Herrliche Komödie im Stil von "8 Frauen", in der sich eine Hausfrau als bessere Chefin und Wahlkämpferin erweist.

Kinostart: 24.03.2011

Catherine Deneuve

Catherine Deneuve
als Suzanne Pujol

Gérard Depardieu

Gérard Depardieu
als Maurice Babin

Fabrice Luchini
als Robert Pujol

Karin Viard
als Sekret

Judith Godrèche
als Jo

Jérémie Renier
als Laurent Pujol

Sergi Lopez
als Spanischer Fernfahrer

Evelyne Dandry
als Genevi

Bruno Lochet
als Andr

Elodie Frégé
als Suzanne, jung

Gautier About
als Maurice Babin, jung

Jean-Baptiste Shelmerdine
als Robert Pujol, jung

Noam Charlier
als Flavien

Martin de Myttenaere
als Stanislas

Die Handlung von Das Schmuckstück

Robert Pujol führt die Regenschirmfabrik seiner Frau mit harter Hand. Die Arbeiter wollen mehr Geld? Die Ehefrau denkt selbstständig? Kann nicht sein. Bei einem Streik erleidet er eine Herzattacke. Da übernimmt - erst widerwillig - seine Frau Suzanne die Geschäfte und verhandelt mit den Arbeitern. Und das sehr erfolgreich, obwohl sie bisher nur Gedichte geschrieben und die Wohnung dekoriert hat. Über ihre neue Position kommt sie auch wieder in Kontakt zu einer alten Liebe von ihr, Gewerkschaftler Maurice.

Robert Pujol führt die Regenschirmfabrik seiner Frau mit harter Hand. Die Arbeiter wollen mehr Geld? Die Ehefrau denkt selbstständig? Kann nicht sein. Bei einem Streik erleidet er eine Herzattacke. Da übernimmt - erst widerwillig - seine Frau Suzanne die Geschäfte und verhandelt mit den Arbeitern. Und das sehr erfolgreich, obwohl sie bisher nur Gedichte geschrieben und die Wohnung dekoriert hat. Über ihre neue Position kommt sie auch wieder in Kontakt zu einer alten Liebe von ihr, Gewerkschaftler Maurice.

Kritik zu Das Schmuckstück

Eine herrliche Komödie im Stil von "8 Frauen" gelingt François Ozon mit "Potiche", was lose übersetzt Vorzeige-Hausfrau bedeutet. Die spielt selbstironisch die große Diva des französischen Kinos Catherine Deneuve.

Der vielseitige französische Vielfilmer Ozon knüpft mit der Farce in vielerlei Hinsicht an seinen größten Hit an - ohne eine Kopie zu sein, versteht sich. In "Potiche" übernehmen die Frauen die Macht bzw. insbesondere eine, die Titelheldin, die am Ende gar das Matriarchat ausruft, nachdem sie sich erst zur besseren, sozialverträglicheren Chefin der Regenschirmfabrik, die zuvor ihr Mann Robert (Fabrice Luchini) mit Macho-Allüren leitete, und dann zur Volksvertreterin mausert. Suzanne wird von Deneuve, einer der "8 Frauen" gespielt. Ozon hat dieses Mal eine andere Epoche gewählt und die späten Siebziger in all ihrer grellen Pracht in Kostüm und Ausstattung wiederauferstehen lassen (unterstützt von seinen treuen Mitarbeiterinnen Katia Wyszkop und Pascaline Chavanne). Dazu gehören auch entsprechende kitschige Schlager oder Spielereien wie Split Screen. Erneut dient ihm ein herrschaftliches Haus mit Fenster mit Aussicht als Hauptlocation. Und erneut ist ihm eine (Boulevard-)Komödie vom Feinsten gelungen, mit perfekt getimten, pointierten, auch deftigen Dialogen und witzigen Storywendungen, die auch vor angedeutetem Inzest nicht halt machen, um die präsentierte heile Großbürgerfamilienwelt genüsslich zu demontieren.

Der ausgelassen komische Ton wird gleich in der ersten Szene etabliert, in der Deneuve in absurd-übertriebener Aufmachung durch den Wald joggt, sich an den Tieren ergötzt und ein Gedicht über Eichhörnchen schreibt. Dabei hat die von einem populären, bereits fürs Fernsehen adaptierten Theaterstück inspirierte Geschichte durchaus auch einen ernsten realen, immer noch aktuellen Hintergrund: Frauen verdienen weniger als Männer und der Spruch des von Fabrice Luchini gespielten chronisch untreuen Ehemannes seinen streikenden Arbeitern gegenüber , "Wenn sie mehr Geld wollen, sollen sie auch mehr arbeiten" stamme wortwörtlich von Sarkozy, wie Ozon erklärte.

Deneuve ist nicht die einzige von Rang und Namen aus Frankreichs Schauspielriege, die unter Ozons leichtfüßiger Regie zu Hochform aufläuft. Auch Gérard Depardieu gibt sich so entspannt und charmant wie in "Chanson d'Amour", wenn er als eigentlich harter Gewerkschaftler Maurice weich wird, um seine alte Liebe Suzanne zurück zu erobern. In einer der witzigsten Szenen, die sogar Zwischen-Applaus erntete, tanzt er mit Deneuve in der Disco Badaboum fast wie John Travolta in "Nur Samstag Nacht ". Jérémie Renier gibt den schwulen Sohn, der sich im Familienkrieg auf die Seite der Mutter schlägt, Judith Godrèche die erzkonservative Tochter, die den Vater unterstützt, und Karin Viard gefällt als Sekretärin und Geliebte Roberts, die zum größten Fan von Suzanne mutiert. Gesungen wird im Gegensatz zu "8 Frauen" kaum, Deneuve darf zum Schluss Suzannes Lieblingsschlager trällern. hai.

Wertung Questions?

FilmRanking: 4988 -985

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 24.03.2011

Frankreich 2010

Länge: 1 h 43 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Potiche

Regie: François Ozon

Drehbuch: François Ozon

Produktion: Eric Altmayer, Nicolas Altmayer

Kostüme: Pascaline Chavanne

Kamera: Yorick Le Saux

Schnitt: Laure Gardette

Ausstattung: Katia Wyszkop

Website: http://www.schmuckstueck-derfilm.de