Drama nach dem gleichnamigen Roman von Lisa Tetzner und Kurt Held.

Kinostart: 17.04.2014

Fynn Henkel
als Giorgio

Szenenbild aus Die Schwarzen Brüder mit Moritz BleibtreuMoritz Bleibtreu

Moritz Bleibtreu
als Antonio Luini

Richy Müller

Richy Müller
als Pater Roberto

Waldemar Kobus
als Battista Rossi

Dominique Horwitz
als Meister Zitrone

Oliver Ewy
als Alfredo

Ruby O. Fee
als Angeletta

Can Schneider
als Dante

Sabine Timoteo
als Giorgios Mutter

Leonardo Nigro
als Giorgios Vater

Catrin Striebeck
als Frau Rossi

Die Handlung von Die Schwarzen Brüder

Wie andere Tessiner Bauernjungen wird auch der kleine Giorgio von dem Menschenhändler Luini nach Mailand verschleppt. Dort müssen sie unter menschenunwürdigen Bedingungen als Kaminkehrer arbeiten. Weil aber geteiltes Leid nur halbes Leid ist, schließen sich die Schlot-Kletterer alsbald zusammen und werden die Schwarzen Brüder. Gemeinsam kämpfen sie gegen soziale Ungerechtigkeit und eine rivalisierende Stadtbande, aber auch dafür, dass der teuflische Luini, der einige ihrer Brüder auf dem Gewissen hat, hinter Gitter kommt.

Wie andere Tessiner Bauernjungen wird auch Giorgio von dem Menschenhändler Luini nach Mailand verschleppt. Dort müssen sie unter menschenunwürdigen Bedingungen als Kaminkehrer arbeiten. Weil aber geteiltes Leid nur halbes Leid ist, schließen sich die Schlot-Kletterer zusammen und werden die Schwarzen Brüder. Gemeinsam kämpfen sie gegen soziale Ungerechtigkeit und eine rivalisierende Stadtbande, aber auch dafür, dass der teuflische Luini, der einige ihrer Brüder auf dem Gewissen hat, hinter Gitter kommt.

Gemeinsam mit anderen Jungen wird der kleine Giorgio nach Mailand an einen Schornsteinfeger verkauft. Berührendes Drama nach dem gleichnamigen Kinderroman von Lisa Tetzner und Kurt Held.

Kritik zu Die Schwarzen Brüder

Oscar-Preisträger Xavier Koller adaptierte den gleichnamigen Jugendbuchklassiker als verwegene Mischung aus ambitioniertem Sozialdrama und konventioneller Räuber-und-Gendarm-Geschichte.

Den Namen Xavier Koller verbindet man vor allem mit dem atmosphärisch dichten Flüchtlingsdrama "Reise der Hoffnung", das 1990 mit dem Auslands-Oscar ausgezeichnet wurde. Fast 25 Jahre und einige wenige Filme wie den Western "Squanto: A Warrior's Tale" oder die Tucholsky-Adaption "Gripsholm" später wendet sich der inzwischen 70-jährige Schweizer seinem wohl ambitioniertesten Projekt zu: "Die Schwarzen Brüder" basiert auf dem Jugendbuchklassiker von Lisa Tetzner und deren Ehemann Kurt Held, aus dessen Feder auch "Die rote Zora und ihre Bande" stammt.

Koller, der es schon bei seinem Oscar-Gewinner verstand, eine epische Geschichte in naturgewaltige Bilder zu packen, verblüfft auch hier mit imposanten Landschaftsaufnahmen aus den rauen Tessiner Bergen, einer detailgetreuen Nachempfindung des Mailänder Stadtlebens aus dem 19. Jahrhundert und einer lehrreichen Sozialstudie. In dessen Zentrum steht die Ausbeutung armer Bauernkinder, die in die norditalienische Stadt verschleppt werden, wo sie als Kaminkehrerjungen, so genannte Spazzacamini, für einen Hungerlohn und unter menschenunwürdigen Bedingungen die engen Schlote Mailands rauf- und runterklettern müssen.

Sind die Hauptcharaktere um den kleinen Giorgio (Fynn Henkel) einmal etabliert, wechselt der Film sein Genre. Aus dem tränenreichen Unterschichten-Drama wird mit einem Mal ein munteres Jungen-Abenteuer, wenn sich die Buben zur Bande der titelgebenden Schwarzen Brüder zusammentun und in bester Robin Hood-Manier gegen alle Ungerechtigkeit zu Felde ziehen und vor allem dem bösen Kinderfänger Luini in Gestalt von Moritz Bleibtreu das Handwerk legen. Neben Bleibtreu sind es weitere namhafte erwachsene Darsteller, die hier die Akzente setzen, etwa Dominique Horwitz als prügelnder Chef oder Richy Müller als fürsorglicher Pfarrer. Aber auch die jugendlichen Darsteller überzeugen, insbesondere Oliver Ewy als Alfredo, der "Ivanhoe" liest und "von der Güte der Nonnen immer noch blaue Flecken" hat. Zum Schluss hin macht sich's Koller allerdings recht einfach, erzählt nur noch seine Räuber-und-Gendarm-Geschichte zu Ende und speist den Zuschauer mit der Allzweck-Botschaft ab, dass man alles erreichen könne, wenn man Freunde hat. lasso.

Wertung Questions?

FilmRanking: 1041 -22

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
5
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 17.04.2014

Deutschland/Schweiz 2013

Länge: 1 h 43 min

Genre: Action

Originaltitel: Die Schwarzen Brüder

Regie: Xavier Koller

Drehbuch: Klaus Richter, Fritjof Hohagen

Musik: Balz Bachmann

Produktion: Fritjof Hohagen, Clarens Grollmann

Kostüme: Birgit Hutter

Kamera: Martin Fuhrer, Felix Murlat

Schnitt: Gion-Reto Killias

Ausstattung: Frank Bollinger

Website: http://dieschwarzenbrueder-film.de