TV-Tragikomödie um eine alleinerziehende Mutter, die ihre wegen Ladendiebstahl aufgebrummten Altenpflegestunden dazu nutzt, für die Rechte eines entmündigten Heimbewohners zu kämpfen.

Kinostart: nicht bekannt

Katja Riemann

Katja Riemann
als Jessie Fischer

Jürgen Hentsch
als "der General" Walter Voss

Heio Stetten

Heio Stetten
als Thomas Wartmann

Peter Kremer
als Claus Voss

Edda Leesch
als Vanessa Voss

Ina Holst
als Schwester Ilona

Mischa Knobloch
als Toby Fischer

Herma Koehn
als Frau Schanz

Ralph Misske
als Manfred

Johannes Allmayer
als Helmut

Jörg Pose
als Filialleiter

Charlotte Asendorf
als Frau Br

Die Handlung von Die Diebin und der General

Jessie Fischer liebt es unkonventionell. Weil sich kleinere Gesetzesverstöße dabei nicht immer vermeiden lassen, muss sie Sozialdienst in einem Altenheim leisten. Als sie in einem chronisch miesepetrigen älteren Herrn, den alle bloß "General" nennen, einen ebenbürtigen Gegner findet, wird sie zur Löwin: Der Mann ist von seinen Kindern nach Strich und Faden betrogen worden. Um dem General zu seinem Recht zu verhelfen, legt sich Jessie mit allen Autoritäten an, die ihren Weg kreuzen.

Kritik zu Die Diebin und der General

Auch wenn Jessie mitunter wirkt, als sei Katja Riemann nach "Bandits" einfach in Hamburg geblieben: Die Rolle der alleinerziehenden Mutter macht ihr spürbar Spaß. Weil es in den Degeto-Produktionen aber immer auch romantisch zugeht, musste die Handlung irgendwie entsprechend erweitert werden. Ein Tête-à-tête mit dem "General" kam schließlich nicht in Frage, denn der ist nur deshalb so schlecht gelaunt, weil der den Tod seiner Frau nicht verwunden hat. Also zaubert Martin Rauhaus, Autor immerhin auch von "Luftbrücke", den Mathelehrer von Jessies Sohn aus dem Hut. Heio von Stetten trägt zwar nicht viel zur Wahrheitsfindung bei, stört aber auch nicht weiter. Gleiches gilt für diverse andere Nebenfiguren, deren Aufgabe einzig und allein darin besteht, Jessie auf irgendeine Weise Steine in den Weg zu legen.

Die eigentliche Geschichte ist daher ein wenig mager: Der fiese Sohn (Peter Kremer) vom General hatte dessen vorübergehende geistige Trübung ausgenutzt, sich das offenbar wertvolle Haus überschreiben lassen und den Vater entmündigt. Nun versauert der Mann völlig verarmt im Altenheim. Das letzte, was ihm bleibt, ist seine Trauer, und die lässt er sich nicht nehmen. Jürgen Hentsch spielt den "General" mit viel Stolz und Würde. Auch darstellerisch sprühen da durchaus die Funken, wenn der Griesgram und die Frohnatur aufeinanderprallen, selbst wenn Riemann mitunter ein wenig dick aufträgt; zumal die Parallelen zu Julia Roberts' Verkörperung von Erin Brockovich unübersehbar sind. tpg.

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Info

Plakat des Films: Die Diebin und der General

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2005

Genre: Drama

Originaltitel: Die Diebin und der General

Regie: Miguel Alexandre

Drehbuch: Martin Rauhaus

Musik: Dominic Roth

Produktion: Doris Zander, Jacqueline Tillmann

Kostüme: Katrin Aschendorf

Kamera: Peter Indergand

Schnitt: Marcel Peragine

Ausstattung: Andreas Lupp