Mit Bibelzitaten gespickter, spiritueller Horror-Thriller um eine teuflische Verschwörung und ein Jesus-ähnliches Kind.

Kinostart: 09.11.2000

Kim Basinger

Kim Basinger
als Maggie O'Connor

Jimmy Smits
als John Travis

Rufus Sewell

Rufus Sewell
als Eric Starc

Angela Bettis
als Jenna

Christina Ricci
als Cheri

Holliston Coleman
als Cody

Michael Gaston
als Bugatti

Lumi Cavazos
als Schwester Rosa

Dimitra Arliss
als Dahnya

Ian Holm
als Rev. Grissom

Eugene Lipinski
als Stuart

Anne Betancourt
als Maria

Handlung

Krankenschwester Maggie zieht das Kind ihrer Junkie-Schwester Jenna wie ihr eigenes groß. Als Sechsjährige demonstriert Cody magische Fähigkeiten. Gleichzeitig halten rituelle Morde an Kindern mit dem gleichen Geburtsdatum wie Cody die Stadt in Atem. Dann taucht auch noch Jenna wieder auf, inzwischen mit einem Sektenführer verheiratet, und fordert das Kind zurück.

Die alleinstehende Krankenschwester Maggie aus Brooklyn erhält überraschend Besuch von ihrer heroinsüchtigen Schwester Jenna, die eben erst Mutter wurde. Kurz darauf ist Jenna wieder verschwunden, worauf sich Maggie fortan um Tochter Cody kümmert. Cody wächst behütet auf, zeigt aber scheinbar Anzeichen von Autismus. Als sie 6 ist, steht Jenna wieder auf der Matte und fordert Cody zurück. In ihrer Begleitung: ein höchst suspekter Sektenführer, gegen den das FBI wegen Kindsmordes ermittelt. Es stellt sich heraus, das Cody etwas ganz besonderes ist.

Maggie zieht die Tochter ihrer Junkie-Schwester Jenna groß. Als Sechsjährige demonstriert Cody beunruhigende magische Fähigkeiten. Rituelle Morde an Kindern mit dem gleichen Geburtsdatum wie Cody halten die Stadt in Atem. O8/15-Okkultthriller.

Kritik

Das Genre des spirituell-religiösen Horrorthrillers scheint dieser Tage nicht gerade mit allzu viel Erfolg gesegnet zu sein, wie die eher bescheidenen Einspielergebnisse von "End of Days" und "Die neunte Pforte" demonstrieren. In die selbe Nische reiht sich auch "Bless The Child" ein, der neben der üblichen Story vom Kampf des göttlich Guten gegen das beelzebubsche Böse von sündhaft schlechten Computereffekten geplagt wird. Dem Protagonistenteam Kim Basinger und der sechsjährigen Holliston Coleman wird daher kaum ein ähnlicher Karriereschub wie dem Gespann Bruce Willis und Haley Joel Osment in "The Sixth Sense" beschert werden.

Regisseur Chuck Russell, der sein Debüt mit dem dritten Teil der "Nightmare On Elm St."-Reihe gab und zudem den Jim-Carrey-Hit "Die Maske" und zuletzt "Eraser" mit Arnold Schwarzenegger inszenierte, meldet sich nun nach längerer Funkstille zurück. Unverzagt und ohne viel Gefühl für Erzählrhythmus oder Atmosphäre stürzt er sich sogleich mitten ins Storygestrüpp, das damit beginnt, dass Krankenschwester Maggie O'Connor (Basinger) im Bus von einer neuerlichen Betlehems-Stern-Prophezeihung informiert wird. Prompt wartet vor ihrer Tür ihre verwahrloste Junkieschwester Jenna, die sie seit Jahren nicht gesehen hat. Sie lässt ihr neugeborenes Baby Cody zurück, das die alleinstehende Maggie liebevoll großzieht. Sechs Jahre später besucht das scheinbar autistische Mädchen eine katholische Behindertenschule und legt wundersame Fähigkeiten an den Tag. Sie kann Objekte zum Rotieren bringen und erweckt eine tote Taube wieder zum Leben. Gleichzeitig wird New York von rituellen Kindermorden heimgesucht, die von einer satanischen Sekte ausgeführt werden. Alle Opfer haben eines gemeinsam: das exakt gleiche Geburtsdatum wie Cody. Zudem tritt Jenna, die mittlerweile mit dem undurchsichtigen Kultführer Eric Stark (Rufus Sewell aus "Dark City") verheiratet ist, auf den Plan und verlangt ihre Tochter zurück. Maggie ahnt zu Recht dämonische Intervention, denn Stark will die messianische Cody auf die Seite des Antichristen ziehen.

In Nebenrollen agieren Ex-"NYPD"-TV-Detective Jimmy Smits als FBI-Agent und Christina Ricci ("Sleepy Hollow") als heroinabhängige Kultabtrünnige, die für ihre Warnung buchstäblich einen Kopf kürzer gemacht wird. Beide kommen jedoch relativ wenig zum Einsatz: Wie schon in "Ich träumte von Afrika" steht hauptsächlich eine nicht allzu inspiriert wirkende Kim Basinger im Mittelpunkt. Sie ist es auch, die die teuflischen Visionen sieht, die aus tausenden von Ratten und fliegenden Damönen bestehen. Die Effekte erzielen jedoch statt des vorgesehenen Gruselschauers in erster Linie unfreiwillige Lacher, da sie in ihrer Ausführung kaum TV-Standard überschreiten. Mit 9,1 Mio. Dollar solide auf Platz sieben der US-Charts angelaufen, wird es das bibelzitierende Okkultdrama aus der "Das Omen"-Schule schwer haben, sich am US-Boxoffice durchzusetzen. Für die deutsche Auswertung stehen die Sterne besser. ara.

Wertung Questions?

FilmRanking: 31770 >99

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

Plakat des Films: Die Prophezeiung
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 09.11.2000

USA 2000

Länge: 1 h 48 min

Genre: Horror

Originaltitel: Bless the Child

Regie: Charles "Chuck" Russell

Drehbuch: Cliff Green, Tom Rickman, Ellen Green

Musik: Christopher Young

Produktion: Mace Neufeld

Kostüme: Denise Cronenberg

Kamera: Peter Menzies jr.

Schnitt: Alan Heim

Ausstattung: Carol Spier, Elinor Rose Galbraith

Website: http://www.dieprophezeiung.de