Horrorthriller zwischen "Blair Witch Project", "[Rec]" und "Rosemary's Baby", in dem sich ein Priester bei seinem letzten Exorzismus von einer Dokufilm-Crew begleiten lässt.

Kinostart: 30.09.2010

Patrick Fabian

Patrick Fabian
als Cotton Marcus

Ashley Bell
als Nell Sweetzer

Iris Bahr
als Iris

Louis Herthum
als Louis Sweetzer

Caleb Landry Jones
als Caleb Sweetzer

Tony Bentley
als Pastor Gerald Manley

John Wright
als John Marcus

Shanna Forrestall
als Shanna Marcus

Becky Fly
als Becky

Handlung

Der Erweckungsprediger Reverend Cotton Marcus ist sehr erfolgreich in seinem Job, dabei fehlt ihm immer öfter der wahre Glaube. Er nutzt sein Schauspieltalent nicht nur für evangelikale Messen, sondern auch für lukrative Teufelsaustreibungen, bei denen er in mitreißenden Shows arme Gläubigerseelen von ihren vermeintlichen Dämonen befreit. Bei seinem letzten Exorzismus will er sich von einem Fernsehteam filmen lassen, um die Austreibung als Märchenstunde für Abergläubische zu entlarven. Im tiefsten Süden soll er die besessene Tochter eines strenggläubigen Mannes heilen...

Reverend Cotton Marcus ist erfolgreich in seinem Job, dabei fehlt ihm immer öfter der wahre Glaube. Er nutzt sein Schauspieltalent nicht nur für evangelikale Messen, sondern auch für Teufelsaustreibungen, bei denen er in mitreißenden Shows Seelen von ihren vermeintlichen Dämonen befreit. Bei seinem letzten Exorzismus will er sich von einem Fernsehteam filmen lassen, um die Austreibung als Märchenstunde für Abergläubische zu entlarven. Im tiefsten Süden soll er die besessene Tochter eines strenggläubigen Mannes heilen.

Kritik

Ein Kamerateam dokumentiert die Arbeit eines populären Exorzisten, als dieser in den Südstaaten einen wahrlich teuflischen Auftrag erhält.

Man stelle sich "Der Exorzist" als Mockumentary vor. Aber der Horrorthriller des deutschstämmige Wahlamerikaners Daniel Stamm kann mehr als nur die Fake-Documentary-Methode von "Blair Witch Project" und des spanischen Terrorhits "[Rec]" zu kopieren. Nicht umsonst steht der zweite Spielfilm des Newcomers unter der Ägide von Eli Roth ("Hostel"), ehemaliges Protegé von Quentin Tarantino, inzwischen selbst als Mäzen jungen Talenten im Horrorfilm den großen Auftritt organisiert. Und auch die Produzenten von "Dawn of the Dead" wussten ganz genau, wem sie ihr Vertrauen schenken konnten.

Derart geadelt, legt Stamm im Stile einer munteren Doku los. Er stellt den Protagonisten, Reverend Cotton Marcus (Patrick Fabian), privat und bei der Arbeit als Prediger vor. Er, seine Familie und eine Fernsehredakteurin melden sich in kurzen Interviews zu Wort - eine wahre Mockumentary, die sich über das Metier amerikanischer Erweckungsprediger amüsiert. Cotton zweifelt am Allmächtigen und nutzt sein ausgeprägtes Schauspieltalent nicht nur für evangelikale Messen, sondern auch für lukrative Teufelsaustreibungen, bei denen er in mitreißenden Shows arme Gläubigerseelen von ihren vermeintlichen Dämonen befreit. Kein Angebot ohne dringende Nachfrage: In seiner Post befindet sich die verzweifelte Bitte des tief gläubigen Farmers Sweetzer (Louis Herthum), der seine 16-jährige Tochter Nell (Ashley Bell) vom Teufel besessen wähnt. Die verfallene Farm liegt im tiefsten Süden jenseits von New Orleans. Für Cotton der Idealfall, um in seinem letzten Auftritt vor laufender Kamera seinen Job als Mumpitz, als perfekt ausstaffierte Märchenstunde für Abergläubische zu entlarven. Also führt er wie abgesprochen den Exorzismus mit großer Verve durch, um augenzwinkernd seine Tricks für das Fernsehpublikum zu enttarnen.

Dann beginnt die zweite Hälfte und damit der Horror: Nach getaner Arbeit taucht das verstörte Mädchen nachts schlafwandelnd im Motel auf, es mehren sich Anzeichen einer gewalttätigen Psychose, offenbar hervorgerufen durch Inzest und Missbrauch. Cottons Versuch, ärztliche Hilfe zu organisieren, scheitert an Sweetzers verbohrter Religiosität. Lange spielt der Thriller im Grenzgebiet zwischen natürlichen und übernatürlichen Ursachen, sammelt geschickt Hinweise für einen austarierten psychologischen Schocker, der seine anfängliche Effekt-Askese nun ablegt, um intensiv mit schauriger Soundkulisse und Wackelkamera dämonische Abgründe aufzudecken und samt höllischem Finale auch "Rosemary's Baby" nach zu eifern. Damit sollte Daniel Stamm die Aufmerksamkeit sicher sein, die ihm mit seinem Vorgänger "A Necessary Death" noch verwehrt blieb. tk.

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Info

Plakat des Films: Der letzte Exorzismus
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 30.09.2010

USA 2010

Länge: 1 h 26 min

Genre: Horror

Originaltitel: ( The last Exorcism )

Regie: Daniel Stamm

Drehbuch: Huck Botko, Andrew Gurland

Musik: Nathan Barr

Produktion: Eli Roth, Huck Botko, Marc Abraham, Andrew Gurland, Eric Newman, Thomas A. Bliss, Gabrielle Neimand, Patty Long

Kamera: Zoltan Honti

Ausstattung: Andrew W. Bofinger

Website: http://www.derletzteexorzismus.de/