Der britische Offizier Percy Fawcett (Charlie Hunnam) sucht im Amazonasgebiet nach einer verlorenen Zivilisation.

Kinostart: 30.03.2017

Die Handlung von Die versunkene Stadt Z

Der bolivianische Urwald in den 1920ern: Der britische Forscher Percy Fawcett stößt auf die Spuren einer unbekannten Kultur – und diese Entdeckung verändert sein Leben für immer.

Alles deutet darauf hin, dass tief im Dschungel eine verborgene Stadt, unentdeckt von der modernen Welt, bis heute überlebt haben könnte.

Zurück in London, versucht er, die Mittel für eine große Expedition aufzutreiben. Vergeblich.

Doch Fawcett lässt sich nicht von seiner Idee abbringen und bricht schließlich nur mit seinem halbwüchsigen Sohn und einigen wenigen Getreuen auf ...

"Sons of Anarchy"-Star Charlie Hunnam in der Hauptrolle, Robert Pattinson als sein Scout und Sienna Miller als Fawcetts Ehefrau Nina bilden das hochkarätige Ensemble.

Im Regie-Stuhl feiert Goldene-Palme-Gewinner James Gray ("The Immigrant") einen selten Ausflug ins Mainstream-Kino und überwältigt das Publikum mit diesem groß inszenierten Abenteuer-Epos, das auch noch auf wahren Begebenheiten beruht.

Kritik zu Die versunkene Stadt Z

Abenteuerkino mit Leinwandfüllenden Bildern ist die Verfilmung von David Granns Roman "Die versunkene Stadt Z" über den realen Entdecker und Soldaten Percy Fawcett, der bei einer Expedition am Amazonas 1925 verschollen ist.

Der ursprünglich mit Brad Pitt in der Hauptrolle angedachte Film wird nurmehr von seiner Firma Plan B produziert. Mit Charlie Hunnam ("Sons of Anarchy") ist ein charismatischer Ersatz gefunden, der auch körperlich perfekt auf die Rolle des Abenteurers passt, der eine alte Hochkultur mitten im Dschungel vermutet, dem aber niemand Glauben schenkt, was auch für seine Überzeugung gilt, dass die Menschen, denen er im Dschungel begegnet, keine Wilden sind wie sie von den meisten seiner Zeitgenossen abqualifiziert werden. Hunnam nimmt man jederzeit ab, dass er den anstrengenden, entbehrungsreichen Reisen durch den Dschungel gewachsen ist. Tatsächlich passt auch "Twilight"-Teenieschwarm Robert Pattinson - ungewohnt mit Bart und überhaupt in einer solchen Rolle - als sein wackerer Begleiter Henry Costin. Mitreißend, ja atemberaubend ist der Anfang des von Independentliebling James Gray inszenierten Filmes. Er beginnt in Irland, wo der ausgezeichnete, englische Soldat Fawcett bei der Wildschweinjagd seine das eigene Leben gefährdende Unerschrockenheit und sein Können als Reiter und Schütze unter Beweis stellt. Unheimlich dynamische, atmosphärische Bilder gelingen hier. Aber auch erzählerisch ist es klasse gemacht, wenn im Anschluss an die Jagd bei einem Ball nicht er die Lorbeeren erntet und so gleich die Triebfeder für alles Tun des jungen Mannes offensichtlich wird. Bei seinen Fähigkeiten wäre er längst befördert worden, doch weil sein Vater ein Trinker war, bekommt er nicht den ihm angestammten Platz in der Gesellschaft, den er nicht nur für seinen eigenen Ruhm will, sondern auch um Frau (Sienna Miller) und Sohn (als junger Mann vom neuen Spiderman Tom Holland gespielt) versorgt zu sehen. Als die Royal Geographical Society sich an ihn wendet, eine heikle kartographische Mission an der Grenze von Bolivien durch zu führen, sieht er eine Chance, sich verbessern zu können und nimmt sie an, auch wenn es bedeutet zwei Jahre von der Familie getrennt zu sein. U.a. "Fitzcarraldo" und "Apocalypse Now" kommen einen kurz in den Sinn, wenn Fawcett mit seinen Mannen den Rio Verde entlang durchs ewige Grün schippert und in einer Siedlung herauskommt, in dem der die Eingeborenen als Sklaven missbrauchende reiche Händler eine Oper aufführen lässt. Berückend sind die Bilder von Darius Khondji von weiter lateinamerikanischer Berglandschaft (nur kurz eingeblendet) und des Dschungels, der mit seinem dichten, dunklen Grün manchmal für Unschärfe sorgt, (was vielleicht dafür die Authentizität unterstreicht). Der 140 Minuten lange Film kann das sehr hohe Niveau und die packende Atmosphäre nicht durchgehend aufrechterhalten - Fawcett unternimmt mehrere Reisen und kämpft dazwischen in den Schützengräben des Ersten Weltkrieg - dennoch ist er ein tolles Abenteuer, das im Vergleich zu "King Kong" natürlich mehr auf Realismus setzt und weniger auf Wissenschaft wie "Kontiki" und, was dem Regisseur und Drehbuchautor besonders wichtig war, wie er in der Pressekonferenz erläuterte, dass er ein Menschenbild transportiert, bei dem andere Kulturen respektiert und als gleichwertig betrachtet werden. hai.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 30.03.2017

USA 2017

Länge: 2 h 21 min

Genre: Action

Originaltitel: The Lost City of Z

Regie: James Gray

Drehbuch: James Gray

Musik: Christopher Spelman

Produktion: Brad Pitt, Brad Pitt, Dede Gardner, Jeremy Kleiner, Anthony Katagas, James Gray, Dale Armin Johnson

Kostüme: Sonia Grande

Kamera: Darius Khondji

Schnitt: John Axelrad, Lee Haugen

Ausstattung: Jean-Vincent Puzos, Naomi Moore

Website: http://www.studiocanal.de/kino/die_versunkene_stadt_z