Porträt von Clara Schumann, die sich gleichzeitig um ihre Familie kümmerte und ihre eigene Pianistenkarriere vorantrieb.

Kinostart: 04.12.2008

Martina Gedeck

Martina Gedeck
als Clara Schumann

Pascal Greggory

Pascal Greggory
als Robert Schumann

Malik Zidi
als Johannes Brahms

Nikolai Kinski
als Robert Schumann (jung)

Clara Eichinger
als Marie

Aline Annessy
als Elise

Marine Annessy
als Eugenie

Sascha Caparros
als Ludwig

Peter Takátsy
als Wazielewski

Béla Fesztbaum
als Julius Tausch

Brigitte Annessy
als Bertha

Christine Oesterlein
als Henriette

Walter Theil
als Richartz

Die Handlung von Geliebte Clara

Anno 1850 reist die hochbegabte und ebenso berühmte Pianistin Clara Schumann (Martina Gedeck) mit Mann und Kindern nach Düsseldorf. Ihr Gatte Robert Schumann (Pascal Greggory) will dort nach Jahren anstrengender Tournee eine feste Stelle als städtischer Musikdirektor antreten. Doch Roberts talentierter Kollege, der 14 Jahre jüngere Johannes Brahms (Malik Zidi), den Clara in Hamburg kennengelernt hat, ist nicht nur ihrer Virtuosität am Klavier verfallen.

Eine Dreiecksgeschichte, erfüllt von klassischer Musik und großen Gefühlen von Liebe bis Eifersucht. Helma Sanders-Brahms, selbst Nachfahrin von Johannes Brahms, verpackt das Ganze zu einem fulminanten Drama mit einer starken Martina Gedeck ("Der Baader Meinhof Komplex").

Da ihr Mann, der manisch-depressive, berühmte Komponist Robert Schumann als Ernährer größtenteils ausfällt, übernimmt seine Frau Clara die Verantwortung für die Familie mit sechs Kindern und schafft es sogar noch, auch selbst als Pianistin international Konzerte zu geben. Da tritt der stürmische junge Musiker Johhannes Brahms in ihr Leben. Während Robert ihn als Mentor fördert, verliebt sich Johannes in Clara.

Da ihr Mann, der manisch-depressive Komponist Robert Schumann als Ernährer größtenteils ausfällt, übernimmt seine Frau Clara die Verantwortung für die Familie mit sechs Kindern und schafft es sogar noch, auch selbst als Pianistin international Konzerte zu geben. Da tritt der stürmische junge Musiker Johannes Brahms in ihr Leben. Während Robert ihn als Mentor fördert, verliebt sich Johannes in Clara. Ein Selbstmordversuch des Ehemannes ist die Folge, der sich im Anschluss in ein Sanatorium einliefern lässt.

Kritik zu Geliebte Clara

Die berühmte Pianistin und Komponistin Clara Schumann im Konflikt zwischen Karriere und Kindern, zwischen Gatte Robert Schumann und jungem Nachwuchs-Talent Johannes Brahms.

Kein trockenes Biopic, sondern Musik, Liebe, Eifersucht und Dramatik liefert Helga Sanders-Brahms Porträt der Clara Schumann, einer schon im 19. Jahrhundert modernen Frau. Die erfolgreiche Komponistin und Pianistin, die auf Konzertbühnen gleichrangig mit Franz Liszt gefeiert wurde, versuchte das, was Frauen im 21. Jahrhundert noch immer nicht gelingt: einen Weg finden zwischen der Aufgabe als Mutter (von sechs Kindern) und Ehefrau, dem Wunsch nach beruflicher Erfüllung und persönlicher Selbstverwirklichung.

Da der manisch-depressive, berühmte Komponist Robert Schumann als Ernährer größtenteils ausfiel, musste sie die Verantwortung für die Familie übernehmen und obendrein internationale Konzerte souverän bestreiten - während ihr Mann alles daran setzte, sie an Heim und Herd zu fesseln, was ihm auch eine Zeitlang gelang. Die Begegnung mit dem stürmischen Johannes Brahms (jugendlich-sympathisch Malik Zidi) wirft beide aus der Bahn. Schumann stürzt sich als Mentor auf den jungen Mann, dessen Ausnahmetalent ihn begeistert, der in sie verliebte Johannes weckt bei Clara trotz treuer Liebe zu Robert eine brennende und unstillbare Sehnsucht. Die auch nach dem Tod von Robert Schumann im Irrenhaus unerfüllt bleibt. Der Film konzentriert sich auf die Jahre 1850 bis 1956, in denen Schumann als Musikdirektor in Düsseldorf erstmals eine feste Stelle annimmt, was sich aber aufgrund von Reibereien mit dem Orchester als schwierig erweist, so muss Clara einspringen und sich anfänglich mit Vorurteilen gegen Frauen als Dirigentin auseinandersetzen, die sich aber schnell durch ihre zupackende Art und unbestreitbare Kompetenz erledigen. Selbstlos steht sie Schumann als Kodirigentin zur Seite.

Die Regisseurin umkreist die Sollbruchstellen des Lebens, Emotionen sind zu spüren, aber sie explodieren nicht auf der Leinwand. Martina Gedeck gibt die geniale, aber rationale, die liebende, aber nicht leidenschaftliche Clara und kann neben der schauspielerischen Stärke des wechselweise von Lust und Melancholie umwehten Pascal Greggory in seiner inneren Versehrtheit durchaus bestehen, auch wenn dessen Figur am Ende in den Mittelpunkt rückt. Der Verzicht auf kitschige Sentimentalität ist berechtigt, etwas mehr Sentiment hätte dieser außergewöhnlichen Frauenfigur jedoch nicht geschadet. mk.

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Info

Plakat des Films: Geliebte Clara
  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 04.12.2008

Deutschland/Frankreich/Ungarn 2008

Länge: 1 h 49 min

Genre: Drama

Originaltitel: Geliebte Clara

Regie: Helma Sanders-Brahms

Drehbuch: Helma Sanders-Brahms

Produktion: Helma Sanders-Brahms

Kostüme: Riccarda Merten-Eicher

Kamera: Jürgen Jürges

Schnitt: Isabelle Devinck

Ausstattung: Uwe Szielasko