Von den "Ice-Age"-Machern produziertes Animationsvergnügen über einen Elefanten und seine unglaubliche Entdeckung in einem Staubkorn.

Kinostart: 13.03.2008

Die Handlung von Horton hört ein Hu!

Elefant Horton hat gemütlich viel Pfunde auf den Rippen und gilt als freundlicher, höchst verlässlicher Zeitgenosse. Der Dschungelbewohner von Nümpels staunt nicht schlecht, als er eines Tages den Hilferuf eines Staubkorns hört. Genau genommen von den winzigen Wesen, die darauf leben: die Hus aus dem Dorf Hu-Heim. Horton beschließt, den kleinen Kreaturen und ihrem Bürgermeister zu helfen - denn die Mini-Welt schwebt in akuter Gefahr.

Die Kinderbuchvorlage stammt von Dr. Seuss, der vor allem in den USA berühmt für seinen Weihnachtsmuffel "Der Grinch"ist. Daraus entstand ein Animations-Spaß, der die spleenige Vorlage samt ihrer sensiblen Toleranz-Botschaft quirlig und kurzweilig umsetzt.

Die Leichtigkeit des Seins kultiviert Elefant Horton täglich, bis ihm der Wind mit einem Staubkorn schwere Verantwortung vor den Rüssel bläst. Horton entdeckt, dass dort eine eigene Welt, bewohnt von den Hus, Platz gefunden hat. Zu sehen ist sie nicht, zu hören nur von ihm, was Horton im Dschungel den Ruf eines Spinners beschert. Doch aller Imageverluste zum Trotz wird Horton ein Held, den die Hus brauchen zur Rettung ihrer Welt.

Die Leichtigkeit des Seins kultiviert Elefant Horton täglich, bis ihm der Wind mit einem Staubkorn schwere Verantwortung vor den Rüssel bläst. Horton entdeckt, dass dort eine eigene Welt, bewohnt von den Hus, Platz gefunden hat. Zu sehen ist sie nicht, zu hören nur von ihm, nachdem der Bürgermeister der Hus mit einiger Mühe die Kommunikation aufgenommen hat, was Horton im Dschungel den Ruf eines Spinners beschert. Doch aller Imageverluste zum Trotz wird Horton ein Held, den die Hus brauchen zur Rettung ihrer Welt.

Kritik zu Horton hört ein Hu!

Mit der Fabel eines Elefanten, der in einem Staubkorn eine neue Welt entdeckt, produzieren die "Ice-Age"-Macher ein generationsübergreifend bezauberndes Meisterstück.

Wolkenlos ist der Himmel über den Blue Sky Studios, denn diese Adaption eines Kinderbuchs von "Grinch"-Schöpfer Dr. Seuss ist pures intelligentes Vergnügen. Hinter dem kindlich verspielten Ton und dem Schmusefaktor des sensitiven Titelhelden verbirgt sich ein unangestrengtes Lehrstück über den Wert allen Lebens. Quietschbunt ist der Dschungel von Nümpel, in dem Gorillas Blau, Kängurus Violett und selbstherrlich Verantwortung über die Ordnung tragen. Sorglos schwimmt Horton im Tümpel als Esther Williams von Nümpel, bis ihm das Schicksal eine große Aufgabe in Form eines Staubkorns vor den Rüssel treibt. Von dort vernimmt der Dickhäuter Stimmen, entdeckt die Welt der mikroskopisch kleinen Hus, deren Physiognomie dominante Grinch-Gene verraten. Als die Kommunikation mit dem Bürgermeister der Hus über ein Lautsprechersystem hergestellt ist, erkennt der sympathische Politiker die Realität und Relativität der eigenen Existenz, die Abhängigkeit von einer anderen: Horton. Er soll für das Staubkorn, das seinen sicheren Platz verloren hat, einen neuen, Stabilität bietenden finden.

Der Respekt selbst vor dem kleinsten, nicht sichtbaren Leben, das mit jedem anderen irgendwie verbunden ist, ist Leitfaden dieser Geschichte. Viele originelle Bilder findet der im Original von VIP-Stimmen wie Jim Carrey und Steve Carell animierend getragene Film für diese Verknüpftheit. Die komischsten in einer parallel montierten Sequenz, in der Horton über eine Hängebrücke wankt, während der Bürgermeister beim Zahnarzt die Nebenwirkungen spürt. Beide Hauptfiguren sind Außenseiter, werden nicht ernst genommen, weil die eine Welt ohne Sichtbeweis die Existenz der anderen für unmöglich hält. Es geht um Glauben, aber auch um Fantasie, das eigentliche Kriterium kindlichen Erlebens. Das bornierte, imaginativ limitierte Känguru ist damit der Antagonist in dieser Fabel - repräsentiert fanatisch verblendete Strukturen, wie sie die McCarthy-Ära (in der Seuss das Buch veröffentlichte), aber auch die Gegenwart zeigen. Trotz des didaktischen Ansatzes ist Kopflastigkeit kein Thema, vielmehr gehen Anspruch, Amüsement und Animation eine harmonische Koalition ein. Expressiv sind die Gesichter, entspannt der Ton, mit avantgardistischen Ausflügen. Reduziert bedrohlich ist einzig ein mörderischer Adler, der für das Känguru Jagd auf Horton und die Hus macht. Ob man als Bonus Zitate entdeckt - den melancholischen Schweiger aus "Little Miss Sunshine", den Auftritt Kankras in der Ringtrilogie, die Katholiken-Teestunde aus Monty Pythons "Der Sinn des Lebens" - bleibt der Fantasie überlassen. Denn sie hat hier Hochkonjunktur. kob.

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Info

Plakat des Films: Horton hört ein Hu!

Kinostart: 13.03.2008

USA 2008

Länge: 1 h 26 min

Genre: Animation

Originaltitel: Horton Hears a Who!

Website: http://www.horton-derfilm.de