretationsmöglichkeiten der Alptraum-Vision: Downeys Figur könnte beispielsweise als dunkle Seite von Claires eigener Psyche gedeutet werden. Viele der reichhaltigen Metaphern wurden direkt oder indirekt bei den Gebrüdern Grimm entliehen, deren Märchen von Claire skizziert werden. Vor allem "Schneewittchen" mitsamt seines vergifteten Apfel (hier in zigfacher Ausführung als Symbol für böse Gedanken) findet Eingang in Jordans Mischmasch aus psychologischem Drama und übernatürlichem Horror. Das surreale Ambiente der Dreamworks-Veröffentlichung wird exzellent von Darius Khondjis innovativer Kameraarbeit unterstrichen. Mit Farbfiltern werden satte Farbtöne erzeugt, die den ausgefeilten Bildkompositionen ein stetes Gefühl schleichender Paranoia verleihen. Unerwartete Kamerafahrten und -winkel tun ihr übriges, den optischen Reiz dieser filmischen Alptraumnovelle noch zu steigern. ara.

Wertung Questions?

FilmRanking: 5608 >99

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

Plakat des Films: Jenseits der Träume
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 12.08.1999

USA 1998

Länge: 1 h 40 min

Genre: Horror

Originaltitel: In Dreams

Regie: Neil Jordan

Drehbuch: Bruce Robinson, Neil Jordan

Musik: Elliot Goldenthal

Produktion: Stephen Woolley, Redmond Morris

Kostüme: Jeffrey Kurland

Kamera: Darius Khondji

Effekte: Yves De Bono

Schnitt: Tony Lawson

Ausstattung: Martin Laing, Nigel Phelps