Die 9-jährige Mathilde will mit Hilfe ihres Opas ihre seit langem verschollene Oma finden.

Kinostart: 17.08.2006

Die Handlung von Der Hals der Giraffe

Die neunjährige Mathilde (Louisa Pili) hat keinen wirklichen Begriff von Dingen wie Schuld und Verdrängung. Wohl aber weiß sie, dass sie mal eine Großmutter hatte, die aber aus irgendeinem Grund vor dreißig Jahren vom Großvater weglief. Die Sache müsste sich bereinigen lassen, spekuliert die Kleine, und entführt den verdutzten Großvater zur Suche und Versöhnung geradewegs aus dem Altersheim. Zu dem Duo gesellt sich bald die besorgte Mutter, denn auch die hat noch offene Fragen.

Besser spät als nie lautet die Devise eines Generationen übergreifenden Familiendramas im Gewand eines heiteren, warmherzigen Road Movies.

Die neunjährige Mathilde verlässt eines Nachts heimlich das Haus, in dem sie alleine mit ihrer Mutter wohnt, um ihren Großvater aus dem Altersheim zu entführen. Mit ihm will sie ihre verschollene Großmutter finden, die vor 30 Jahren verschwunden ist. Wo sich diese aufhält, glaubt Mathilde aus einem Stapel Briefe ihrer Oma zu wissen.

Die neunjährige Mathilde lebt mit ihrer alleinerziehenden Mutter zusammen und entdeckt eines Tages einen Packen Briefe von ihrer Großmutter an den Großvater, die der aus verletztem Stolz nie geöffnet hat, weil seine Frau mit seinem Freund durchgebrannt war. 30 Jahre ist das her und die Kleine will wissen, was wirklich passierte. Nachts marschiert sie heimlich los und holt den betagten Mann aus dem Altersheim, um sich mit ihm auf die Suche nach der Großmutter zu machen. Gemeinsam spüren sie der Vergangenheit nach.

Kritik zu Der Hals der Giraffe

Ein "Familiengeheimnis" führt Großvater, Tochter und Enkelin auf eine Reise der Erinnerung von Paris bis in die spanischen Pyrenäen.

Die einfachen und komplizierten Dinge des Lebens werden hier durch den Blickwinkel einer Neunjährigen betrachtet - die Lügen der Erwachsenen, die Schmerzen der Erinnerung, das Verdrängen von Gefühlen. Mathilde lebt mit ihrer alleinerziehenden Mutter zusammen und entdeckt eines Tages einen Packen Briefe von ihrer Großmutter an den Großvater, die der aus verletztem Stolz nie geöffnet hat, weil seine Frau mit seinem Freund durchgebrannt war. 30 Jahre ist das her und die Kleine will wissen, was wirklich passierte. Nachts marschiert sie heimlich los und holt den betagten Mann aus dem Altersheim, um sich mit ihm auf die Suche nach der Großmutter zu machen. Gemeinsam spüren sie der Vergangenheit nach und werden bald von Mathildes besorgter Mutter eingeholt, die ihrem Vater das jahrzehntelange Schweigen nicht verzeihen kann und sich allein mit dem Töchterchen auf die verschlungenen Wege zur Verschollenen macht, an deren Ende ein Wiedersehen steht, aber ganz anders als erwartet.

Das Regiedebut von Safy Nebbou, der sich auf das Verhältnis unterschiedlicher Generationen und Patchwork-Identitäten fokussiert, ist ein Film von großer Zärtlichkeit. Behutsam nähert sich Nebbou der Einsamkeit und der Unschuld eines Kindes, der Zerrissenheit einer Familie, der Verhärtung der Seele. Es ist Tragödie eines Mannes, der aus falsch verstandenem Stolz seiner Tochter die Mutter vorenthielt, der Enkelin die Großmutter und zu spät lernt, sich der Trauer um eine verlorene Liebe zu stellen. Erst durch die Begegnung mit dem früheren Liebhaber seiner Frau, der sich kaum noch an die Affäre erinnert, wird ihm sein kindisches Verhalten klar, welches nicht nur sein Leben zerstörte, sondern die vertraute Gemeinsamkeit einer Familie. Ein Glücksgriff ist die Besetzung: Sandrine Bonnaire als Mutter, die in allen Situationen funktionieren will und sich keine Pause gibt, bis sie vor ihren Emotionen kapituliert, Claude Rich, der als Großvater seine Ängste überwindet und "à la recherche du temps perdu" spät zu sich selbst findet und Louisa Phil als neugieriges Mädchen, das die Geschichte vorantreibt. mk.

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Info

Plakat des Films: Der Hals der Giraffe

Kinostart: 17.08.2006

Belgien/Frankreich 2003

Länge: 1 h 27 min

Genre: Drama

Originaltitel: Le cou de la girafe

Regie: Safy Nebbou

Drehbuch: Danièle Thompson, Safy Nebbou

Musik: Pascal Gaigne

Produktion: Charles Gassot

Kostüme: Kristin Passel

Kamera: Romain Winding

Schnitt: Bernard Sasia

Ausstattung: Cyril Gomez-Mathieu