Max gehört zu den Verdingkindern, die von ihren Pflegeeltern als billige Arbeitskräfte missbraucht werden. Mit Hilfe seiner Akkordeonmusik träumt er sich ins weit entfernte Argentinien.

Kinostart: 25.10.2012

Max Simonischek
als Jakob

Miriam Stein
als Esther

Lisa Brand
als Berteli

Andreas Matti
als Hasslinger

Heidy Forster
als Gro

Christoph Gaugler
als St

Ursina Lardi
als Mutter D

Die Handlung von Der Verdingbub

Im Jahre 1950 kommt der junge Max in eine Bergbauerfamilie. Er gehört zu den Verdingkindern, Waisen und Halbwaisen, die von den Pflegeeltern als billige Arbeitskräfte gehalten und ausgenutzt werden. Der Junge wehrt sich und will nicht Opfer sein, Trost findet er im Akkordeonspiel. Mit einer 15jährigen Leidensgenossin, die der Bäuerin rund um die Uhr helfen muss und nachts von deren Sohn "besucht" wird, träumt er von einer besseren Welt, von Argentinien und vom Tango.

Im Jahr 1950 kommt der junge Max in eine Bergbauerfamilie. Er gehört zu den Verdingkindern - Waisen und Halbwaisen, die von den Pflegeeltern als billige Arbeitskräfte gehalten und ausgenutzt werden. Der Junge wehrt sich und will nicht Opfer sein, Trost findet er im Akkordeonspiel. Mit einer 15-jährigen Leidensgenossin, die der Bäuerin rund um die Uhr helfen muss und nachts von deren Sohn "besucht" wird, träumt er von einer besseren Welt, von Argentinien und vom Tango.

Ein Waisenjunge wird an eine Schweizer Bauernfamilie "verdingt" und versucht, sich ein eigenes Leben aufzubauen. Bildgewaltiger Heimatfilm, der ein düsteres und verdrängtes Kapitel der jüngeren Schweizer Geschichte aufgreift.

Kritik zu Der Verdingbub

Abgeschoben, ausgenutzt und missbraucht. Markus Imboden erzählt mit emotionaler Wucht vom Schicksal der Verdingkinder in der Schweiz.

Keine lila Milka-Kühe, keine heile Bergwelt, sondern Schuften bis zum Umfallen, harte Strafen und Demütigung. Die Schweiz im Jahre 1950 ist kein Paradies, und schon mal gar nicht für "Verdingkinder", Waisen und Halbwaisen, die von Pflegeeltern eigentlich nur als billige Arbeitskräfte wie Vieh gehalten werden, misshandelt und oft missbraucht. Und das zwischen 1800 bis in die 1960er Jahre hinein. Einer von ihnen ist Max, der an eine Bergbauernfamilie "verdingt" wird und auf dem Hof ab halb Vier morgens im Stall und auf dem Acker rackert. Der Junge wehrt sich und will nicht Opfer sein, Trost findet er im Akkordeonspiel. Mit einer 15jährigen Leidensgenossin, die der Bäuerin rund um die Uhr helfen muss und nachts von deren Sohn "besucht" wird, träumt er von Argentinien und vom Tango.

Der Interlakner Regisseur Markus Imboden beschäftigt sich mit einem dunklen und verdrängten Kapitel Geschichte seines Landes und rüttelt in diesem bildgewaltigen "Heimatfilm" auf gegen Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit, erzählt von einer verlogenen und verschworenen Gesellschaft, vom Kampf des Althergebrachten gegen das Neue, vom Überleben durch die Kraft der Musik und von denen, die Mut zur Menschlichkeit beweisen. Mit emotionaler Wucht folgt die bewegende, fast griechische Tragödie den Spuren des Glücks und des Unglücks. Die opulenten Aufnahmen von saftigen Emmentaler Wiesen, blauem Himmel, in dem sich Felszacken abzeichnen zeigen eine üppige Natur. Diese ist noch intakt, die Seelen nicht. Der Film hat eine globale Bedeutung über die Schweiz hinaus, ist nicht nur ein Film über Verdingkinder oder ein Blick zurück in die Historie. Seine politische Botschaft: Kindern, den schwächsten Mitgliedern der Gesellschaft, darf nichts angetan werden - egal, wo und wann.

Imboden hätte es sich einfach machen und die Bauern als böse darstellen können. Er beschönigt nichts, lässt aber ahnen, dass die Menschen durch die Umstände hart werden wie die Bäuerin. Katja Riemann spielt diese frustrierte und in der Liebe und im Leben zu kurz gekommene Frau fulminant in einer Mischung aus Hilflosigkeit und Wut, Bösartigkeit und Bitternis, als Täterin und Opfer. Dass sie für die Rolle Berndeutsch lernte, macht die Figur noch authentischer. Das Herzstück des Dramas ist Max Hubacher (Shootingstar Berlinale 2012) als Verdingbub, einer mit klarem Gesicht und hellblauen Augen, einer, der viel durch Körpersprache aussagt und dessen Figur am Ende ein Stückchen Hoffnung lässt. mk.

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Info

Plakat des Films: Der Verdingbub
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 25.10.2012

Deutschland/Schweiz 2011

Länge: 1 h 47 min

Genre: Drama

Originaltitel: Der Verdingbub

Regie: Markus Imboden

Drehbuch: Plinio Bachmann

Musik: Benedikt Jeger

Produktion: Peter Reichenbach

Kostüme: Claudia Flütsch

Kamera: Peter von Haller

Schnitt: Ursula Höf

Ausstattung: Andi Schrämmli

Website: http://verdingbub.de/