Drittes Remake von Don Siegels Klassiker "Die Dämonischen" von 1956 - das US-Regiedebüt von Oliver Hirschbiegel mit Superstarbesetzung.

Kinostart: nicht bekannt

Nicole Kidman

Nicole Kidman
als Carol Bennell

Daniel Craig

Daniel Craig
als Ben Driscoll

Jeremy Northam

Jeremy Northam
als Tucker Kaufman

Jackson Bond
als Oliver

Jeffrey Wright
als Dr. Stephen Galeano

Veronica Cartwright
als Wendy Lenk

Josef Sommer
als Dr. Henryk Belicec

Celia Weston
als Ludmilla Belicec

Roger Rees
als Yorish

Handlung

Nach dem mysteriösen Absturz des Space Shuttles entdecken die Bergungsmannschaften eine merkwürdige Lebensform im Wrack. Jeder, der damit in Berührung kommt, verändert sich auf erschreckende Weise. Psychiaterin Carol (Nicole Kidman) aus Washington D.C. und ihr Kollege Ben (Daniel Craig) kommen der extraterrestrischen Epidemie auf die Spur: Sie befällt ihre Opfer im Schlaf und lässt scheinbar unversehrte, aber gefühllose, unmenschliche Gestalten zurück. Carols verschwundener junger Sohn könnte der Schlüssel zur Rettung sein.

Zum vierten Mal schlagen "Die Dämonischen" (Original von 1956) zu, wenn außerirdische Körperfresser unbescholtene Bürger ersetzen und so eine heimliche Invasion in Gang setzen. Oliver Hirschbiegel ("Der Untergang") gibt sein starbesetztes, hochspannendes US-Debüt.

Eine geheimnisvolle, bedenkliche Epidemie, die das Verhalten der Menschen radikal verändert, breitet sich von Washington DC immer schneller aus. Die Psychiaterin Carol findet heraus, dass es sich um den Vorboten einer von Außerirdischen gelenkten Invasion handelt. Fortan setzt sie alles daran, ihren Sohn zu beschützen, der womöglich der Schlüssel dafür sein könnte, die bevorstehende Invasion abzuwenden.

Eine geheimnisvolle, bedenkliche Epidemie breitet sich von Washington DC über das gesamte Land aus. Das Verhalten der Menschen verändert sich radikal. Völlig gefühlskalt scheinen sie Marionetten einer unsichtbaren Macht zu sein. Die Psychiaterin Carol findet heraus, dass eine genetische Veränderung außerirdischen Ursprungs dafür verantwortlich ist. Fortan setzt sie alles daran, ihren Sohn zu beschützen, der womöglich der Schlüssel dafür sein könnte, die bevorstehende Invasion abzuwenden.

Kritik

Mit der vierten Verfilmung des Romans "Die Körperfresser kommen" liefert der deutsche Regisseur nicht nur sein Hollywooddebüt, sondern auch einen spannenden und kritischen Endzeitthriller.

Am Anfang des Films steht eine Katastrophe, deren Bilder den meisten noch präsent sein dürften: 2003 verglühte die Raumfähre Columbia in der Erdatmosphäre und zeichnete sich als Komet am Himmel ab. Zwar handelt es sich bei dem abgestürzten Shuttle in Oliver Hirschbiegels ("Der Untergang") Hollywooddebüt "Invasion" um die fiktive Fähre Patriot, doch bewirkt dieser Kunstgriff einen beklemmenden Realitätsbezug, der den Zuschauer sofort packt. An den Wrackteilen findet sich eine merkwürdige Substanz, deren darin enthaltener außerirdische Virus in die Blutbahn eines hochrangigen Mitarbeiters gelangt. Schnell wird dieser zu einer Art Marionette, die nicht weniger als die Infizierung der gesamten Menschheit zum Plan hat.

Hirschbiegels dicht inszenierter Thriller ist das mittlerweile dritte Remake von Don Siegels Klassiker "Die Dämonischen" aus dem Jahre 1956, der selbst auf einer Buchvorlage beruhte. Standen zu Zeiten des kalten Krieges und McCarthys noch die Bedrohung von Außen und die teils totalitären Reaktionen von Innen im Zentrum der Inszenierung, tritt heute die unsichtbare Gefahr aus der eigenen Gesellschaft in den Mittelpunkt der Geschichte. Und verlief die Ausbreitung der fremden Macht in den Fünfzigern noch intelligent geplant, so gleicht die Expansion des Virus in "Invasion" eher einer chaotischen aber dadurch nicht weniger effektiven Pandemie.

In Washington/DC arbeitet Psychiaterin Carol Bennell (Nicole Kidman), die angefangen von dem merkwürdigen Verhalten des Ehemanns einer ihrer Patientinnen bis hin zur massenhaften Metamorphose der Menschen auf der Straße alle Stadien der Ausbreitung der "Krankheit" mitbekommt. Zunächst wird diese auf eine mysteriöse Grippe zurückgeführt, wogegen öffentliche Massenimpfungen angesetzt werden. Zu spät erkennt Carol und ihr Freund und Kollege Ben Driscoll (Daniel Craig), dass die Behörden längst infiziert sind und die "Impfungen" der weiteren Ausbreitung des Virus dienen. Um ein Gegenmittel und den Sohn Carols zu finden müssen sich die beiden zusammen mit einer handvoll Gesunder möglichst unauffällig durch die fremd gewordene Umgebung schlagen. Bester Schutz dabei: Bloß keine Gefühle zeigen!

Vor allem zu Beginn schafft es Hirschbiegel ein beklemmendes Gefühl der Bedrohung zu schaffen, der man scheinbar hilflos ausgeliefert ist. Die stärksten Momente hat der Psychothriller, wenn er zeigt, was es bedeutet in einer Welt ohne jegliche emotionale Regung zu überleben. Interessant ist auch der Ansatz, dass die Gesellschaft durch die "Invasion" nicht dem Chaos verfällt. Die Bürokratien und Autoritäten funktionieren vielmehr noch besser als zuvor und werden somit zum ultimativen Werkzeug der Invasoren.

Leider nimmt der Spannungsbogen zum Ende hin stark ab und die Handlung droht etwas ins Beliebige abzugleiten. Auch die charakterliche Tiefe fällt der Lautstärke der zunehmenden Verfolgungsjagden zum Opfer. Inwieweit dies Hirschbiegels Verschulden ist, muss allerdings offen bleiben. Der Film wurde nach schlecht angekommenen Test Screenings zu Teilen von den Wachowski-Brüdern und James McTeigue nachgedreht. Und so erinnert der Film letztlich eher an ein Stückwerk, als an ein homogenes Ganzes. mahe.

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Info

Plakat des Films: Invasion
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: nicht bekannt

USA 2007

Länge: 1 h 39 min

Genre: Sci-Fi

Originaltitel: The Invasion

Regie: Oliver Hirschbiegel

Drehbuch: David Kajganich

Musik: John Ottman

Produktion: Joel Silver

Kostüme: Jacqueline West

Kamera: Rainer Klausmann

Schnitt: Hans Funck, Joel Negron

Ausstattung: Jack Fisk

Website: http://www.invasion-derfilm.de