Äußerst gelungene und amüsante Verfilmung des Kinderbuchs von Jo Nesbø über einen genialen Erfinder.

Kinostart: 15.01.2015

Kristoffer Joner

Kristoffer Joner
als Doktor Proktor

Emily Glaister
als Lise

Atle Antonsen
als Herr Thrane

Eilif Hellum Noraker
als Bulle

Anke Engelke
als Chefin des Patentamtes

Ingar Helge Gimle
als Kommandeur

Marian Saastad Ottesen
als Frau des Kommandeurs

Arve Guddingsmo Bjørn
als Trym

Even Guddingsmo Bjørn
als Truls

Bjarte Tjøstheim
als 1. Polizist

Henrik Horge
als 2. Polizist

Linn Skåber
als Bulles Mutter

Leif Dubard
als Graf Margarin

Marie Blokhus
als Juliette

Janny Hoff Brekke
als Frau mit Hund

Die Handlung von Doktor Proktors Pupspulver

Doktor Proktor ist ein toller Erfinder, der den Nobelpreis längst verdient hätte. Allein seine neueste Erfindung, das Pupspulver, hat so viel Power, dass man damit zum Mond fliegen könnte. Das bringt den hinterhältigen Thrane auf den Plan. Der will Proktor die Formel zu dessen Wunderpulver abjagen, um es dann als seine Erfindung zu deklarieren. Doch der hat die Rechnung ohne die kleine Lise und deren Nachbarn Bulle gemacht. Als loyale Verbündete des Doktors setzen sie alles daran, Thrane und seinen tumben Söhnen eins auszuwischen.

Kritik zu Doktor Proktors Pupspulver

Skurrilen Spaß, eine schräge Story und verrückte Figuren hat die deutsch-norwegische Kinderfilmproduktion, die nach einer Vorlage von Krimiautor Jo Nesbø entstand, zu bieten.

Wenn Menschen auf Bananenschalen ausrutschen, einen Eimer Wasser über den Kopf gegossen bekommen oder ihnen versehentlich ein Furz auskommt, dann sind das oftmals die größten Lacher im Kino. Gerade was letzteren Gag betrifft, macht auch der wunderbar skurrile Kinderfilm "Doktor Proktors Pupspulver" keine Ausnahme. Die norwegisch-deutsche Produktion schafft es zudem schon binnen weniger Minuten, das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Denn allein der Vorspann kreuzt drei Genres, er beginnt wie eine Romanze, wenn ein Pärchen händchenhaltend auf einer Bank im Hafen sitzt, wechselt in blanken Horror, wenn plötzlich eine Riesenwasserschlange auftaucht, und wird zur Comedy, wenn eine Katze - blaues Pulver pupsend - durchs Bild läuft.

Auch in der Folge versteht es Regisseur Arild Fröhlich hervorragend, das Beste aus der Buchvorlage von Jo Nesbø, der ja auch für knallharte Krimikost ("Headhunters") steht, herauszuholen. Das heißt: Das Tempo wird hoch gehalten, ohne zu überdrehen, Slapstick und Wortwitz überbieten sich gegenseitig an Originalität und die Schauspieler tun ihr Übriges, wenn sie ihren leicht bis massiv verrückten Figuren lustvoll Leben einhauchen. Das die Handlung vorantreibende Element ist dabei die Beziehung des schrägen Erfinders Doktor Proktor zu der kleinen Lise und ihrem Nachbarn Bulle. Die beiden erweisen sich als zwei bedingungslose Verbündete, wenn es darum geht, dem hässlichen dicken Thrane eins auszuwischen. Der behauptet nämlich ebenfalls, Erfinder zu sein, tut aber nichts anderes, als mit Hilfe seiner tumben Zwillingssöhne Proktors geniale Ideen zu klauen und als die seinigen zu deklarieren.

Als wäre das nicht schon Action und Fun genug, erweist sich dieser überragende Film für den Nachwuchs, der Erwachsene gleichermaßen zum Schmunzeln bringen wird, auch in Sachen Produktionsdesign und auf tricktechnischer Ebene verblüffend ausgereift. So zählen die Tricks (von der Stuttgarter Effekte-Firma Pixomondo), wenn etwa Pupsonaut Bulle wie eine Ein-Mann-Rakete durchs Weltall düst, mit zum Besten, was man bisher aus europäischen Kinderfilmproduktionen gekannt hat. Ein Cameo von Anke Engelke als Patentamtschefin mit Oma-Frisur, zahlreiche weitere zum Schreien komische Pups-Einlagen sowie ein herrlich kitschiges Happy End mit dem verliebten Proktor in Paris machen diesen anarchischen Spaß, der Pippi Langstrumpfs Geist in sich trägt und trotzdem ganz auf die eigene Handschrift setzt, zu einem Kinovergnügen, das Lust auf noch viel mehr macht. Apropos: "Doktor Proktors Zeitbadewanne" ist bereits in Arbeit. lasso.

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Info

Kinostart: 15.01.2015

Norwegen/Deutschland 2014

Länge: 1 h 28 min

Genre: Action

Originaltitel: Doktor Proktors Prompepulver

Regie: Arild Fröhlich

Drehbuch: Johan Bogaeus

Produktion: Synnøve Høirsdal, Cornelia Boysen

Kostüme: Kjell Nordström

Kamera: Askild Vik Edvardsen

Schnitt: Christoffer Heie

Ausstattung: Angelica Boehm

Website: http://www.doktor-proktors-pupspulver.de