Historisches Drama um den Hitler-Attentäter Georg Elser vom Regisseur von "Der Untergang".

Kinostart: 09.04.2015

Christian Friedel

Christian Friedel
als Georg Elser

Katharina Schüttler

Katharina Schüttler
als Elsa

Burghart Klaußner

Burghart Klaußner
als Arthur Nebe

Johann von Bülow
als Heinrich Müller

David Zimmerschied
als Josef Schurr

Felix Eitner
als Hans Eberle

Rüdiger Klink
als Erich

Cornelia Köndgen
als Maria Elser

Simon Licht
als SS Obergruppenführer

Martin Abram
als Ludwig Elser

Lissy Pernthaler
als Protokollf

Michael Kranz
als Franz Xaver Lechner

Gerti Drassl
als Lore

Valentina Repetto
als Brunhilde

Anna Unterberger
als Anna

Anton Algrang
als Dr. H

Michael Ehnert
als Kubjureit

Udo Schenk
als Adolf Hitler

Thomas Gräßle
als Finkbeiner

Anna Holmes
als Arthur Nebes Sekret

Sebastian Fritz
als Leonhard Elser

Christian Koch
als Grenzbeamter Rieger

Oli Bigalke
als SA-Mann

Handlung

Am 9. April 1945 wird Georg Elser im KZ Dachau auf Hitlers Befehl ermordet. Nur wenige Tage vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs stirbt jener Mann, der in einer tollkühnen Verzweiflungstat sein Leben aufs Spiel setzte, um den Nationalsozialismus zu stoppen. Elser wird am 8. November 1939 während der Jubiläumsrede Hitlers an der Grenze zur Schweiz nur wenige Minuten vor der Explosion im Münchner Bürgerbräukeller verhaftet. Unter Folter übernimmt er schließlich die alleinige Verantwortung für das geplante Attentat auf den Führer.

Kritik

Oliver Hirschbiegel gelingt nach "Der Untergang" ein weiterer packender Film, der sich mit dem dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte auseinandersetzt. Hier setzt er dem früh Widerstand leistenden Hitler-Attentäter Georg Elser ein Denkmal.

Das Drama um den frühen und lange nicht als solchen gewürdigten Widerstandskämpfer Georg Elser packt, ohne aufgesetzt oder wie Bildungsfernsehen zu wirken und auch ohne eine eindimensionale Heldengeschichte zu erzählen. Ein starkes, gut durchdachtes und konstruiertes, ausgewogenes Drehbuch von Fred Breinersdorfer, der bei "Sophie Scholl" bereits erfolgreich ähnliches Terrain bearbeitete, und Tochter Leonie Claire, liefert die Basis. Oliver Hirschbiegel ("Der Untergang") sorgt mit Kamerafrau Judith Kaufmann dafür, dass engagiertes, erwachsenes Kino daraus entsteht mit Bildern, die das Landleben am Bodensee und in der schwäbischen Provinz in leuchtenden, bunten Farben ausmalt und mit dem trist schmutziggrau des Verhörraums kontrastiert. Dort wird Elser (Christian Friedel) kurz nach seinem missglückten Anschlag - 13 Minuten (so der englische Titel) zündete der Sprengsatz zu spät - im November 1939 von zwei gegensätzlichen Männern, dem auch mitfühlenden Kripochef Neber (Burghart Klaußner) und dem linientreuen SS-Karrierist Müller (Johann von Bülow), in die Mangel genommen. Hirschbiegel schildert die Gestapofoltertechniken offen, schmerzhaft auch für den Zuschauer, der umso mehr Respekt vor Elsner gewinnt, der anfangs auf den Druck noch mit Frechheit reagiert. Die geschickt eingebauten Rückblenden in die Vergangenheit Elsners, als er die Frauen und insbesondere die verheiratete Elsa (Katharina Schüttler) als Musiker und Charmeur erobert, nimmt man dankbar auf. Sie schildern auch anschaulich die Entwicklung Elsers vom Pazifisten zu jemandem, der nachdem er u.a. die Verhaftung seines Freundes miterlebt, etwas tun muss und dabei auch den Tod von Unschuldigen in Kauf nimmt. Elser wird auch in seiner Schwäche gezeigt, etwa wenn er anfangs zusieht, wie Elsa von ihrem Mann drangsaliert wird, ohne einzugreifen. Friedel, hochgelobt für "Das weiße Band" legt als Elser erneut einen formidablen, vielschichtigen Auftritt hin und reüssiert auch als Sänger und Musikant. Die von ihm vorgetragenen (Volks)lieder passen sich hervorragend in den modernen, zurückhaltenden Score ein, tragen viel zur emotionalen Involvierung bei. Aber auch Klaußner, von Bülow und Schüttler passen sich perfekt in ihre Rollen. Einen Heimat- und einen Liebesfilm und einen Politkrimi wollte Hirschbiegel nach eigener Aussage machen und Elser als Widerstandskämpfer würdigen. All das ist ihm gelungen. hai.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 09.04.2015

Deutschland 2015

Länge: 1 h 54 min

Genre: Drama

Originaltitel: Elser

Regie: Oliver Hirschbiegel

Drehbuch: Fred Breinersdorfer, Léonie-Claire Breinersdorfer

Musik: David Holmes

Produktion: Fred Breinersdorfer, Oliver Schündler, Boris Ausserer

Kostüme: Bettina Marx

Kamera: Judith Kaufmann

Effekte: Jörn Großhans

Schnitt: Alexander Dittner

Ausstattung: Benedikt Herforth

Website: http://www.elser-derfilm.de