Romantisches Date-Movie, das lose auf Hornbys Bestseller beruht und einen Baseballfan statt einen Fußbalfan porträtiert.

Kinostart: 27.10.2005

Drew Barrymore

Drew Barrymore
als Lindsey

Jimmy Fallon
als Ben

Jason Spevack
als Ben (1980)

Jack Kehler
als Al

Lenny Clarke
als Onkel Carl

Ione Skye
als Molly

Scott H. Severance
als Artie

KaDee Strickland
als Robin

Jessamy Finet
als Teresa

Evan Helmuth
als Troy

Maureen Keiller
als Viv

James B. Sikking
als Doug Meeks

Willie Garson
als Kevin

Armando Riesco
als Gerard

JoBeth Williams
als Maureen Meeks

Marissa Jaret Winokur
als Sarah

Brandon Craggs
als Casey

Brett Murphy
als Ryan

Isabella Fink
als Audrey

Miranda Black
als Carrie

Greta Onieogou
als Tammy

Johnny Sneed
als Chris

Michael Rubenfeld
als Ian

Zen Gesner
als Steve

Siobhan Fallon Hogan
als Lana

Handlung

Seit ihn sein Vater im Alter von 11 Jahren das erste Mal mit ins Stadion nahm, schlägt das Herz des Mathelehrers Ben Wrightman (Jimmy Fallon) für das Baseballteam der Boston Red Sox. Nun tritt mit der attraktiven Geschäftsfrau Lindsey Meeks (Drew Barrymore) die Liebe in sein Leben, und weil Lindsay nichts gegen ein bisschen Sportbegeisterung einzuwenden hat, könnte es eine langersehnte dauerhafte Beziehung werden. Bald aber stellt sich heraus, dass Lindsey Bens Ausmaß an Obsession unterschätzt hat.

Basierend auf einem bereits 1997 mit Colin Firth verfilmten Roman von Nick Hornby ("High Fidelity") inszenierten die einst für Bad-Taste-Jokes berüchtigten Gebrüder Bobby und Peter Farrelly ("Kingpin", "Verrückt nach Mary") diese romantische Komödie rund um das universelle Streitthema Sport und Beziehung.

Red Sox-Fan seit Kindertagen Ben lernt während der Winterspielpause Lindsey kennen und sie verlieben sich. Doch mit Saisonauftakt dreht sich Bens Leben nur noch um das Team, so dass er sogar ein romantisches Wochenende in Paris ausschlägt, um kein Spiel zu versäumen. Lindsey reißt der Geduldsfaden und Ben muss sich überlgen, welche Prioritäten er fortan setzt.

Als die Geschäftsfrau Lindsey den Lehrer Ben kennen lernt, wähnt sie sich auf der beziehungstechnisch sicheren Seite. Doch die Freude währt nur kurz, denn als die Winterpause vorbei ist, bricht sich die wahre Identität Bens Bahn. Fortan sitzt Lindsey nämlich auf der Reservebank, während ihr Schatz sein Leben voll und ganz seiner Lieblings-Baseballmannschaft, den Red Sox, widmet. Rot ist auch die Farbe, die Lindsey sieht, als Ben sogar ein Liebeswochenende in Paris ausschlägt, um für "seine" Mannschaft da zu sein.

Kritik

Eine Komödie der Farrelly-Brüder ("Verrückt Nach Mary") ohne Bad-Taste-Gags? Kaum vorstellbar, doch genau dies ist der Fall bei ihrer ungewohnt zurückhaltend-zahmen romantischen Komödie mit Drew Barrymore und Jimmy Fallon. Die Story basiert lose auf dem bereits 1997 mit Colin Firth verfilmten ersten Roman von Nick Hornby ("High Fidelity", "About A Boy"), wobei der Protagonist statt vom Fußball- nun vom Baseball-Fieber angesteckt ist.

Die Dreieicks-Lovestory zwischen Businessfrau Lindsey, Schullehrer Ben und seiner heiß geliebten Mannschaft der Red Sox wurde vom Veteranen-Autorenteam Lowell Ganz und Babaloo Mandel ("Splash", "City Slickers") adaptiert. Dementsprechend werden hier nicht die patentiert ausufernd-absurden Albernheiten der Farrellys (die bislang zumeist ihre eigenen Drehbücher schrieben) aufgefahren, sondern charmante Romantik und der kameradschaftliche Sportfanaspekt hervorgehoben. Dies bot sich an, da die treuen Fans der Red Sox, die seit dem Verkauf von Spielerlegende Babe Ruth 1918 an die New York Yankees keine Worldseries mehr gewonnen hatten, eine Spezies für sich sind. Dazu gehört auch Ben Wrightman, der seit Kindertagen jedem Spiel seines Teams mit nahezu religiöser Ritualhaftigkeit beiwohnt. Während der Winterspielpause lernt er Lindsey kennen, die daher nicht die geringste Ahnung vom Ausmaß seiner Obsession hat. Zwar sieht sie ein Indiz dafür in seiner mit Red-Sox-Fanartikel zugepflasterten Wohnung, doch hält sie dies für nicht mehr als ein typisches Männerhobby. Dies ändert sich mit dem Saisonauftakt, da sich jede freie Minute in Bens Leben fortan um das Team dreht. Er schlägt sogar ein romantisches Wochenende mit Lindsey in Paris aus, um kein Spiel zu versäumen. Auf Dauer kann dies natürlich nicht gut gehen und Lindsey reißt der Geduldsfaden. Erstmals fragt sich Ben, ob die Infantilität seines Fanatismus ihn davon abhält, erwachsen zu werden und eine Partnerschaft zu haben. Um Lindsey zurückzugewinnen, ist er sogar bereit seine auf Lebenszeit geerbten Stadionsplätze in den vordersten Reihen zu verkaufen. Beim herzerwärmenden Finale im Stadion wird dann selbstverständlich ein Homerun für die Liebe geschlagen.

Sowohl Barrymore als auch der ehemalige Saturday-Night-Live-Komiker Fallon überzeugen als sympathische Jederleute, was Hand in Hand mit dem familiären "Kleine Leute"-Grundtenor der Komödie geht. Das Geschehen konzentriert sich fast ausschließlich auf die beiden Protagonisten, ihre Interaktionen mit ihren Freunden (Bens fanatische Männerclique, ihre skeptischen Freundinnen) wird in erster Linie zur amüsanten Auflockerung eingesetzt. Lauthalse Lacher fallen ein wenig spärlich aus. Dafür nimmt das warmherzige Element der Liebesgeschichte Oberhand, womit sich der achte Film der Farrellys als kurzweiliges Datemovie qualifiziert. ara.

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Info

Plakat des Films: Ein Mann für eine Saison

Kinostart: 27.10.2005

USA 2005

Länge: 1 h 43 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Fever Pitch

Regie: Peter Farrelly, Bobby Farrelly

Drehbuch: Lowell Ganz, Babaloo Mandel

Musik: Craig Armstrong

Produktion: Drew Barrymore, Bradley Thomas, Gil Netter, Alan Greenspan, Amanda Posey, Nancy Juvonen

Kostüme: Sophie de Rakoff Carbonell

Kamera: Matthew F. Leonetti

Schnitt: Alan Baumgarten

Ausstattung: Maher Ahmad, Brandt Gordon

Website: http://www.einmannfuereinesaison-derfilm.de