Komödie über eine deutsch-polnische Hochzeit, Missverständnisse zwischen den beiden Völkern, Männerfreundschaften und einen Ex-Rock'n'Roller auf bürgerlichen Abwegen.

Kinostart: 30.09.2010

Christian Ulmen

Christian Ulmen
als Frieder Schulz

Katarzyna Maciag
als Gosia Borowka

Fabian Hinrichs

Fabian Hinrichs
als Jonas

Die Handlung von Hochzeitspolka

Den jungen Deutschen Frieder verschlägt es wegen der Arbeit und der Liebe nach Polen. Er verdient sein Geld damit, streikenden Arbeitern eine Gehaltserhöhung vorzugaukeln, obwohl er weiß, dass die Verlegung in die billigere Ukraine ansteht. Er möchte seine Holde, die Polin Gosia, heiraten. Doch am Polterabend tauchen plötzlich seine früheren Band-Kumpels auf, um zünftigen Junggesellenabschied mit Party, Rock und Bommerlunder zu feiern. Das gibt Stress zwischen Braut und Bräutigam, den einstigen Freunden sowie Polen und Deutschen.

Den jungen Deutschen Frieder verschlägt es wegen der Arbeit und der Liebe nach Polen. Er verdient sein Geld damit, streikenden Arbeitern eine Gehaltserhöhung vorzugaukeln, obwohl er weiß, dass die Verlegung in die billigere Ukraine ansteht. Er möchte seine Holde, die Polin Gosia, heiraten. Doch am Polterabend tauchen plötzlich seine früheren Band-Kumpels auf, um zünftigen Junggesellenabschied mit Party, Rock und Bommerlunder zu feiern. Das gibt Stress zwischen Braut und Bräutigam, den einstigen Freunden sowie Polen und Deutschen.

Kritik zu Hochzeitspolka

Komödie über eine deutsch-polnische Hochzeit, Missverständnisse zwischen den beiden Völkern, Männer-Freundschaften und einen Ex-Rock'n'Roller auf bürgerlichen Abwegen.

Heimat und Identität, zwei Fragen, die Lars Jessen ("Am Tag als Bobby Ewing starb", "Dorfpunks") beschäftigen. Vom flachen Land in Norddeutschland treibt es ihn in "Hochzeitspolka" an die Ostgrenze Polens, da wo die Deutschen als Arbeitgeber neue Abhängigkeiten schaffen. Genau in diese Ödnis, vor der sein Vater warnte "im Grund ist das ein wildes Land", hat es den einst so coolen Sänger der Band "Heide Hurricane" Frieder verschlagen. Als Geschäftsführer einer Firma schwindelt er streikenden Arbeitern Gehaltserhöhung vor, obwohl er weiß, dass die Verlegung in die billigere Ukraine ansteht. Er möchte die Hochzeit mit der holden Polin Gosia ungestört feiern und dann ins eigene Häuschen ziehen. Es könnte alles völlig entspannt laufen, wenn nicht am Polterabend plötzlich seine früheren Band-Kumpels vor der Tür stehen würden, um den zünftigen Junggesellenabschied mit Party, Rock und Bommerlunder aufzumischen. Das gibt Stress zwischen Braut und Bräutigam, den einstigen Freunden und Polen und Deutschen.

Jessen lässt es krachen, spielt mit Polen- und Deutschenklischees, dass selbst Harald Schmidt vor Neid erblasst. Wurst und Wodka, derbe Witze und teutonische Arroganz ergeben eine krude Mischung, die auf der Leinwand in einem großen Besäufnis, einer wilden Schlägerei und vielen Missverständnissen mündet. Das Fehlen jeglicher political correctness verleiht dem Tohuwabohu anfänglich einen rauen Charme, der durch Redundanz an Wirkung verliert. Beide Seiten kriegen ihr Fett ab, was vielleicht auch an der Koregie und Koautorenschaft von Przemyslaw Nowakowski liegt. Gepfefferter Humor, manchmal auch knapp unter der Gürtellinie, der Verbindendes und Trennendes hervorhebt und teilweise gelungene Situationskomik sind die Pluspunkte dieser Gratwanderung zur Klamotte. Uneingeschränkt überzeugen dagegen Christian Ulmen als Jung-Spießer mit cooler Vergangenheit mal wieder als Unsicherheitsbündel ebenso wie Fabian Hinrichs als Großmaul und Party-Crasher. Trotz einiger illustrer Momente bleiben die Figuren eindimensional, wiederholte Suff-Szenen langweilen. Dafür amüsieren Culture-Clash und der satirische Ansatz, die Vorurteile durch Überspitzung lächerlich zu machen, das Spiel mit Klischees. Ob sich der sichtliche Spaß der Akteure auf das Publikum überträgt, ist abzuwarten. Vielleicht hilft da der "Eisgekühlte Bommerlunder" in polnischer Version der "Toten Hosen". mk.

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Info

  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 30.09.2010

Deutschland/Polen 2010

Länge: 1 h 38 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Hochzeitspolka

Regie: Lars Jessen

Drehbuch: Lars Jessen, Ingo Haeb, Przemyslaw Nowakowski

Musik: Jakob Ilja

Produktion: Claudia Steffen, Christoph Friedel

Kostüme: Anette Schröder

Kamera: Marcus Kanter, Michael Tötter

Schnitt: Sebastian Schultz

Ausstattung: Thorsten Sabel

Website: www.hochzeitspolka.x-verleih.de/