Origineller Thriller über das clevere Überlistungsduell zwischen einem Cop und einem Bankräuber und Geiselnehmer.

Kinostart: 23.03.2006

Denzel Washington

Denzel Washington
als Detective Keith Frazier

Clive Owen

Clive Owen
als Dalton Russell

Jodie Foster

Jodie Foster
als Madaline White

Christopher Plummer
als Arthur Case

Willem Dafoe
als Captain Darius

Chiwetel Ejiofor
als Bill Mitchell

Carlos Andres Gomez
als Steve

Kim Director
als Stevie

James Ransone
als Steve-O

Victor Colicchio

Die Handlung von Inside Man

New York Cop Keith Frazier (Denzel Washington) muss sich Anschuldigungen aus den eigenen Reihen erwehren, als er und sein Partner zu einem Banküberfall in der Innenstadt gerufen werden. Dort müssen die Cops erkennen, dass der Bankräuber Dalton Russell (Clive Owen) einen perfekten Plan ausgetüftelt hat und auf alle Eventualitäten vorbereitet ist. Eine besondere Rolle beim darauffolgenden Katz-und-Maus-Spiel kommt der Anwältin Madaline White (Jodie Foster) zu.

Arthouse-Starregisseur Spike Lee befindet sich mal wieder auf Mainstream-Kurs mit einem spannenden Kriminalfilm, in dem Themen wie Rassismus und Machtmissbrauch trotzdem nicht fehlen dürfen.

Als Detective Frazier einen Bankraub mit Geiselnahme möglichst unblutig beenden soll, glaubt er an einen Routineeinsatz. Doch der Anführer der Gangster kontrolliert die Situation mit den gleichen Mitteln, die Frazier zu seiner Überlistung einsetzt: mit Ruhe und Verstand. So entwickelt sich ein Kopfduell, das noch undurchschaubarer wird, als eine Frau im Auftrag des Bankbesitzers den Geiselnehmer kontaktiert.

Der New Yorker Detective Keith Frazier wird zu einem Banküberfall gerufen. Ein vermeintlicher Routineauftrag, der die anstehende Beförderung bedeuten könnte. Doch irgend etwas stimmt nicht. Die Verbrecher stellen keine Forderungen, Geiseln wie Geiselnehmer sind vermummt und somit nicht voneinander zu unterscheiden und dann taucht auch noch eine Verhandlungsexpertin auf, die dem Kopf der Gang eine mysteriöse Offerte unterbreiten soll. Und der hat zu Beginn des Films selbstbewusst das perfekte Verbrechen angekündigt.

Kritik zu Inside Man

20 Jahre nach seinem Debüt "Nola Darling" beugt sich der cineastische Quertreiber Spike Lee den Marktgesetzen. Nach Publikums-Flops in Serie braucht Lee einen Hit und sollte ihn mit diesem ungewöhnlichen Geiselkrimi auch bekommen.

Zum vierten Mal drehte Lee mit Denzel Washington und zum ersten Mal wirkt das Ergebnis weitgehend unbelastet vom Druck, gesellschaftsrelevante Botschaften transportieren zu müssen. Smart, humorvoll, fast schon verspielt präsentiert sich "Inside Man" - gänzlich untypisch für einen Stoff, bei dem es um Geiselnahme mit ihren physischen und psychischen Begleitfaktoren geht. Im Mittelpunkt steht das Duell zweier Männer, die Stärke im Kopf, nicht im Gewaltaktionismus zeigen und trotzdem die Kontrolle über eine kritische Situation nicht verlieren. Das kann man als subtilen Kommentar zur US-Interventionspolitik deuten, ergibt aber auf jeden Fall eine spannende Konstellation mit Sympathieträgern auf beiden Seiten.

Zu Beginn sendet das Debütskript von Russell Gewirtz vertraute Signale. Mit direkter Zuschaueransprache kündigt Dalton Russell (Clive Owen) den perfekten Bankraub an, den er kurz darauf auch realisiert. Fast mühelos bringt er mit einem kleinen vermummten Team eine New Yorker Bank in seine Gewalt, nimmt Personal und Kunden als Geiseln, lässt sie Gesichtsmasken und mitgebrachte identische Overalls tragen, bis sich Täter und Opfer äußerlich kaum mehr unterscheiden. Diese Situation findet Detective Frazier (Denzel Washington) vor, der sich mit diesem Einsatz für verdächtige Misstöne bei seinem letzten Fall rehabilitieren soll. Schnell erkennt der Profi, dass sein Gegenüber die Geiselnahme bewusst kalkuliert hat. Für den Cop bleibt der Masterplan Russells undurchschaubar, der Zuschauer jedoch hat es besser. Er sieht, wie der Bankbesitzer eine Verhandlungsexpertin engagiert (Jodie Foster). Sie soll dem Bankräuber ein Angebot unterbreiten und sicherstellen, dass der Inhalt eines bestimmten Schließfachs nicht in fremde Hände gerät. Von diesem Moment an weiß man, dass das Geheimnis dieses Schließfachs eine tragende Rolle spielt, noch nicht aber, wie es sich in das Gesamtkonzept einfügt. Spannender als dieses Rätsel ist aber das Duell zwischen den Hauptfiguren, die sich zu überlisten versuchen.

Schon früh gibt die Regie einen Hinweis auf die finale Finte, verdeckt die gewalttätige Disziplinierung einer Geisel im Bild, um Russells Sympathiewerte nicht zu gefährden. So bleibt das moralische Gleichgewicht halbwegs intakt - wichtig für den Plot und den cleveren Fluchtplan der Täter. Auch wenn Unglaubwürdigkeiten nicht ausbleiben, weil etwa die Kino-Cops bei der Tätersuche Mittel nicht einsetzen, die für ihre TV-Kollegen aus den "CSI"-Labors Routine sind, trübt das den Gesamteindruck nicht. Natürlich lässt sich Spike Lee Spitzen gegen alltäglichen Rassismus und Moslem-Paranoia auch hier nicht nehmen, aber er ordnet sie einem in Rhythmus und Ton untypischen Thriller unter, dem man dank exzellenter Darsteller und unorthodoxer Dramaturgie stets gewogen bleibt. kob.

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Info

Plakat des Films: Inside Man
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 23.03.2006

USA 2006

Länge: 2 h 9 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Inside Man

Regie: Spike Lee

Drehbuch: Menno Meyjes, Russell Gewirtz

Musik: Terence Blanchard

Produktion: Brian Grazer

Kostüme: Donna Berwick

Kamera: Matthew Libatique

Schnitt: Barry Alexander Brown, Adam Erbacher

Website: http://www.inside-man.de