Thriller um eine Familie im Zeugenschutzprogramm.

Kinostart: nicht bekannt

Nina Kunzendorf

Nina Kunzendorf
als Ursula Thern

Benjamin Sadler

Benjamin Sadler
als Simon Dreher

Alwara Höfels

Alwara Höfels
als Nadja Lenz

Stephanie Japp
als Rieke Dreher

Carlo Ljubek
als Mario Kreutzer

Paula Kalenberg
als Lona Dreher

Heiner Lauterbach
als Victor Miro

Daan Lennard Liebrenz
als Anton Dreher

Ludwig Blochberger
als David Wendt

Paul Faßnacht
als Ernst Pramann

Kai Scheve
als Rolf Kahles

Wladimir Tarasjanz
als Philip Darankow

Kasem Hoxha
als Adam Barisha

Nicole Mercedes Müller
als Alika Thern

Kai Ivo Baulitz
als Lars Hameister

Natalie Spinell
als Meike Sch

Kritik

Der dreistündige Film erzählt schlüssig und jederzeit spannend von den inneren und äußeren Bedrohungen einer Familie im Zeugenschutz.

Dank einschlägiger Filme wissen die meisten Zuschauer, wie ein Zeugenschutzprogramm funktioniert: Ein Mann oder eine Frau sollen gegen einen mächtigen Verbrecher aussagen und müssen in Sicherheit gebracht werden. Weil auch die Angehörigen in Gefahr sind, wird die Familie mit neuer Identität versehen und an einen sicheren Ort gebracht. Soweit ist das Sujet dieses Thrillers mit dem schlichten Titel "Das Programm" bekannt, zumal Grimme-Preisträger Holger Karsten Schmidt die Erwartungen erfüllt: Selbstredend kann sich die Familie trotz diverser Ortswechsel nie sicher vor den Killern des Gangsters fühlen, und natürlich kommt es irgendwann zu einer Schießerei, die Till Endemann angemessen packend inszeniert hat. Reizvoll und sehenswert aber ist der Film vor allem aus einem anderen Grund: Die Flucht findet auf einer sehr fragilen Basis statt. Die Spannungen zwischen den Familienmitgliedern resultieren keineswegs nur aus dem Druck von außen: Simon Dreher (Benjamin Sadler) wird verdächtigt, das Schwarzgeld eines russischen Mafioso gewaschen zu haben. Das LKA will ihn aus der Schusslinie nehmen, aber er lehnt ab; bis tatsächlich auf ihn geschossen wird. Personenschützerin Ursula Therm (Nina Kunzendorf) bringt den Banker und seine Familie in Sicherheit; aber Tochter Lona (Paula Kalenberg) ist frisch verlobt, und Ehefrau Rieke (Stephanie Japp) hatte sich gerade entschlossen, ihren Mann zu verlassen. Dank dieser komplexen emotionalen Ausgangslage gelingt es Schmidt und Endemann scheinbar mühelos, die Spannung über knapp 180 Minuten zu halten. Geschickt eingefädelt ist auch der Schlussknüller, mit dem der Autor eine alte Spielerdevise beherzigt: Wenn man am Ende ein Ass aus dem Ärmel schütteln will, muss man es vorher hineingesteckt haben. tpg.

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Info

Plakat des Films: Das Programm

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2015

Genre: Thriller

Originaltitel: Das Programm

Regie: Till Endemann

Drehbuch: Holger Karsten Schmidt

Musik: Enis Rotthoff

Produktion: Marc Conrad, Maren Knieling

Kostüme: Lore Tesch

Kamera: Michael Schreitel

Schnitt: Jens Müller

Ausstattung: Andreas C. Schmid