Pilot für eine ZDF-Samstagskrimireihe, in der Anja Kling und Lisa Tomaschewsky als Mutter und Tochter ein Ermittlerteam bilden.

Kinostart: nicht bekannt

Anja Kling

Anja Kling
als B

Lisa Tomaschewsky

Lisa Tomaschewsky
als Kim Wallenstein

Tobias Oertel

Tobias Oertel
als Fabian Wiedlitz

Benjamin Sadler
als Rolf Koch

Sarah Horváth
als Stefanie Koch

Inka Friedrich
als Loni G

Andreas Schmidt
als Carsten G

Steffen Münster
als Uwe Albert

Esther Esche
als Laura Koch

Thomas Bading
als Staatsanwalt Boris

Robert Besta
als Grigar

Gerdy Zint
als Koma

Christian Erdmann
als Rechtsmediziner Raiko

Max Hopp
als Anwalt Dr. K

Kritik

Der Auftakt zur neuen ZDF-Krimireihe aus Dresden lebt vor allem vom Zusammenspiel von Anja Kling und Lisa Tomaschewsky als Mutter und Tochter

Vor vier Jahren hat Sat.1 mit einem ausgesprochen reizvollen Krimiduo überrascht. Die Titelheldinnen aus "Hannah Mangold & Lucy Palm", gespielt von Anja Kling und Britta Hammelstein, waren eine Kombination wie Nitro und Glycerin: die eine knallhart, die andere durchgeknallt. Der Sender hat einen weiteren Film mit den beiden produzieren lassen ("Tod im Wald"), aber bis heute nicht ausgestrahlt. Dafür startet nun das ZDF mit den "Wallensteins" eine Krimireihe, deren personelle Konstellation ganz ähnlich klingt, und das nicht allein, weil Kling auch hier die erfahrene Kommissarin spielt: Bärbel Wallenstein muss sich mit einer neuen jungen Kollegin rumschlagen, die zwar klug, aber auch kühl, besserwisserisch und vorlaut ist. Vor allem jedoch sind die beiden Mutter und Tochter, die sich seit zehn Jahren nicht gesehen haben, weshalb die Kombination ähnlich explosiv ist wie bei Mangold & Palm: Kim (Lisa Tomaschewsky) hat noch eine gewaltige Rechnung mit Bärbel offen; der Episodentitel "Dresdener Dämonen" bezieht sich auf die Schatten der Vergangenheit, denen sie sich endlich stellen will. Wie so oft in den Auftaktfilmen einer neuen Reihe drängt die Einführung der Figuren den eigentlichen Fall auch hier deutlich in den Hintergrund, zumal die ständigen Scharmützel von Mutter und Tochter ohnehin interessanter sind als die Suche nach dem Mörder eines Junkies, der in den Überresten seiner explodierten Wohnung gefunden wird. Da die innerfamiliären Auseinandersetzungen vermutlich auch in den kommenden Folgen so etwas wie ein Alleinstellungsmerkmal für "Die Wallensteins" darstellen werden, musste das Autorenduo Christoph Silber und Thorsten Wettcke im ersten Aufeinandertreffen der beiden Frauen die Grundlagen für die Weitererzählung dieser horizontalen Ebene schaffen. Mit Benjamin Sadler, Andreas Schmidt und Inka Friedrich sind die Gastrollen prominent besetzt, doch im Grunde dienen auch die Ermittlungen nur als Bühne für das allerdings ausgesprochen unterhaltsame Duell der beiden Titelfiguren. Der Film ist zwar alles andere als eine Komödie (Regie: Carlo Rola), aber die boshaften Dialoge sind eine wahre Freude. Es spricht für Buch und Umsetzung, dass die Figurenentwürfe nicht überzeichnet wirken, obwohl das Revier die reinste Beziehungskiste ist: Bärbel Wallenstein hat ein aktuelles Verhältnis mit einem Kollegen (Tobias Oertel) und ein ehemaliges mit dem Gerichtsmediziner. tpg.

Wertung Questions?

FilmRanking: 34417 -1710

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

Plakat des Films: Die Wallensteins: Dresdner Dämonen

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2014

Genre: Thriller

Originaltitel: Die Wallensteins: Dresdner Dämonen

Regie: Carlo Rola

Drehbuch: Christoph Silber, Thorsten Wettcke

Musik: Oliver Biehler

Produktion: Regina Ziegler, Ilka Förster

Kostüme: Carola Neutze

Kamera: Nicolay Gutscher

Schnitt: Friederike Normann

Ausstattung: Marcus Berndt