Krimikomödie nach Jo Nesbø um eine Gruppe von Chaoten, die sich nicht einig werden, einen Millionen-Gewinn bei einer Fußballwette auf zu teilen.

Kinostart: 14.11.2013

Kyrre Hellum
als Oscar Svendson

Mads Ousdal
als Thor Eggen

Arthur Berning
als Billy Utomjordet

Die Handlung von Jackpot - Vier Nieten landen einen Treffer

Als einziger Überlebender eines Massakers in einem Pornoschuppen hat der blutbesudelte Oscar alle Mühe, die Polizei im anschließenden Verhör von seiner Unschuld zu überzeugen. Aber seine Geschichte ist zu unwahrscheinlich, als dass sie ihm jemand glauben könnte. Denn der unterbelichtete Loser, der als Aufsicht verhaltensgestörter Ex-Sträflinge arbeitet, ist in schlechte Gesellschaft geraten. Und die, vornehmlich Psychopath Billy und seine Spießgesellen, wollen den Dank ihm erworbenen Millionengewinn beim Tippspiel nicht teilen und bringen sich gegenseitig um die Ecke.

Als einziger Überlebender eines Massakers im Sexshop hat Oscar alle Mühe, im anschließenden Verhör die Polizei von seiner Unschuld zu überzeugen. Aber seine Geschichte ist zu unwahrscheinlich, als dass sie ihm jemand glauben könnte. Denn der unterbelichtete Loser, der als Aufsicht verhaltensgestörter Ex-Sträflinge arbeitet, ist in schlechte Gesellschaft geraten. Und die, vornehmlich Psychopath Billy und seine Spießgesellen, wollen einen dank ihm erworbenen Millionengewinn nicht teilen und bringen sich gegenseitig um die Ecke.

Sozialarbeiter Oscar hält es für eine gute Idee, mit Gaunern Toto zu spielen. Als sie gewinnen, geht das Töten los. Amerikanische Vorbilder von Tarantino bis zu den Coens stehen Pate bei diesem skandinavischen Thriller.

Kritik zu Jackpot - Vier Nieten landen einen Treffer

Die cartooneske Crime-Comedy nach Jo Nesbo besticht mit dem unnachahmlich pechschwarzen Humor Skandinaviens.

Bis Martin Scorcese "Snowman" vollendet, nach dem norwegischen Thriller-Star Jo Nesbo, entdeckt dessen Landsmann Magnus Martens die schwarzhumorigen Qualitäten des Bestsellerautors und verwandelt die Vorlage in eine Typenkomödie um ein armes Würstchen, das wegen eines Millionengewinns durch die Mangel gedreht wird. Wie in der ersten Nesbo-Adaption "Headhunters" gerät ein Unglücksrabe in eine zunehmend gewalttätige und absurde Bredouille, die zur cinephilen - und durchaus originellen - Hommage an die Coens ("Fargo"), Tarantino ("Reservoir Dogs") und Guy Ritchie ("Snatch") ausartet.

Dem famos sarkastischen Deadpan-Stil nordisch-makabrer Komödien verhilft der "arme Ritter" (Originaltitel) Oscar mit tragikomischen Qualitäten und einem Schuss Film Noir zur idealen Geltung. Kyrre Hellum ("Nord") muss als Unglücksrabe den ganzen Film im blutbesudelte Dress herumlaufen, in der ihn die Polizei als einzigen Überlebenden eines Massakers im Pornoschuppen "Pink Heaven" aufgegriffen hat. Nun hat er seine liebe Not, den hartgesottenen Kommissar beim Verhör von seiner Unschuld zu überzeugen. Rückblenden enträtseln die Verwicklungen: ein harmlos-netter Loser, der an die falschen Freunde und damit immer tiefer in ein Schlamassel gerät, in dem sich die Leichen stapeln. In einer kleinen Kunststoff-Weihnachtsbaum-Fabrik muss Oscar verhaltensauffällige Ex-Knackis beaufsichtigen, und wettet ausgerechnet gemeinsam mit Psychopath Billy (Arthur Berning), dem debilen Thor (Mads Ousdal) und Dan (Andreas Cappelen) auf ein Fußballspiel, bei dem sie unerwartet groß absahnen. Aber die Gangster-Kumpel wollen nicht teilen, sondern meucheln einander in grotesken Taten, zerlegen Mitwisser fachgerecht mit der Axt und verstreuen die Körperteile großzügig.

Oscar steckt laufend Prügel ein, entkommt meist nur knapp mit dem nackten Leben, während sich die Lage ständig verkompliziert, was Martens als blutigen, aber liebenswerten Pulp-Comic schildert, der zugleich morbid-mörderisch genug ist, um richtig Spaß zu machen. Seine Grunge-Version von Jo Nesbo trumpft mit witzigen Wendungen, grausamen Gags und Rock'n'Roll auf, der für Laune sorgt. Dabei kennt Martens Regie stets das richtige Maß, bleibt inszenatorisch bodenständig und gönnt dem geprügelten Hund mit seiner Freundin Trine ein herzliches Weihnachts-Ende. tk.

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Info

Plakat des Films: Jackpot - Vier Nieten landen einen Treffer
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 14.11.2013

Norwegen 2011

Länge: 1 h 26 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Arme Riddere

Regie: Magnus Martens

Drehbuch: Jo Nesbø, Magnus Martens

Musik: Magnus Beite

Produktion: Are Heidenstrom, Are Heidenstrom, Martin Sundland, Martin Sundland

Kamera: Trond Høines

Schnitt: Jon Endre Mørk

Ausstattung: Lina Nordqvist

Website: http://www.jackpot-film.de