Das perfekte Geheimnis - auf KINO&CO

Postapokalyptischer SciFi/Horrorthriller auf den Spuren von "Mad Max" und "28 Days Later".

Kinostart: 12.06.2008

Rhona Mitra

Rhona Mitra
als Major Eden Sinclair

Bob Hoskins

Bob Hoskins
als Bill Nelson

Adrian Lester
als Sergeant Norton

Alexander Siddig
als Prime Minister Hatcher

David O'Hara
als Michael Canaris

Malcolm McDowell
als Kane

Die Handlung von Doomsday - Tag der Rache

Als das tödliche "Reaper"-Virus in Schottland Hunderttausende in den Tod reißt, errichtet die britische Regierung kurzerhand eine unüberwindliche Mauer. 30 Jahre später hat die Welt die verheerte Region vergessen. Als die Seuche mitten in London erneut ausbricht, soll Eden Sinclair (Rhona Mitra) mit einem Elite-Team in die Sperrzone eindringen und Dr. Kane (Malcolm McDowell) finden, der ein Gegenmittel kennt. Bandenführer Sol (Craig Conway) fängt sie ab.

Nach dem stilperfekten Schocker "The Descents" verwandelt Neil Marshall seine Heimatinsel wieder mal in postapokalyptisches "28 Days Later"-Territorium, auf dem Action nach anarchistischer "Mad Max"-Manier auf dem Plan steht - mit einem kräftigen Anteil "Resident Evil".

Die taffe Eden Sinclair soll im Niemandsland ein Gegenmittel für den wieder ausgebrochenen Reaper-Virus finden. Dort treibt eine kannibalistische Anarcho-Bande unter der Führung des übergeschnappten Irokesen-Punker Sol ihr Unwesen. Nur mit Mühe kann sie ihm und seinen Schergen entkommen und landet im Herrschaftsbereich des Wissenschaftlers Kane, der sie zum Gladiatoren-Kampf antreten lässt.

Nachdem Schottland von einem Horrorvirus heimgesucht wurde, reagiert England, in dem es entlang des alten Hadrianwalls eine Mauer mit Selbstschussanlagen errichtet und die Menschen dahinter ihrem Schicksal überlässt. Rund 30 Jahre später bricht die Seuche im Herzen Londons aus, während ein Satellit in Glasgow offenbar immune Überlebende erspäht. Spezialagentin Eden soll mit einem Team in der Todeszone nach dem Rechten sehen, ohne zu ahnen, auf was für ein Schlachtfeld zu geraten man im Begriffe ist.

Nach einer verheerenden Seuche riegelt man Schottland für dreißig Jahre von der Außenwelt ab. Jetzt sieht einen Spezialteam nach dem Rechten und erlebt unangenehme Überraschungen. Augenzwinkernder SF-Actionthriller im Stile von Klassikern des Genres.

Kritik zu Doomsday - Tag der Rache

Postapokalyptischer SciFi/Horrorthriller, mit dem der stilgewandte "The Descent - Abgrund des Grauens"-Regisseur Neil Marshall in ironisch-abgebrühter Endzeitstimmung schwelgt.

Nachahmung ist bekanntlich das größte Kompliment und das verteilt Marshall (insbesondere) an die Genreklassiker "Mad Max" und "Die Klapperschlange" sowie an die modernen Zombieschocker "28 Days Later" und "Resident Evil". Auch die patente Heroin dieser Vision einer barbarischen Zukunft mutet wie ein Klon an, der zu gleichen Teilen aus der cineastischen DNA von Lara Croft, "Resident"-Alice und Snake Plissken (zumindest seine Augenklappe) kreiert wurde. Mit cooler Kickass-Attitüde wird diese feurige Fighterin namens Eden Sinclair von Rhona Mitra ("Skinwalkers") dargestellt, die optisch als Schwester von Kate Beckinsale durchgehen könnte (mit der sie derzeit für ein "Underworld"-Sequel vor der Kamera steht). Jedenfalls weiß sie sich photogen zu wehren, sei es mit Schnellfeuergewehr, Schwertern, Spießen oder bloßen Fäusten, womit der Unterhaltswert des futuristischen Nonstop-Actioners aggressiv in den Overdrive schaltet.

Ab dem im Jahr 2008 angelegten Prolog wird sofort blutig-brutal in die Splatter-Volllen gegriffen, als in Schottland eine tödliche Epidemie des Reaper-Virus die Bevölkerung dezimiert. Das ganze Land wird daraufhin von einer bewachten Sicherheitsmauer umgeben, um so die Krankheit einzudämmen. Im Jahr 2035 gibt es einen erneuten Krankheitsausbruch in London, woraufhin Major Sinclair im Niemandsland nach einem Heilmittel suchen soll. Denn Satellitenbilder zeigen die Aktivität mutmaßlicher Überlebender an. Wie Sinclair und ihr militärischer Trupp alsbald feststellen, hat sich fernab der Zivilisation eine kannibalistische Anarcho-Bande im Donnerkuppel-Look entwickelt, die von dem übergeschnappten Irokesen-Punker Sol (Craig Conway in seiner dritten Zusammenarbeit mit Marshall) angeführt wird. Zu deren Zeitvertreib gehört eine im "Blues Brothers"-Stil choreographierte Fete, wo der Cancan getanzt und zu den Klängen von den Fine Young Cannibals und Siouxie and the Banshees ein Gefangener gegrillt wird. Diesem Terrorhaufen kann Sinclair nur knapp entkommen (nachdem sie Sols Freundin enthauptet hat), woraufhin sie sich aus dem versifften Glasgow ins unberührte "Highlander"-Territorium von Wissenschaftler Kane (Malcolm McDowell) begibt. Er regiert dort als feudaler Herrscher über eine mittelalterliche Subkultur und auch dort wollen sie Sinclair per Ritter/Gladiorenkampf an den Kragen gehen. Im Anschluss amüsiert das hochtourige "Road Warrior"-inspirierte Finale, das sich nahtlos in dieser famos-fiebrig von einer Ära zur nächsten springenden Hommage einfügt. Eindeutig ein "Tag der Rache", der Spaß macht. ara.

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Info

Plakat des Films: Doomsday - Tag der Rache

Kinostart: 12.06.2008

Großbritannien 2008

Länge: 1 h 48 min

Genre: Sci-Fi

Originaltitel: Doomsday

Regie: Neil Marshall

Drehbuch: Neil Marshall

Musik: Tyler Bates

Produktion: Steven Paul, Benedict Carver

Kostüme: John Norster

Kamera: Sam McCurdy

Schnitt: Andrew MacRitchie

Ausstattung: Simon Bowles