Kinostart: nicht bekannt

Handlung

Schon als Kind lernt der sympathische Verlierer Mitch, daß Rache süß ist. Eine Philosophie, der er sich auch als Erwachsener noch mit Gusto verschreibt. Als sein Vater 50.000 Dollar für eine Herztransplantation benötigt, gründen Mitch und sein Bruder Sam die Dirt Work Inc. und bieten ihre Rachekünste für gutes Geld an. Der schmierige Immobilienhai Cole sichert sich die Dienste der beiden und läßt sie ein Haus verwüsten, um es dann abreißen zu können. Doch in dem Haus wohnt die Oma von Mitchs Angebeteter - und das bedeutet Krieg.

Kritik

Seien es John Belushi, Bill Murray oder Jim Carrey (um nur einige zu nennen) - all diesen amerikanischen Komiker diente die langjährige Satiresendung Saturday Night Live als kalauerreiches Karrieresprungbrett. Ein weiterer SNLer, der nun den Weg nach Hollywood antrat, ist Norm MacDonald. Er übernimmt in

seinem Leinwanddebüt nicht nur die Hauptrolle, sondern zeichnet in Zusammenarbeit mit Frank Wolf für das formelhafte Drehbuch der krudhumorigen Klamotte verantwortlich.

Rache ist süß und im Fall von "Dirty Work" ein einträgliches Geschäft. Das stellen die beiden Freunde Matt und Sam (Mad TV-Veterean Artie Lange übernimmt bei diesem Buddyteam den tölpelhaften Fettwanst-Part ohne viel Plot-Gewicht zu registrieren) fest, nachdem sie als klassische Verlierertypen unfähig sind, einen geregelten Job zu halten. Der Prolog zeigt die beiden als Schuljungs, die ihren Feinden mit ausgeklügelten Racheakten zeigen, was eine Harke ist. In ihren Mitdreißigern machen sie diese Findigkeit und ihr offenbar einziges Talent zum Beruf. Da werden einem ekelhaften Autohändler, scheinbar tote Prostituierte in den Kofferraum von Werbefahrzeugen geschmuggelt, ein mieser Kinobetreiber wird mit einer falschen (Porno-) Filmspule vor seinen Vorgesetzten blamiert, tote Fische in eine chique Designervilla von partyfreudigen Drogendealern versteckt, Popcorn in Fahrzeuge gekippt und Stinktiere im Opernhaus losgelassen. Nebenbei wird ein romantischer Subplot mit der schnuckeligen Kathy angekurbelt, ein Wettlauf mit der Zeit aufgenommen - die Freunde müssen kurzfristig mit 50.000 Dollar für ein notwendiges Herztransplantat für Sams Vater aufbringen - und eine brenzlige Konfliktsituation mit dem schleimigen Immoblieninvestor Travis Cole bewältigt. Zuguterletzt wird ein Happy End mit einem satirisch angehauchten Sahnehäubchen von moralischer Botschaft, die Redlichkeit selbst im Anfall von Rachsucht

propagiert, aufgetischt.

Die Gags und Dialoge sind häufig nur mäßig witzig ausgefallen und wildern bevorzugt in den Gefilden albern-geschmackloser Anzüglichkeiten. Protagonist MacDonald entpuppt sich als recht sympathischer, wenn auch insgesamt farbloser Lead. Mehr oder minder humorvolle Unterstützung wird ihm durch Cameos von SNL-Komikern Chevy Chase, Chris Farley, Adam Sandler und John Goodman zuteil, die der bleiernen Banalität der Rachekomödie auch nicht viel entgegen zu setzen haben.ara.

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Info

Plakat des Films: Dirty Work

Kinostart: nicht bekannt

USA 1998

Genre: Komödie

Originaltitel: Dirty Work

Regie: Bob Saget

Drehbuch: Frank Sebastiano, Norm MacDonald, Fred Wolf

Musik: Richard Gibbs

Produktion: Robert Simonds

Kostüme: Beth Pasternak

Kamera: Arthur Albert

Schnitt: George Folsey

Ausstattung: Gregory P. Keen, Gordon Lebredt

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