Porträt der schillernden, tragischen Sixties-Ikone und Andy-Warhol-Muse Edie Sedgwick.

Kinostart: 06.08.2008

Guy Pearce

Guy Pearce
als Andy Warhol

Sienna Miller

Sienna Miller
als Edie Sedgwick

Hayden Christensen

Hayden Christensen
als Billy Quinn

Jimmy Fallon
als Chuck Wein

Jack Huston
als Gerard Malanga

Armin Amiri
als Ondine

Tara Summers
als Brigid Polk

Mena Suvari
als Richie Berlin

Meredith Ostrom
als Nico

Beth Grant
als Julia Warhol

Shawn Hatosy
als Syd Pepperman

Illeana Douglas
als Diana Vreeland

Edward Herrmann
als James Townsend

James Naughton
als Fuzzy Sedgwick

Die Handlung von Factory Girl

Nach nur einem Jahr bricht Edie Sedgwick (Sienna Miller) ihr Studium in Cambridge ab, um nach Manhattan zu ziehen, wo sie den jungen, noch erfolglosen Künstler Andy Warhol (Guy Pearce) trifft. Doch Warhol verspricht, sie zum Star zu machen, und als er selbst zur Sensation wird, ist Edie die gefeierte Muse seiner Factory. Kunst, Drogen und freie Liebe prägen diese Welt, bis sie sich in einen Rockstar (Hayden Christensen) verliebt und im Stich gelassen wird.

Das It-Girl der Swinging Sixties, Edie Sedgwick (1943-1971), war das Aushängeschild der Warhol-Factory und das Gesicht der Gegenkultur. Indie-Filmer George Hickenlooper ("Die Macht der Lüge") konzentriert sich bei seinem glänzend gespielten Biopic auf die frühen Tage.

Die reichen Eltern haben große Pläne mit ihr, doch als Edie Sedgwick Mitte der Sixties Andy Warhol kennen lernt, will sie nur Filme drehen, ein Star werden. Ein Jahr ist sie seine Muse, er ihr platonischer Bewunderer. Dann kommen zu finanziellen Problemen auch emotionale. Eine kurze Affäre mit einem Star-Songwriter endet so bitter wie ihre Beziehung zu Warhol. Sedgwicks Labilität führt zu exzessivem Drogenkonsum und schließlich zur Tragödie.

Die reichen Eltern haben große Pläne mit ihr, doch als Edie Sedgwick Mitte der Sixties die gefeierte Kunstikone Andy Warhol kennen lernt, will sie nur Filme drehen, ein Star werden. Ein Jahr ist sie seine Muse, er ihr platonischer Bewunderer. Dann kommen zu finanziellen Problemen auch emotionale. Eine kurze Affäre mit einem Star-Songwriter endet bitter und treibt einen irreparablen Keil zwischen Edie und ihrem eifersüchtigen Mentor Warhol. Sedgwicks Labilität führt zu exzessivem Drogenkonsum und schließlich zur Tragödie.

Kritik zu Factory Girl

Stark besetztes und gespieltes Porträt über den Aufstieg und Absturz der Stil-, Speed- und Sixties-Ikone Edie Sedgwick.

Ihr Kulturzentrum hieß "Factory" - und manche hielten sie auch eher für Fabrikarbeiter als Künstler - die Selbstdarsteller, Lebenskünstler und Paradiesvögel, die sich in den Sixties um Andy Warhol scharten. Diesen Hofstaat streift George Hickenloopers erster Film in den deutschen Kinos seit "Hearts of Darkness - A Filmmaker's Apocalypse" nur am Rande. Im Fokus steht Edie Sedgwick (Sienna Miller), die attraktive Studentin aus einer reichen, aber emotional degenerierten Familie, und ihre Beziehung zum Kunstnarziss Warhol (Guy Pearce). Sedgwick selbst, 1970 auf Entzug und in psychiatrischer Klinikbehandlung, blickt zurück auf die letzten sechs Jahre, in denen aus einem idealistischen, fragilen Engel ein ausgezehrter Junkie wurde. Auf einer Vernissage lernt sie Warhol kennen, der sie einführt in seine Factory, in der jeder mitmachen darf und nicht nur in Begegnungen der Kunst. Er nennt sie "Superstar", sie ihn einen "kleinen Jungen, um den man sich kümmern muss." Ein Jahr scheint in dieser bizarren Beziehung die Sonne. Edie modelt, spielt in Warhol-Filmen, wird zur Stilikone und mit schwindenden Ressourcen zum Sponsor der Factory. Mehrere Gründe könnten den Bruch zwischen ihr und dem Männer liebenden Pop-Art-Guru erklären. Doch für Hickenlooper ist es vor allem Edies behauptete Affäre mit einem unbenannten Musiker, hinter dem Bob Dylan zu erkennen ist. Spekulation und Fakten mischen sich in diesem Porträt, das drei VIPs auch durch ihr Verhältnis zueinander zu charakterisieren versucht. Obwohl Dylan und Warhol als Rivalen aufgebaut werden, um die Zuneigung des Freigeists Sedgwick, noch mehr aber in ihrem Verständnis von Kunst, werden Gemeinsamkeiten in seelischer Grausamkeit und Arroganz angedeutet, auch wenn sie aus verschiedenen Quellen gespeist werden. Der Komplexität dieser Figuren und ihrer temporären Sonne, deren Absturz tragisch endet, kann der Film nicht gerecht werden. In der Vorgeschichte psychischer Störungen im Sedgwick-Clan, bei den Missbrauchsvorwürfen gegen den Vater und vielem mehr muss er an der Oberfläche bleiben. Als dramatische Einführung aber macht sich "Factory Girl" verdient, zumal Pearce und vor allem Miller darstellerische Spitzen zeigen. Am Ende ist nicht Dylan der böse Wolf, auch wenn er vorab mit Klage drohte, sondern der mit seinen Dämonen ringende distanzierte Warhol. Die Rechnung hat er auch im Kino längst bezahlt - mit Mary Harrons "I Shot Andy Warhol". kob.

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Info

Plakat des Films: Factory Girl
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 06.08.2008

USA 2006

Länge: 1 h 31 min

Genre: Drama

Originaltitel: Factory Girl

Regie: George Hickenlooper

Drehbuch: Captain Mauzner

Musik: Edward Shearmur

Produktion: Captain Mauzner, Holly Wiersma, Malcolm Petal, Morris Bart, Kimberly C. Anderson, Aaron Richard Golub

Kostüme: John A. Dunn

Kamera: Michael Grady

Schnitt: Dana E. Glauberman, Michael Levine

Ausstattung: Jeremy Reed