Neuverfilmung des Literaturklassikers von Denis Diderot um den Schicksalsweg einer jungen Frau, die ins Kloster geschickt wird.

Kinostart: 31.10.2013

Pauline Etienne

Pauline Etienne
als Suzanne Simonin

Isabelle Huppert

Isabelle Huppert
als Mutter Oberin Sainte-Eutrope

Martina Gedeck

Martina Gedeck
als Mme Simonin, Suzannes Mutter

Louise Bourgoin
als Mutter Oberin Christine

Françoise Lebrun
als Madame de Moni

François Négret
als Ma

Gilles Cohen
als M. Simonin, Suzannes Vater

Marc Barbé
als Pater Castella

Alice Lenquesaing
als Schwester Ursule

Pascal Bongard
als Erzdiakon

Die Handlung von Die Nonne

Eine junge Frau wird im Frankreich des Jahres 1756 von ihrer Familie gedrängt, ins Kloster einzutreten. Hinter den Mauern herrschen Demütigung, Gewalt und Heuchelei. Aber die Rebellin lässt sich nicht unterdrücken und begehrt auf, will nicht leiden, sondern ihr gestohlenes Leben zurück. Bis sie dem religiösen Horror entfliehen kann, muss sie nicht nur Schikanen ertragen, sondern auch sexuelle Annäherungsversuche.

Eine junge Frau wird im Frankreich des Jahres 1756 von ihrer Familie gedrängt, ins Kloster einzutreten. Hinter den Mauern herrschen Demütigung, Gewalt und Heuchelei. Aber die Rebellin lässt sich nicht unterdrücken und begehrt auf, will nicht leiden, sondern ihr gestohlenes Leben zurück. Bis sie dem religiösen Horror entfliehen kann, muss sie nicht nur Schikanen ertragen, sondern auch sexuelle Annäherungsversuche.

Gegen ihren Willen soll eine junge Frau Nonne werden, aber sie lässt sich bei aller Unterdrückung nicht kleinkriegen. Neuverfilmung des Literaturklassikers von Denis Diderot um den Schicksalsweg einer jungen Frau im Kloster.

Kritik zu Die Nonne

Französische Literaturverfilmung über ein junges Mädchen, das im 18. Jahrhundert ins Kloster gezwungen wird und um ihre Freiheit kämpft.

"La Religieuse" gilt als Klassiker in Frankreich, als Fanal gegen die Intoleranz der Kirche, nicht nur im 18. Jahrhundert, sondern auch noch heute, gerade durch die letzten Missbrauchsskandale gewann der Roman neue Aktualität. Denis Diderot beschäftigte sich auch aus persönlichen Gründen mit dem Thema, sein Bruder war Domherr, seine Schwester ging ins Kloster, er selbst wurde von seinem Vater im Alter von 30 Jahren ins Kloster gesperrt und konnte fliehen. Seine Erfahrungen und sein Hass spiegeln sich im antiklerikalen Roman über ein junges Mädchen wider, dass 1765 von seiner Familie gedrängt wird, ins Kloster einzutreten. Dabei wollte sie die Welt entdecken. Hinter den Mauern herrschen Demütigung, Gewalt und Heuchelei. Aber die außerehelich gezeugte Suzanne begehrt auf, lässt sich nicht unterdrücken, will nicht leiden, sondern ihr gestohlenes Leben zurück. Bis sie mit Hilfe eines Anwalts dem Horror entfliehen kann, durchläuft sie ein Purgatorium, muss Schikanen ertragen und sich sexueller Annäherungsversuche erwehren.

Guillaume Nicloux, der selbst mal in ein Priesterseminar eintreten wollte bevor er seine Liebe zu Punk und Anarchie entdeckte, nutzt die Vorlage nur als Basis für seine eigenen Visionen, wie er offen erklärt. Im Vordergrund stehen die Sehnsucht nach Gedankenfreiheit und Selbstverwirklichung, die hier gar nicht mit Gläubigkeit kollidieren. War bei Diderot Suzanne ein passives Mädchen, das sich dem Schicksal ergibt, beging sie in der Verfilmung von Jacques Rivette gar Selbstmord, überrascht Guillaume Nicloux mit einem relativ hoffnungsvollen Ende.

Das handwerklich solide, wenn auch etwas spröde Period Piece mit steifen und manchmal sehr akademischen Dialogen beeindruckt durch sorgfältige Ausstattung und Authentizität, die allein schon durch die Drehorte erreicht wurde - etwa die deutschen Klöster Maulbronn und Bronnbach, letzteres im Film präsent mit romanischer Klosterkirche, barocken Altären und Chorgestühl, sowie einem frühgotischen Kreuzgang. Die Bildgestaltung (Kamera Yves Cape) mit viel Kerzenlicht entspricht genau dem Jahrhundert. Als Entdeckung wird in Frankreich Pauline Etienne als renitente junge Nonne gefeiert, an ihrer Seite spielt Isabelle Huppert eine Oberin mit verbotenen Gelüsten. Rivettes Film löste 1967 einen Proteststurm aus und fiel der Zensur zum Opfer. Heute provoziert "Die Nonne" im säkularisierten Frankreich niemanden mehr. So ändern sich die Zeiten. mk.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 31.10.2013

Belgien/Deutschland/Frankreich 2012

Länge: 1 h 47 min

Genre: Drama

Originaltitel: La religieuse

Regie: Guillaume Nicloux

Drehbuch: Guillaume Nicloux, Jérôme Beaujour

Musik: Max Richter

Produktion: Sylvie Pialat, Jacques-Henri Bronckart, Benoît Quainon, Nicole Ringhut

Kostüme: Anaïs Romand

Kamera: Yves Capé

Schnitt: Guy Lecorne

Ausstattung: Olivier Radot

Website: http://www.dienonne-film.de