Wenn Will Ferrell und Zach Galifianakis in den Wahlkampf ziehen, ist der politische Ausnahmezustand nicht mehr weit. In ihrer Polit-Komödie Die Qual der Wahl nehmen Sie den amerikanischen Politzirkus schonungslos auf die Schippe.

Kinostart: 04.10.2012

Szenenbild aus Die Qual der Wahl mit Will FerrellWill Ferrell

Will Ferrell
als Cam Brady

Zach Galifianakis

Zach Galifianakis
als Marty Huggins

Jason Sudeikis

Jason Sudeikis
als Mitch Moore

Dylan McDermott
als Tim Wattley

Katherine La Nasa
als Rose Brady

Dan Aykroyd
als Wade Motch

Brian Cox
als Raymond Huggins

John Lithgow
als Glen Motch

Sarah Baker
als Mitzi Huggins

Handlung

Der strohdoofe Kongressabgeordnete Cam Brady aus North Carolina tritt zunächst ohne Gegenkandidat zur Wiederwahl an. Doch da er seine geldgebenden Drahtzieher im Hintergrund mit seinen andauernden Skandalen verärgert hat, finanzieren sie nun den supernaiven Familienvater Marty Huggins. Nach einem -Makeover mausert sich Marty zum respektablen Opponenten, der mit Cam eine erbitterte Schlammschacht führt. Dabei sind weder Babys noch Schoßhunde sicher, und selbst ein "Jagdunfall" und ein Sex-Video stehen auf dem Possenspiel-Plan.

Der strohdoofe Kongressabgeordnete Cam Brady aus North Carolina tritt zunächst ohne Gegenkandidat zur Wiederwahl an. Da er seine geldgebenden Drahtzieher im Hintergrund aber mit seinen andauernden Skandalen verärgert hat, finanzieren sie nun den supernaiven Familienvater Marty Huggins. Nach einem Makeover mausert sich Marty zum respektablen Opponenten, der mit Cam eine erbitterte Schlammschacht führt. Dabei sind weder Babys noch Schoßhunde sicher, und selbst ein "Jagdunfall" und ein Sexvideo stehen auf dem Possenspiel-Plan.

Ein selbstgefälliger Kongressabgeordneter erhält im Wahlkampf wider Erwarten Konkurrenz von einem tumben Famiienvater. Albern-satirische Politkomödie vom Regisseur von "Austin Powers" - gespielt von den Comedy-Assen Will Ferrell und Zach Galifianakis.

Kritik

Parallel zum US-Präsidentschafts-Wahlkampf fechten Will Ferrell ("Anchorman") und Zach Galifianakis ("Hangover"-Filme) in dieser krude-kratzbürstigen Politsatire ein ausufernd albernes Komiker-Duell aus.

Regisseur Jay Roach ("Austin Powers"- und "Meine Braut, ihr.."-Reihe) zeigt sich erfahren, hat er doch erst vor kurzem den Kabel-TV-Film "Game Change" über den erfolglosen Wahlkampf von Barack Obamas Gegner aus dem Jahr 2008, John McCain und seiner VP-Kandidatin Sarah Palin, abgedreht. Diesmal betreibt Roach jedoch keine authentische Geschichtsaufarbeitung, sondern befasst sich nach einem sarkastisch witzelnden Drehbuch von Chris Henchy (Ferrell-Komödie "Die etwas anderen Cops") und Shawn Harwell mit dem fiktiven Wahlkampf zwischen zwei Kandidaten für einen Kongressabgeordnetensitz. Dabei setzen die Filmemacher neben breit austeilendem Slapstick auf einige derb-deftige Bad-Taste-Einlagen, allerlei schelmisch-abstruse Dialoge und jede Menge grotesk-unsinnige Situationskomik. So wird genau das geboten, was sowohl Ferrells als auch Galifianakis stetig wachsende Fangemeinde von den Komikern erwarten. Dabei spielen beide jeweils eine nur geringfügige Variante ihres angestammten Rollentypus: Ferrell mimt einen selbstverliebten Schnösel, der seine eigene Peinlichkeit partout nicht erkennt, wohingegen Galifianakis, wie etwa auch in "Stichtag", einen schrulligen Verlierertypen mit bizarren Manierismen spielt, der sich seiner Lächerlichkeit sehr wohl bewusst ist. Als Komiker-Kombo sind sie durchaus amüsant, auch wenn es der Politfarce an scharfzüngiger Cleverness im Stil von "Bulworth" oder "Wag the Dog" etwas mangelt.

Zur Story: Der strohdoofe Kongressabgeordnete Cam Brady (Ferrell) aus North Carolina tritt zunächst ohne Gegenkandidat zur Wiederwahl an. Doch da er seine geldgebenden Drahtzieher im Hintergrund (Dan Aykroyd und John Lithgow als Parodie der erzkonservativen Wahlspender David und Charles Koch) mit seinen andauernden Skandalen verärgert hat, finanzieren sie nun den supernaiven Familienvater Marty Huggins (Galifianakis). Mit Hilfe eines skrupellosen Wahlkampfmanagers (Dylan McDermott) bekommt der spießig-brave Tourismusbüroleiter Marty ein Makeover verpasst, das ihn nicht nur äußerlich verändert, sondern den arglos-unschuldigen Jedermann in eine (relativ) redegewandte Politmarionette verwandelt. So mausert er sich zum respektablen Opponenten, der mit Cam eine erbitterte Schlammschacht führt. Dabei sind weder Babys noch Schoßhunde sicher, und selbst ein "Jagdunfall" und ein Sex-Video stehen auf dem Possenspiel-Plan. Doch schließlich erfahren beide Kandidaten eine Läuterung und im Stil von Frank Capras Klassiker "Mr. Smith Goes to Washington" wird das korrupte System entlarvt und ein inspirierender Neubeginn eingeleitet. Damit schließt "The Campaign" mit einer positiven Note und Fans beider Komiker werden an der Kinokasse solide für sie abstimmen. ara.

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Info

Plakat des Films: Die Qual der Wahl
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 04.10.2012

USA 2012

Länge: 1 h 25 min

Genre: Komödie

Originaltitel: The Campaign

Regie: Jay Roach

Drehbuch: Chris Henchy, Shawn Harwell

Musik: Theodore Shapiro

Produktion: Adam McKay, Chris Henchy, Jon Poll, Will Ferrell, Jay Roach, Zach Galifianakis

Kostüme: Daniel Orlandi

Kamera: Jim Denault

Schnitt: Craig Alpert, Jon Poll

Ausstattung: Michael Corenblith

Website: http://wwws.warnerbros.de/thecampaign/