US-Remake von Giuseppe Tornatores Tragikomödie über einen Witwer, der aufbricht, um seinen erwachsenen Kindern, ihren Sorgen und Enttäuschungen, wieder näher zu kommen.

Kinostart: 18.03.2010

Robert De Niro

Robert De Niro
als Frank Goode

Drew Barrymore

Drew Barrymore
als Rosie Goode

Kate Beckinsale

Kate Beckinsale
als Amy Goode

Sam Rockwell
als Robert Goode

Katherine Moennig
als Jilly

James Frain
als Tom

Melissa Leo

Handlung

Nach dem Tod seiner Frau fehlt Frank der Mittelpunkt und seinen vier erwachsenen Kindern der Mensch, mit dem sie ihr Leben besprechen und teilen konnten. Um dieser Mensch für sie werden zu können, bricht Frank zu einem Road Trip inklusive Überraschungsbesuch auf. Zwei Töchter und einen Sohn trifft er an, doch sie verbergen, wie es wirklich um sie und um den abwesenden Bruder steht. Doch Frank durchschaut die Lügen, bleibt fest entschlossen, die Familie zu vereinen und den Kindern das Gefühl zu geben, dass alles wieder gut werden könnte.

Nach dem Tod seiner Frau fehlt Frank der Mittelpunkt und seinen vier erwachsenen Kindern der Mensch, mit dem sie ihr Leben besprechen und teilen konnten. Um dieser Mensch für sie werden zu können, bricht Frank zu einem Road Trip inklusive Überraschungsbesuch auf. Zwei Töchter und einen Sohn trifft er an, aber sie verbergen, wie es wirklich um sie und um den abwesenden Bruder steht. Doch Frank durchschaut die Lügen und bleibt fest entschlossen, die Familie zu vereinen und den Kindern das Gefühl zu geben, dass alles wieder gut werden könnte.

Kritik

Am Ende des warmherzigen Remakes eines Giuseppe-Tornatore-Films heißt es auf und vor der Leinwand: "Allen geht's gut".

1990 machte sich Marcello Mastroianni auf, um seinem über ganz Italien verstreuten Nachwuchs einen Überraschungsbesuch abzustatten. Seinen Spuren folgt nun Robert De Niro - als stiller, charakterlich korrekter Witwer in den Sechzigern ein Verwandter von Jack Nicholsons Warren "Schmidt", doch ohne dessen brummig-skurrilen Züge. Die Mitteilungen seiner erwachsenen Kinder auf dem Anrufbeantworter, die für das geplante gemeinsame Wochenende absagen, und die leisen Pianotöne in Dario Marianellis Score etablieren auf Anhieb Franks Status quo: absolute Einsamkeit. Um ihr zu entkommen und seine vier Kinder für die Weihnachtsfeiertage persönlich einzuladen, bricht der gesundheitlich angeschlagene Pensionär zu einem Bahn- und Bustrip nach New York, Denver und Las Vegas auf. Einen Sohn wird er nie erreichen, den anderen und seine beiden Töchter nur kurz und überdies schwer beschäftigt. Während er von einer Stadt zur anderen unterwegs ist, die Leitungen überregionaler Kommunikation draußen am Fenster vorbeiziehen, bleibt er davon ausgesperrt, hört man nur die Kinder miteinander telefonieren, erfährt von ihrer Hilflosigkeit im Umgang mit dem Vater und vom Schicksal des einen Sohns, den er nicht wiedersehen wird. Am Ende seiner Reise wird Frank bewusst werden, dass sich nicht alle Träume der Kinder, die manchmal auch die seinen waren, erfüllten, dass er viel gefordert und geredet, aber zuwenig zugehört hat, dass aber auch ein Lernprozess und Glück möglich sind, wenn der dampfende Truthahn und Weihnachten die Familie wieder zusammenführen.

In einer seiner besten Rollen seit Jahren, aber ohne wirklich gefordert zu werden, spielt De Niro diese Figur, die einmal nicht mit riesigen Defiziten aufgeladen, nicht unnahbar oder übertrieben dominant ist, sondern vor allem die verstorbene Frau als den eigenen Lebensmittelpunkt und als Kommunikationszentrale der Kinder ersetzen muss. Der von Kate Beckinsale, Sam Rockwell und Drew Barrymore dargestellte Nachwuchs ist nicht minder oberflächlich, aber vergleichbar sympathisch skizziert. Es sind Charaktere, die Instantidentifikation ohne Folgelasten ermöglichen. Mit leichter Hand von Kirk Jones ("Lang lebe Ned Devine!") adaptiert und inszeniert, streift dieses Remake vorwiegend süß und nur reduziert bitter durch das Leben, hält berechenbar Kurs auf sein familiäres Finale. Eine Wohlfühloase für Zuschauer, die in einer Zeit nicht nur meteorologischer Kälte schnelle Wärme suchen. kob.

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Info

  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 18.03.2010

USA 2009

Länge: 1 h 39 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Everybody's Fine

Regie: Kirk Jones

Drehbuch: Kirk Jones

Musik: Dario Marianelli

Produktion: Gianni Nunnari, Vittorio Cecchi Gori, Ted Field, Glynis Murray

Kamera: Henry Braham

Schnitt: Andrew Mondshein

Ausstattung: Andrew Jackness

Website: http://www.everybodys-fine.de