Verfilmung der Erinnerungen von Mariane Pearl, die 2002 hilflos miterleben musste, wie ihr Ehemann Daniel in Pakistan von Al-Kaida entführt und hingerichtet wurde.

Kinostart: nicht bekannt

Angelina Jolie

Angelina Jolie
als Mariane Pearl

Dan Futterman
als Daniel Pearl

Archie Panjabi

Archie Panjabi
als Asra Nomani

Irrfan Khan
als Captain

Will Patton
als Randall Bennett

Denis O'Hare
als John Bussey

Jillian Armenante
als Maureen Platt

Adnan Siddiqui
als Dost Aliani

Demetri Goritsas
als John Skelton

Gary Wilmes
als Steve LeVine

Die Handlung von Ein mutiger Weg

Am 23. Januar 2002 wird der Asien-Chefkorrespondent des Wall Street Journal, Daniel Pearl (Dan Futterman), der nach dem 11. September aus der Krisenregion Pakistan berichtet, von Al-Qaida-Terroristen in Karatschi entführt. Als seine schwangere Frau Mariane (Angelina Jolie) davon erfährt, versucht sie erschüttert alles in ihrer Macht stehende zu tun, um ihn freizubekommen. Diplomatenunterhändler Randall Bennett (Will Patton) steht ihr vor Ort bei, wo sie schwere Rückschläge hinnehmen muss und den Tod ihres Mannes nicht verhindern kann.

Basierend auf Mariane Pearls Memoiren dringt Michael Winterbottom nach "In This World" und "Road to Guantanamo" ein drittes Mal nach Pakistan vor. Trotz Hollywoodstar Jolie behält er abermals den Stil eines authentischen und sehr bewegenden Dokudramas bei.

Entsetzt muss Mariane Pearl erfahren, dass ihr Ehemann Daniel, ein Journalist des "Wall Street Journal", der nach 9/11 aus der Krisenregion in Pakistan berichtet, von Terroristen der Al-Qaida entführt wurde: Verzweifelt unternimmt die erschütterte Frau alles in ihrer Macht stehende, um die Freilassung ihres Mannes zu erwirken. Vor Ort in Pakistan erlebt sie Rückschläge und erfährt Unterstützung, wo sie sie nicht erwartet hätte. Den grausamen Mord an ihrem Mann kann sie jedoch nicht verhindern.

Entsetzt muss Mariane Pearl erfahren, dass ihr Ehemann Daniel, ein Journalist des "Wall Street Journal", der nach 9/11 aus der Krisenregion in Pakistan berichtet, von Terroristen der Al-Qaida entführt wurde: Verzweifelt unternimmt die erschütterte Frau alles in ihrer Macht stehende, um die Freilassung ihres Mannes zu erwirken. Vor Ort in Pakistan erlebt sie Rückschläge und erfährt Unterstützung, wo sie sie nicht erwartet hätte. Den grausamen Mord an ihrem Mann kann sie jedoch nicht verhindern.

Kritik zu Ein mutiger Weg

Der Kampf von Mariane Pearl um das Leben ihres Mannes Daniel ist Thema eines hoch emotionalen und mit dokumentarischer Dichte erzählten Dramas.

Es ist unmöglich, ungerührt zu bleiben, bei Michael Winterbottoms mit Spannung erwartetem Studioprojekt über Mariane Pearl, Ehefrau des Journalisten Daniel Pearl, die 2002 in Pakistan mehrere Woche um das Leben ihres von Terroristen entführten Mannes bangen muss, bis Gewissheit besteht, dass er von einer Splittergruppe der Al-Kaida geköpft wurde. Obwohl der Ausgang feststeht, ist der Film spannend von der ersten bis zur letzten Minute. Das liegt zum einen an Winterbottoms gewohnt atemlosen Stil, der mit Guerilla-Methoden auf den Straßen von Karatschi drehte und eine Unmittelbarkeit und Direktheit erzielt, wie man sie in Hollywood-Produktionen selten erlebt. Von Look und Atmosphäre erinnert dieser fieberhafte Film mit seinem geradezu journalistischen Bemühen um die Aufklärung von Zusammehängen und hintergründen an Winterbottoms ebenso politisch brisante "In This World" oder "Der Weg nach Guantanamo", die ebenfalls in Teilen in Pakistan entstanden. Zum anderen fasziniert Angelina Jolie in der Rolle der hochschwangeren Mariane Pearl. Trotz ihres Status als Superstar fügt sie sich nahtlos in den Film, auch wenn man sich an ihre raumgreifenden Auftritte erst einmal gewöhnen muss. Letztlich machen sie aber unbedingt Sinn, weil Jolie damit die Verzweiflung und übermenschliche Bemühung Pearls regelrecht greifbar macht, wie eine Löwin um das Leben ihres Mannes zu kämpfen - auch wenn sie von vornherein auf verlorenem Posten steht und insgeheim weiß, dass sie nur eine unbedeutende Schachfigur in einem Spiel ist, das größer ist als sie und ihr kleines Leben. Ihre stärksten Auftritte hat die Oscar-Gewinnerin in den dramatischen letzten Szenen des Films, einmal, wenn diese starke Frau vom Tode ihres Mannes erfährt, dann erneut, wenn sie ihr Baby zur Welt bringt: Beide Male hört man sie unmenschliche Schreie ausstoßen - und doch könnten sie nicht unterschiedlicher sein, markiert der eine doch ein unwiderrufliches Ende, der andere einen Anfang, eine Hoffnung darauf, dass das Leben letztendlich stärker ist als die, die nur Tod und Zerstürung im Sinn haben. Emotionaler kann ein Drama kaum sein, das es sich auch zum Auftrag gemacht hat, einen Einblick in eine komplexe politische Situation zu gewähren, das immer voll drauf hält und mitten drin ist, aber auch weiß, wann man abblenden muss: So sieht man zwar eine Nachstellung des Videobands, auf dem Daniel Pearls letzte Worte zu hören und seine feige Ermordung zu sehen ist. Winterbottom belässt es aber bei den Worten: Voyeure kommen hier nicht zu ihrem Recht. Wohl aber die, die es zu schätzen wissen, wenn ihre Unterhaltung nicht nur emotional, sondern auch intelligent ist. ts.

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Info

Plakat des Films: Ein mutiger Weg
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: nicht bekannt

USA 2007

Länge: 1 h 48 min

Genre: Drama

Originaltitel: A Mighty Heart

Regie: Michael Winterbottom

Drehbuch: John Orloff

Produktion: Brad Pitt, Andrew Eaton, Dede Gardner, Andrew Eaton

Kostüme: Charlotte Walter

Kamera: Marcel Zyskind

Schnitt: Peter Christelis

Ausstattung: Mark Digby

Website: http://www.ein-mutiger-weg.de