Sympathische Mainstreamkomödie über einen notorischen Schwindler, der die Liebe des Mannes seines Lebens gewinnen will.

Kinostart: 29.04.2010

Jim Carrey

Jim Carrey
als Steven Russell

Ewan McGregor

Ewan McGregor
als Phillip Morris

Leslie Mann

Leslie Mann
als Debbie Russell

Rodrigo Santoro
als Jimmy Kemple

Handlung

Steven Russell lebt als Polizist mit Frau und Kind in Georgia. Doch sein Leben ist eine Lüge: Steven ist tatsächlich schwul, sagt sich von seiner Familie los, zieht nach Florida und hält sich mit Betrügereien über Wasser, um seinem Liebhaber ein schönes Dasein zu ermöglichen. Im Knast lernt Steven die große Liebe kennen, die er mit allen Mitteln umgarnt: Phillip Morris erwidert die Gefühle. Wieder draußen, finanziert sich Steven wieder mit Betrügereien, die größer und aufwendiger denn je sind. Nur Phillip darf davon nichts mitkriegen.

Steven Russell lebt als Polizist mit Frau und Kind in Georgia. Doch sein Leben ist eine Lüge: Steven ist schwul, sagt sich von seiner Familie los, zieht nach Florida und hält sich mit Betrügereien über Wasser, um seinem Liebhaber ein schönes Dasein zu ermöglichen. Im Knast lernt Steven die große Liebe kennen, die er mit allen Mitteln umgarnt: Phillip Morris erwidert die Gefühle. Wieder draußen, finanziert sich Steven wieder mit Betrügereien, die größer und aufwendiger denn je sind. Nur Phillip darf davon nichts mitkriegen.

Kritik

Komödie und Tragödie, Hochstapler- und Schwulenfilm - den "Bad Santa"-Autoren Glenn Ficarra und John Requa gelingt in ihrem Regiedebüt ein schwieriger Spagat.

In "Citizen Kane"-Manier beginnt der Film. Held Jim Carrey alias Steve Russell lässt auf dem Totenbett sein Leben Revue passieren. Vorzeigefamilienmensch ist er zunächst, Vorzeigepolizist, ein Mann, der in der Kirche Orgel spielt und gemeinsam mit der Gattin (Leslie Mann) abends betet. Die Freizeit verbringt er mit der Suche nach der leiblichen Mutter, die ihn als Kind weggab. Als er sie findet, will sie immer noch nichts von ihm wissen. Daraufhin bricht er mit aller Bürgerlichkeit, verlässt die Familie, zieht nach Miami, wo er endlich er selbst sein kann: schwul, selbstbewusst, flamboyant. Doch la dolce vita kostet viel, Steve betätigt sich als Hochstapler - höchst erfolgreich. Bis die Kreditkartenbetrügereien auffliegen, er hinter Gittern landet und dort auf den Mann seiner Träume trifft.

"I Love You Phillip Morris", der Titel ist Programm, Steves Treiben ausschließlich Folge seiner nie abebbenden Liebe zum Titelhelden, den der stoppelbärtige Sternenkrieger Ewan McGregor mit Schmachtblicken und femininen Bewegungen höchst glaubwürdig zum Leben erweckt. Die "Bad Santa"-Autoren Glenn Ficarra und John Requa führen nach eigenem Drehbuch erstmals Regie, haben sich für ihr Debüt einer wahren Geschichte angenommen. Was sich im Inhalt etwas schräg liest, entpuppt sich auf der Leinwand als solider, authentisch und einfühlsam erzählte Mainstream-Arbeit, die in ihren besten Momenten durchaus an Ang Lees ähnlich gelagerten Meilenstein "Brokeback Mountain" erinnert - mit einem entscheidenden Unterschied: Hier wird primär auf Komödie gesetzt, das Drama schleicht sich erst spät - und nicht unbedingt zum Vorteil des Werks - in die Handlung ein.

(Inzwischen) gewohnt gut, weil zappel-gebremst und mit eher kontrollierter Mimik, sorgt Carrey in "Truman Show"-Manier für die Lacher, ob als "Anwalt", der in dieser Funktion seinen Lover regelmäßig im Gefängnis besucht, als Ausbrecherkönig oder einfach als Charmeur, der spielend auch Richter um den Finger wickelt. McGregor hat bei dieser Romanze um Lüge und Liebe den undankbareren Part, gibt den passiven, schüchternen Beau, dem wenig Raum bleibt, gegen den Partner anzuspielen und der sich damit begnügen muss, in mit Gegenlicht gefilmten Kussszenen (Kamera: Xavier Pérez Grobet) gut auszusehen. Zu erwähnen bleibt, dass die Finanzierung des Projekts sich schwierig gestaltete und erst zustande kam, als Luc Besson ("Taxi") als ausführender Produzent mit einstieg. Er hat klar erkannt, dass es im Film nicht primär um Homosexualität geht, sondern um echte Liebe, den ewigen Drang nach Freiheit und die schwierige Suche nach sich selbst. geh.

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Info

Plakat des Films: I Love You Phillip Morris
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 29.04.2010

USA 2009

Länge: 1 h 37 min

Genre: Drama

Originaltitel: I Love You Phillip Morris

Regie: Glenn Ficarra, John Requa

Drehbuch: Glenn Ficarra, John Requa

Musik: Nick Urata

Produktion: Andrew Lazar, Far Shariat

Kostüme: David C. Robinson

Kamera: Xavier Pérez Grobet

Schnitt: Thomas J. Nordberg

Ausstattung: Hugo Luczyc-Wyhowski

Website: http://www.i-love-you-phillip-morris.de//