Rührselige auch witzige Romanze zwischen zwei geistig zurückgebliebenen Jugendlichen vom "Pretty Woman"-Regisseur Garry Marshall.

Kinostart: 05.08.1999

Juliette Lewis

Juliette Lewis
als Carla Tate

Diane Keaton

Diane Keaton
als Elisabeth Tate

Tom Skerritt

Tom Skerritt
als Radley Tate

Giovanni Ribisi
als Daniel McMann

Sarah Paulson
als Heather

Poppy Montgomery
als Caroline

Juliet Mills
als Winnie

Hector Elizondo
als Ernie

Robert Malina
als Busfahrer

Linda Thorson
als Drew

Joe Flanigan
als Jeff

Phil Hawn
als Zugpassagier

Jim Jenkins
als Jeffs Vater

Kendra Krull
als junge Carla

Jeanette Lee
als Poolspielerin

Lesli Kay Sterling

Die Handlung von Ganz normal verliebt

Die 24jährige Carla kehrt nach zehn Jahren auf einer Spezialschule für geistig Behinderte in den Schoß ihrer wohlhabenden Familie zurück. Ihre überprotektive Mutter ist entsetzt, als Carla eine reguläre Berufsfachschule besuchen und ein eigenes Appartment haben will. Dann verliebt sie sich in der Schule auch noch in den ebenso etwas zuückgebliebenen Danny. Gemeinsam entdecken sie Liebe und Sex.

Die 24-jährige Carla kehrt nach zehn Jahren auf einer Spezialschule für geistig Behinderte zu ihrer wohlhabenden Familie in San Francisco zurück. Ihre überprotektive Mutter ist entsetzt, als Carla eine reguläre Berufsfachschule besuchen und ein eigenes Apartment beziehen will. Doch Carla ist wild entschlossen, für ihre Unabhängigkeit zu kämpfen, und setzt sich schließlich auch durch. An der Schule verliebt sie sich in den ebenfalls etwas zurückgebliebenen Danny. Gemeinsam entdecken sie Liebe und Sex. Doch die Schwierigkeiten sind vorprogrammiert.

Die 24jährige Carla kehrt nach zehn Jahren auf einer Spezialschule für geistig Behinderte in den Schoß ihrer wohlhabenden Familie zurück. Ihre überbehütende Mutter ist entsetzt, als Carla ein eigenständiges Leben beginnen möchte. Teils rührselige, teils witzige Romanze.

Kritik zu Ganz normal verliebt

Mit "Pretty Woman" erzählte Regisseur Garry Marshall den Inbegriff des modernen Märchens, in dem sich Julia Roberts von der schlaksigen Prostiuierten zur eleganten Prinzessin wandelt. Marhalls neue romantische Dramedy "The Other Sister" verfährt hinsichtlich Realismus und Komplexität ebenso blauäugig und realitätsnah wie sein Superhit. Doch ob das Publikum die hindernisreiche Love Story zwischen zwei mental behinderten Protagonisten, die von Juliette Lewis und Giovanni Ribisi hervorragend dargestellt werden, in ähnlichen Scharen rührend empfunden wird, wird vor allem vom Marketing für den auf dem ersten Blick nicht gerade Mainstream-lastigen Stoff abhängen.

Die 24jährige Carla Tate (Lewis) kehrt nach zehn Jahren auf einer Spezialschule für geistig Behinderte in den Schoß ihrer wohlhabenden Familie in San Francisco zurück. Ihre perfektionistische und überprotektive Mutter (Diane Keaton unterstreicht alle ihre Gesten mit wild fuchtelnden Handbewegungen) ist entsetzt, als Carla eine reguläre Berufsfachschule besuchen will und später in ihr eigenes Appartment ziehen möchte. Trotz ihrer geistigen Behinderung ist Carla entschlossen, für ihre Unabhängigkeit zu kämpfen und setzt sich auch durch. In der Schule verliebt sie sich in ihren Mitschüler Danny (Giovanni Ribisi aus "Der Soldat James Ryan"), der ebenfalls mental minderbemittelt ist. Gemeinsam entdecken sie Liebe und Sex (als Referenz dient ihnen das "Joy of Sex"-Lexikon und ein Video von "Die Reifeprüfung", dem mehrfach Hommage gezollt wird). Doch die Schwierigkeiten sind bereits vorprogrammiert.

Insgesamt zeigt Marshall das Leben der beiden Liebenden als relativ rosig und abseits aller zu erwartenden Anfeindungen ihrer Umwelt. Abgesehen von ihrer gutturalen Stimme, langgezogenem, verzögertem Sprachrhythmus und einer unbeschwert-kindlichen Naivität, ist diese Carla von keiner "normalen" jungen Frau zu unterscheiden. Danny ist im Gegensatz zu Carla in der Schule überfordert und hat ein Faible für Marschmusik, was bei ihrem ersten Mal eher unglücklich, aber doch recht publikumswirksam verulkt wird. Die Konfliktsituationen werden abgesehen von einem bitteren Streit zwischen den Liebenden, als Danny betrunken allen Anwesenden im Country Club verkündet, daß sie "es" getan hätten, nur oberflächlich angeschnitten.

Die Filmemacher hatten sicherlich die besten Intentionen, herzerwärmende Kinokonfektion der zuckersüßen Art zu kreieren und das geistige Handicap der Protagonisten nicht als Quelle für billige Behindertenwitze auszunutzen. Aber anstatt schmunzelnd mit ihnen zu fühlen und zu lachen, wird der Zuschauer in Ermangelung einer schlüssigen Identifikationsfigur häufig in eine Position bequemer Überlegenheit manövriert, so daß manche Gags schon mal haarscharf am Ziel vorbeisegeln. Doch dank der starken schauspielerischen Leistung von "Natural Born Killer" Lewis, die bereits für ihre Performance in "Kap der Angst" für einen Oscar nominiert wurde, kann so manche Unebenheit ausgebügelt werden. ara.

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Info

Plakat des Films: Ganz normal verliebt

Kinostart: 05.08.1999

USA 1998

Länge: 2 h 10 min

Genre: Drama

Originaltitel: The Other Sister

Regie: Garry Marshall

Drehbuch: Alexandra Rose, Garry Marshall, Blair Richwood, Bob Brunner

Musik: Rachel Portman

Produktion: Mario Iscovich, Karen Stirgwolt

Kostüme: Gary Jones

Kamera: Dante Spinotti

Effekte: Gary Zink

Schnitt: Bruce Green

Ausstattung: Clayton Hartley, Stephen Lineweaver