Musikalischer und romantischer Reigen zwischen Leichtigkeit und Traurigkeit von den Sechzigern bis heute zwischen Paris und London. Mit Catherine Deneuve und ihrer Tochter Chiara Mastroianni als Mutter und Tochter.

Kinostart: 03.05.2012

Catherine Deneuve

Catherine Deneuve
als Madeleine

Ludivine Sagnier

Ludivine Sagnier
als Madeleine, jung

Milos Forman

Milos Forman
als Jaromil

Chiara Mastroianni
als V

Louis Garrel
als Cl

Paul Schneider
als Henderson

Radivoje Bukvic
als Jaromil, jung

Goldy Notay
als Nandita

Kenneth Collard
als Adam

Die Handlung von Die Liebenden - von der Last, glücklich zu sein

Eine junge Gelegenheitsprostituierte verliebt sich in einen tschechischen Arzt, heiratet ihn und zieht mit ihm nach Prag. Als die Russen einmarschieren, kehrt sie mit ihrem Baby nach Paris zurück und startet eine neue Ehe - was sie nicht hindert, mit dem Ex bei seinen Stippvisiten an der Seine weiterhin das Laken zu teilen. 30 Jahre später verliert sich die gemeinsame Tochter in eine hoffnungslose Verbindung zu einem HIV-positiven Homosexuellen, die in Verzweiflung und Tragik endet.

Eine junge Gelegenheitsprostituierte verliebt sich in einen tschechischen Arzt, heiratet ihn und zieht mit ihm nach Prag. Als die Russen einmarschieren, kehrt sie mit ihrem Baby nach Paris zurück und startet eine neue Ehe - was sie nicht hindert, mit dem Ex bei seinen Stippvisiten an der Seine weiterhin das Laken zu teilen. 30 Jahre später verliert sich die gemeinsame Tochter in eine hoffnungslose Verbindung zu einem HIV-positiven Homosexuellen, die in Verzweiflung und Tragik endet.

Eine junge Tschechin findet in Paris die Liebe, hält jedoch eine Beziehung mit einem ehemaligen Liebhaber aufrecht. Verwirrende Liebesverstrickungen über mehrere Jahrzehnte mit Catherine Deneuve und Chiara Mastroianni.

Kritik zu Die Liebenden - von der Last, glücklich zu sein

Verwirrende Liebesverstrickungen von den 1960er Jahren bis ins neue Jahrtausend mit Catherine Deneuve und Chiara Mastroianni als Mutter und Tochter.

Ist Liebe eine Macht, die das Leben lebenswert macht oder uns dazu bringt, das Leben wegzuwerfen? Zwischen diesen beiden extremen Polen bewegt sich Christophe Honoré, der mit viel Chansons zu dem Schluss kommt, dass der Mensch ohne den anderen leben kann, aber nicht ohne ihn zu lieben. Das hört sich komplizierter an, als es ist. Zur Untermauerung seiner These, zieht er den Bogen von der sexuellen Revolution der 1960er Jahre bis hin zum Anfang des neuen Jahrtausends mit der Angst vor Bindung und Aids, von der "joie de vivre" bis zum Ende der Sorglosigkeit.

In der ersten Episode stibitzt eine junge Schuhverkäuferin ein Paar knallrote Highheels und wird prompt auf der Straße für eine Prostituierte gehalten. Bald verknallt sich das Mädchen für gewisse Stunden in einen jungen tschechischen Arzt und folgt ihm zur Hochzeit nach Prag. Der attraktive Typ hat nicht gerade die Treue erfunden und als dann noch die Russen 1968 einmarschieren, kehrt Madame mit Baby nach Paris zurück. 30 Jahre später - die Pariserin ist ganz bürgerlich mit einem Polizisten verheiratet, teilt aber regelmäßig das Laken mit dem Ex bei seinen Stippvisiten an der Seine - gerät die Tochter an den emotionalen Abgrund. Liebe auf den ersten Blick verbindet sie mit einem Musiker in einem Londoner Club. Eigentlich eine hoffnungslose Liebe, der Mann ist homosexuell und HIV-infiziert. Über Jahre gibt sie nicht auf, wegen des Terroranschlags am 11. September 2001 in New York treffen sie sich in Kanada, es kommt zu einer letzten tragischen Begegnung.

Honoré kombiniert perfekt Traurigkeit mit Leichtigkeit, bringt erstmals Catherine Deneuve und ihre Tochter Chiara Mastroianni als Mutter und Tochter auf die Leinwand, die eine lebens- und liebeslustig, die andere melancholisch und verzagt, mutlos und übermütig. Beide jagen einer Chimäre nach, der Erfüllung in der Liebe, erfahren große Freude und tiefes Leid. Die Chansons von Alex Beaupain (komponierte schon die Songs für "Chanson der Liebe") markieren die ambivalente Tonalität des Films, fungieren als innere Monologe und Zufluchtsorte, scheinen fröhlich und trivial und überdecken dabei nur den Schmerz, den jede auf ihre persönliche Weise bewältigt. Komplettiert wird das eindrucksvolle Duo von einem gut aufgelegten Milos Forman als Jaromil, der das Leben nimmt, wie es ist. Für Cinéasten ein ganz besonderes Vergnügen sind die Referenzen an Jacques Demy, François Truffaut oder Luis Bu?uel. Und Milan Kunderas "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" ist auch nicht weit. mk.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 03.05.2012

Frankreich/Großbritannien/Tschechien 2011

Länge: 2 h 19 min

Genre: Drama

Originaltitel: Les bien-aimés

Regie: Christophe Honoré

Drehbuch: Christophe Honoré

Musik: Alex Beaupain

Kamera: Rémy Chevrin

Schnitt: Chantal Hymans

Ausstattung: Samuel Deshors

Website: www.dieliebenden.senator.de